Notfallversorgung
Ultraschallgeräte für alle Notarztwagen in Nürnberg

Dr. Thomas Hübner (Präsident des Nürnberger Notärzte e. V. und Notarztgruppensprecher für Nürnberg), Bürgermeister Christian Vogel, Hannes B. Erhardt (Geschäftsführer des Evangelischen Siedlungswerks) und Finanzreferent und Stadtkämmerer Harald Riedel bei der Präsentation eines Geräts (v.l.).
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  • Dr. Thomas Hübner (Präsident des Nürnberger Notärzte e. V. und Notarztgruppensprecher für Nürnberg), Bürgermeister Christian Vogel, Hannes B. Erhardt (Geschäftsführer des Evangelischen Siedlungswerks) und Finanzreferent und Stadtkämmerer Harald Riedel bei der Präsentation eines Geräts (v.l.).
  • Foto: oh/Christian Vogel
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Verein Nürnberger Notärzte e.V. hat alle vier Notarztwagen im Bereich Nürnberg Stadt mit Ultraschallgeräten ausgestattet. Die Übergabe fand am Donnerstag, 17. Juni 2021, statt. Damit ist Nürnberg nicht nur Vorreiter im bodengebundenen Notarztdienst in Bayern, sondern auch eine der wenigen Städte deutschlandweit, die dies in der Präklinik vorhalten können.

Um Patienten und Patientinnen direkt am Unfallort noch besser versorgen zu können und frühzeitig wichtige Entscheidungen zu treffen, wäre es häufig wichtig, sie direkt dort mit einem Ultraschallgerät untersuchen zu können. Ein solches wird in den Notarztwagen in Bayern bisher noch nicht flächendeckend mitgeführt. Eine präklinische Ultraschalldiagnostik ist demnach nicht möglich.

„Auch in Sachen Notfallversorgung müssen wir uns immer weiterentwickeln, damit wir immer up to date sind, um Menschen in Notsituationen zu helfen. Ich bin stolz, dass wir mit dem Verein Nürnberger Notärzte, der Förderung durch das Evangelische Siedlungswerk und den Mitteln aus der Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung ein wirklich gutes Projekt umsetzen können, das Menschenleben retten kann. Nürnberg geht damit einen wichtigen ersten Schritt für eine bessere Rettungsmedizin in Bayern und Deutschland“, so Bürgermeister Christian Vogel.

Möglich wurde diese Aktion durch finanzielle Unterstützung des Evangelischen Siedlungswerks in Höhe von 12.500 Euro und Stiftungsmitteln der von der Stadt Nürnberg verwalteten Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung in Höhe von 13.000 Euro. Bei der Vorstellung eines Notarztfahrzeugs mit Ultraschallgerät lobten auch Herr Hannes B. Erhardt, Geschäftsführer des Evangelischen Siedlungswerks, und der für die Nürnberger Stiftungen zuständige Stadtkämmerer, Harald Riedel, das Engagement des Vereins und ihres rührigen Präsidenten.

Ziel ist es mit dieser Aktion auch, die Bedeutung der präklinischen Ultraschalldiagnostik hervorzuheben und damit dafür zu sorgen, dass langfristig jedes Notarztfahrzeug mit einem Ultraschallgerät ausgestattet wird – so wie heute ein EKG-Gerät zur Grundausstattung eines Rettungswagens in Bayern gehört. Die Geräte sind von ursprünglich raumfüllender Größe auf heute Handygröße geschrumpft.
Dr. Tobias Hübner, Präsident des Nürnberger Notärzte e. V. und Notarztgruppensprecher für Nürnberg: „Nachdem unser Verein mit dem Projekt ‚#NürnbergDrückt‘ mittlerweile alle weiterführenden Nürnberger Schulen mit Reanimationspuppen zur Ausbildung ausstatten konnte, freut es mich, dass auch dieses Projekt erfolgreich ist. Mit den Ultraschallgeräten können Notärzte schnell wichtige Weichenstellungen vornehmen. Das ist gerade heute bei oft knappen Kapazitäten sehr hilfreich.“ Die Aktion wird zudem wissenschaftlich begleitet.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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