Fliegerbombe erfolgreich entschärft
UPDATES: Amerikanische Fliegerbombe in der Avenariusstraße gefunden!
- Bravo!: Die drei Helden der Nacht, die direkt an der Bombe gearbeitet haben. Der endgültig unschädlich gemachte Übeltäter aus dem Zweiten Weltkrieg wurde von den Sprengmeistern Heiko Büchl, Florian Süß und Michael Weiß (v.l.) abtransportiert.
- Foto: Stadt Nürnberg
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- Bis zu 21.000 Menschen müssen evakuiert werden, es sind mehrere Altenheime betroffen
- Im Radius von 800 Metern befinden sich neben mehreren Altenheimen auch medizinische Einrichtungen.
- Die Bevölkerung wird aufgerufen, die Wohnungen zu verlassen!
- Über 550 Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort
- Der offizielle Start der Evakuierung ist um 20.30 Uhr!
- Blindgänger entschärft
UPDATE: 15. November
NÜRNBERG (pm/nf) - Die amerikanische, rund 450 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am frühen Samstag, 15. November 2025, um 3.34 Uhr entschärft worden.
Die drei Sprengmeister Michael Weiß, Heiko Büchl und Florian Süß haben knapp eine Stunde gebraucht, um den Blindgänger, der am gestrigen Freitagnachmittag auf einer Baustelle in der Avenariusstraße im Nürnberger Stadtteil Großreuth hinter der Veste gefunden wurde, erfolgreich zu entschärfen. Die Einsatzkräfte beginnen nun sukzessive, die Straßensperrungen aufzuheben. Die von der Evakuierung betroffenen Personen können nach etwa sieben Stunden in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren.
Insgesamt mussten rund 21 000 Menschen ihr Zuhause verlassen. Der überwiegende Teil der Evakuierten kam bei Familie oder Freunden unter. Rund 2 400 Personen wurden in Betreuungsstellen umsorgt, unter anderem im Schulzentrum am Berliner Platz. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner von sieben Senioreneinrichtungen mussten evakuiert werden. Sie können nun mit Unterstützung weiterer Kräfte von Hilfsorganisationen aus ganz Bayern wieder nach Hause gebracht werden.
- Die amerikanische Fliegerbombe hat zwei Aufschlagzünder und ist bewegt worden. Deshalb ist eine Entschärfung noch heute notwendig.
- Foto: Stadt Nürnberg
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Am Ende werden zur Bewältigung einer der größten Lagen in der Nachkriegsgeschichte Nürnbergs rund 1 500 Kräfte beigetragen haben. Ihnen dankt die Stadt Nürnberg bereits jetzt und zollt höchsten Respekt für die geleistete Arbeit. OB Marcus König: "Um 3.35 Uhr konnten wir aufatmen: Die Bombe in der Avenariusstraße ist entschärft, die Menschen können zurück in ihre vertrauten vier Wände. Die größte Evakuierung seit Kriegsende hat einen enormen Aufwand verursacht. Gleichzeitig hat sie die Leistungsfähigkeit unseres Systems unter Beweis gestellt. Ich danke allen beteiligten haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften aus Nürnberg und der Region von Herzen für ihre herausragende Arbeit."
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NÜRNBERG (pm/nf) - Auf Höhe der Avenariusstraße 35 im Nürnberger Stadtteil Großreuth hinter der Veste ist am Freitagnachmittag, 14. November, bei Bauarbeiten ein Blindgänger entdeckt worden. Die amerikanische Fliegerbombe hat zwei Aufschlagzünder und ist bewegt worden. Deshalb ist eine Entschärfung noch heute notwendig. Über 550 Einsatzkräfte sind derzeit vor Ort.
- Evakuierungsebiet nach Bombenfund.
- Foto: © Stadt Nürnberg/Amt für Geoinformation und Bodenordnung/ © Bayerische Vermessungsverwaltung
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23.20 Uhr: Leider konnten immer noch nicht alle Menschen evakuiert werden.
23.00 Uhr: Oberbürgermeister Marcus König und Schulreferentin Cornelia Trinkl haben am späten Abend die Betreuungsstelle im BBZ am Berliner Platz besucht und sich über die Evakuierung und Unterbringung am Beruflichen Bildungszentrum informiert. Das Stadtoberhaupt dankte den beteiligten Einsatzkräften aus Nürnberg und der Region.
22.48 Uhr: In der Betreuungsstelle im Berufsbildungszentrum am Berliner Platz sind mittlerweile 1000 Personen untergebracht. Die Einsatzkräfte appellieren noch einmal an die Bewohnerinnen und Bewohner im Evakuierungsgebiet, ihnen die Arbeit zu erleichtern und von selbst ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen! Ein Großteil der Kräfte vor Ort sind ehrenamtlich im Dienst.
Je schneller evakuiert werden kann, desto schneller kann die Entschärfung beginnen. Und desto eher können die Bewohnerinnen und Bewohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen sowie Einrichtungen zurück.
22.28 Uhr: Kleine Teams gehen derzeit von Haustür zu Haustür. Sie informieren die Bewohner, dass sie das Haus oder die Wohnung wegen des Bombenfunds verlassen müssen. Ist das Haus oder die Wohnung leer, wird die Tür markiert, etwa mit einem Absperrband.
22.20 Uhr: Die für morgen, Samstag,15. November, geplante Notfallübung am Albrecht Dürer Airport Nürnberg muss kurzfristig abgesagt werden. Hintergrund ist die aktuelle Lage im Nürnberger Norden: Mehrere für die Übung eingeplanten Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), darunter Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, sind bei der Entschärfung der Fliegerbombe im Einsatz und daher nicht verfügbar.
