Zertifikat für überstandene Corona-Erkrankung
Nun auch digitale Impfnachweise für Genesene in Apotheken

Ein QR-Code für das digitale Impfzertifikat auf dem Smartphone.
  • Ein QR-Code für das digitale Impfzertifikat auf dem Smartphone.
  • Foto: Matthias Balk/dpa/dpa-tmn/Archivbild
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BERLIN (dpa) – Digitale Corona-Impfnachweise sollen von diesem Freitag an in Apotheken auch für Genesene zu bekommen sein, die ergänzend eine Impfung bekommen haben.

Dafür ist nun die notwendige technische Lösung umgesetzt worden, wie der Deutsche Apothekerverband mitteilte. Über das System der Apotheken seien schon mehr als 20 Millionen Impfzertifikate ausgestellt worden, sagte der Vorsitzende Thomas Dittrich. Für Bürger, die eine Infektion durchgemacht und daher anschließend nur eine einzige Impfung erhalten haben, sei es technisch noch nicht möglich gewesen. «Jetzt geht es.»

Um den digitalen Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy zu bekommen, müssten Genesene drei Dokumente in der Apotheke vorlegen: einen Ausweis mit Foto, den Nachweis eines positiven PCR-Tests und den Nachweis über die einmalige Impfung, etwa im gelben Impfbuch. «Es gibt immerhin mehr als 3,7 Millionen Genesene im Land, von denen viele zwischenzeitlich geimpft sind», sagte Dittrich. «Ihnen kann das Impfzertifikat helfen, den Sommer und die Urlaubszeit unbeschwerter zu genießen». Für Bürger sei das Angebot gratis, Apotheken erhielten als Vergütung gut 5,04 Euro plus durchlaufender Mehrwertsteuer.

Das Erstellen der digitalen Nachweise war Mitte Juni angelaufen. Zu bekommen sind sie direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren. Dafür wird ein Code erzeugt, den man mit dem Smartphone einscannen oder auf Papier mitnehmen und später einscannen kann. Nachträglich ist dies auch in Apotheken möglich. Außerdem sollen auch per Post QR-Codes nach bereits erfolgten Impfungen in Impfzentren verschickt werden, die man dann selbst einscannen kann.

Insgesamt wurden laut Bundesgesundheitsministerium über alle Wege inzwischen 60 Millionen digitale Zertifikate erstellt - und damit rund 30 Millionen digitale Impfpässe. Hintergrund ist, dass nunmehr pro Impfung je ein Zertifikat ausgestellt wird - für Erst- und für Zweitimpfungen. Schon voll Geimpfte erhalten beim nachträglichen Hinterlegen in der App also zwei Zertifikate. Beim Mittel von Johnson & Johnson ist nur eine Spritze für den vollen Impfschutz nötig.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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