Schutz für Erdkröten und Grasfrösche

Freiwillige Helfer für Brunn und Fischbach gesucht

NÜRNBERG - Seit vielen Jahren bemühen sich das Umweltamt, aber auch Privatleute und die Jugendfeuerwehr von Brunn um den Schutz von Erdkröten und Grasfröschen. Mit mobilen Krötenzäunen sowie fest installierten Betonplatten werden die Wanderwege der Tiere an den Straßen unterbrochen.

So müssen die Tiere die eigens für sie angelegten Krötentunnels benutzen, um ungefährdet auf die andere Straßenseite zu gelangen. Nicht alle Tiere werden so umgeleitet, sie laufen teilweise mitten in der Ortschaft oder oberhalb der Leiteinrichtungen auf die Straße. Für die Betreuung der Amphibienzäune in Brunn und Fischbach werden dringend freiwillige Helfer gesucht – als Ausrüstung braucht man lediglich eine gute Taschenlampe und wasserdichte Kleidung. Wenn der Schnee geschmolzen ist und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Vorfrühlings durch die kahlen Buchenäste scheinen, wagen sich die ersten Erdkröten und Grasfrösche aus dem Laub hervor. An manchen Abenden verlassen dann hundert und mehr Erdkröten, Grasfrösche, Berg- und Teichmolche ihr schützendes Winterquartier und machen sich auf den gefährlichen Weg zu den Laichgewässern. Gefährlich ist der Weg deshalb, weil er häufig über viel befahrene Straßen führt, so wie am Brunner Berg oder an den Fischbacher Weihern. Und um diese Tiere geht es, ganz besonders um die Pärchen und die Weibchen unter ihnen. Denn die Weibchen sind erheblich seltener als die viel kleineren Männchen. Sind die Tiere, aus welchen Gründen auch immer, einmal auf die Straße gelangt, haben sie kaum noch eine Chance, lebend hinüber zu gelangen.

Um die Krötenzäune überwachen zu können, ist ein kleines Team engagierter Naturfreunde nötig. Schön wäre es, wenn es so viele wären, dass jeder pro Woche nur maximal zwei Einsätze hätte. Aktuell sind es in Brunn drei Personen, die von Ende Februar / Anfang März bis zirka Anfang / Mitte April an den entsprechenden Abenden diese Arbeit übernehmen. Sporadisch kommen dann manchmal noch Hilfskräfte dazu, manche Abende fallen wegen Kälte oder Trockenheit weg. Ansonsten dauert ein solcher Einsatz von der Dämmerung an gerechnet eine oder zwei Stunden.
 
Alle, die mit dem Fahrzeug in der fraglichen Zeit zwischen Fischbach und Leinburg oder Altdorf unterwegs sind, werden um eine rücksichtsvolle Fahrweise gebeten. Rücksichtsvoll heißt, im Interesse der Menschen und Tiere langsam zu fahren und, besonders am Brunner Berg, die Geschwindigkeitsbegrenzung zu beachten (Tempo 50/30). Um Tiere auf der Fahrbahn sollte man einen Bogen machen, sofern die Verkehrssituation dies zulässt. Es hilft nichts, wenn man sie mit 80 Stundenkilometern „zwischen“ die Räder nimmt, denn die Luftdruckwelle zerreißt den Tieren die Lunge und tötet sie so auf eine besonders grausame Weise.

Ansprechpartner sind Reinhard und Ingrid Figel von der Naturschutzwacht.

Telefon:  0911/830513
E-Mail:    figel1947@t-online.de
  und
               uwa3@stadt.nuernberg.de

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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