Auch die Flughafenfeuerwehr unterstützt die Evakuierungsmaßnahmen vor Ort mit sieben Einsatzkräften, einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) sowie einem Rettungswagen (RTW).
22.14 Uhr: Die Sprengmeister Heiko Büchl, Florian Süß und Michael Weiß werden die Bombe in der Avenariusstraße später entschärfen.
22.12 Uhr: Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) versorgt die Einsatzkräfte mit 900 Portionen Essen!
21.43 Uhr: 700 Bürgerinnen und Bürger sind derzeit in der Halle im Berufsbildungszentrum Berliner Platz untergekommen. Die maximale Kapazität liegt bei bis zu 1200 Personen.
21.21 Uhr: Auf den sieben Apparaten am Bürgertelefon sind bisher mehrere Hundert Anrufe eingegangen. Alle relevanten Straßen sind nun durch die Polizei gesperrt.
- Die bislang größte Evakuierungsmaßnahme in Nürnberg nach einem Bombenfund läuft auf Hochtouren.
- Foto: Stadt Nürnberg
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21.06 Uhr: Die Evakuierung der Altenheime ist in Kürze abgeschlossen.
20.54 Uhr: Aktuell sind 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr Nürnberg und 300 weitere Feuerwehrkräfte vor Ort. Die Rettungsdienste sind mit 250 Einsatzkräften im Einsatz, die Polizei mit 110 und das THW mit 60.
- 20.15 Uhr: Karte der Straßensperren hier
-19.45 Uhr: Die Warnapps Katwarn und NINA sind ausgelöst.
- 19.42 Uhr: Liste der von Evakuierung betroffenen Adressen hier:
- 19.30 Uhr: Aktuelle Hinweise zu Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr ab der Evakuierung:
- Die VAG-Buslinie 47 wird komplett eingestellt.
- Auf der VAG-Buslinie 37 werden folgende Haltestellen nicht bedient: Maxfeld, Schillerplatz, Friendenstraße, Tellstraße, Schoppenhauerstraße, Schleifweg, Langer Steig, Klianstraße.
- Auf der VAG-Buslinie 35 werden folgende Haltestellen nicht bedient: Röthensteig, Rollnerstraße / Nordring, Schoppenhauserstraße, Hintermayerstraße, Merianstraße, Nordostbahnhof.
- Auf der VAG-Buslinie 46 werden folgende Haltestellen nicht bedient: Maxtor, Maxfeldstraße, Maxfeld, Schillerplatz, Friedenstraße, Martinskirche, Rollnerstr / Nordring, Langer Steig, Kurzer Steig, Großreuth a.d.V, Stirnerstraße, Marienbuck, Arno Hamburger-Straße, Bessemer Straße.
- Die U-Bahn-Linie 3 fährt die Haltestellen Maxfeld und Kaulbachplatz während der Evakuierung nicht an.
- Während der Entschärfung wird der Betrieb der U-Bahn-Linie 3 ab Rathenauplatz eingestellt.
- 19.20 Uhr: Information zu den Sammelbussen: Ab dem Zeitpunkt der Evakuierung fahren Linienbusse der VAG zur Betreuungsstelle Berufsbildungszentrum (BBZ) am Berliner Platz.
Sie halten an den folgenden Sammelpunkten: Kilianstraße / Ecke Äußere Schopenhauerstraße, Kilianstraße / Ecke Rollnerstraße, Nordring / Ecke Rollnerstraße, Rollnerstraße / Ecke Friedenstraße, Rollnerstraße / Ecke Goethestraße, Nordring / Ecke Burgkmairstraße, Nordring / Ecke Füchtbauerstraße, Nordring / Ecke Hintermayerstraße, Schopenhauerstraße / Ecke Avenariusstraße, Schopenhauerstraße / Ecke Friedenstraße, Löbleinstraße / Ecke Schillerplatz.
- 19.18 Uhr: Die Einsatzkräfte bitten alle Bewohner, möglichst schon jetzt ihre Wohnungen zu verlassen und bei Verwandten oder Bekannten unterzukommen. Die Evakuierung beginnt ab 20 Uhr. Die Polizei beginnt bereits ab 19.30 Uhr, nach und nach Straßen zu sperren.
- 19.09 Uhr: Die Betreuungsstelle ist das Berufsbildungszentrum (BBZ) am Berliner Platz 26.
- 18.05 Uhr: Die VAG stellt für die Evakuierung zehn Busse bereit. Diese werden nach jetzigem Stand Bürgerinnen und Bürger ab circa 20 Uhr am TEVI-Parkplatz in der Kilianstraße aufnehmen und in Betreuungsstellen bringen.
- Das Bürgertelefon ist ab sofort
unter der Rufnummer 09 11 / 64 37 58 88 zu erreichen - bitte NICHT den Notruf 110/112 wählen!
Die amerikanische Fliegerbombe wiegt rund 450 Kilogramm. Die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und Bombenexperten sind vor Ort. Der Blindgänger wird Stand jetzt noch heute entschärft. Der Evakuierungsradius wurde auf etwa 800 Meter festgelegt.
Weitere Informationen zu der Evakuierung des Gebiets folgen.
Was passiert eigentlich mit entschärften Bomben?
Entschärfte Bomben werden abtransportiert und zunächst in einem Munitionsbunker gelagert. Anschließend werden sie zerlegt, alle Bauteile unschädlich gemacht und entsorgt.
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