Finanzexperte Dr. Markus Krall ++ Euro-Crash und „Zombifizierung“ der Wirtschaft
Corona-Krise: Brauchen wir weniger Berlin, dafür mehr Schweiz?

Dr. Markus Krall (Mitte) nach seinem Appell für die Freiheit. Durch den Abend führten Juliane Ried (r.), Bezirkssprecherin der WerteUnion Oberpfalz, sowie Dr. Robert Pfeffer (l.), Vorsitzender der MU Mittelfranken.
  • Dr. Markus Krall (Mitte) nach seinem Appell für die Freiheit. Durch den Abend führten Juliane Ried (r.), Bezirkssprecherin der WerteUnion Oberpfalz, sowie Dr. Robert Pfeffer (l.), Vorsitzender der MU Mittelfranken.
  • Foto: Dr. Alexander Ried
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ERLANGEN (ad) „Wir brauchen weniger Berlin und mehr Schweiz“ - Finanzexperte Dr. Markus Krall drängte in seinem Vortrag über Finanzpolitik in Erlangen auf ein fundamentales wirtschaftspolitisches Umdenken. Er ist sich sicher: Die aktuelle Krise beschleunigt das Ende unseres Währungssystems. Deutschland steht somit zwangsläufig vor der Frage: Sozialismus oder Freiheit?

Auf Einladung der Mittelstands-Union Mittelfranken (MU) referierte der gefragte Experte, Top-Manager und Buchautor im Gewölbe des Bayerischen Hofs zu der Frage „Wann kommt der Euro-Crash?“

Die erste Phase des Euro-Crashs sei jedenfalls bereits eingeläutet, weiß Krall in seinem Vortrag zu berichten. Nämlich in Form der laufenden Deflation, die erst in eine Inflation und dann zwangsläufig in eine Währungsreform münden wird. „Wir stehen somit vor einer gigantischen Enteignung des Kapitalvermögens sowie einer gewaltigen Umverteilung.“ Man dürfe daher nicht den Apologeten eines neues Sozialismus auf den Leim gehen: „Wenn wir versuchen, diese Krise mit sozialistischen Antworten zu lösen, dann bedeutet das, dass wir in eine Phase des zivilisatorischen Abstiegs einläuten.“

Der entscheidende Teil der seit sechs Monaten laufenden Corona-Krise liege noch vor uns, prophezeit er, weil die Schwächen der „gewaltigen Gelddruck-Orgie“ der EZB schonungslos offen gelegt werden. Damit wird der Zins unweigerlich auf unter null Prozent gedrückt, was eine „Zombifizierung“ der Wirtschaft zur Folge hat. Das bedeutet, dass eigentlich zum Sterben verurteilte Unternehmen durch den Nullzins künstlich am Leben gehalten werden und damit wichtige Ressourcen binden. Er rechnet damit, dass das – gerechnet auf die vergangenen 10 Jahre – rund 15 Prozent aller Unternehmen betrifft.

Erschwerend kommt jetzt hinzu, dass auch die Ertragskraft der Banken von innen heraus ausgehöhlt wird. Beschleunigt worden sei das drohende Ende des Euros durch die jüngsten politischen Maßnahmen in der Coronakrise, wonach sich die Zahl der Zombie-Unternehmen mittlerweile verdoppelt habe. Bis zum Ende des Jahres rechnet er damit, dass sogar ein Viertel aller Unternehmen in Europa davon betroffen sein könnte. Die Folge: Die Politik wird um jeden Preis die ins Trudeln geratenen Banken retten wollen, wodurch sich die EZB-Bilanz weiter aufblähen wird, und das Seignorage-Kapital aufgebraucht. Die Folge: eine Hyper-Inflation, denn „erstmals in der Geschichte der Menschheit sind alle großen Währungsräume daraufhin programmiert worden, eine Hyperinflation zu erzeugen und zwar in dem Irrglauben, dass sie sich gegenseitig vor den Problemen immunisieren könnten“, so Krall. Rubel, Pfund und Dollar würden bei einem möglichen Euro-Crash die kurzfristigen Nutznießer sein, bevor dann eine globale Hyperinflation einsetzt. Und diese wird die Gesellschaft vor neue politische Herausforderungen stellen: „Im Endeffekt läuft also alles auf die Frage hinaus, ob wir Freiheit oder Sozialismus wählen“, fasst der Experte zusammen. Er appelliert für eine Republik der Freiheit.

Das bedeutet im Klartext: Eine goldgedeckte Währung, eine komplette Wende in der Wirtschaftspolitik, eine Senkung der Staatsquote von über 50% auf 15%, sowie Reformen in der Energie-, Verteidigungs- und Bildungspolitik. Und er schreckt auch nicht vor heißen Eisen zurück: „Wir müssen in Deutschland eine Verfassungsdebatte führen auf Grundlage des Grundgesetzes.“ Als Beispiel nannte er etwa die Verankerung der freien Marktwirtschaft in der Verfassung. „Wir brauchen weniger Berlin und mehr Schweiz“, sonst drohe irgendwann eine „DDR 5.0“.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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