Rohstoffabbau in Unterfranken
Protest gegen geplantes Gips-Bergwerk von Knauf

Der Baustoffhersteller Knauf will ein großes Bergwerk für den Gips-Abbau errichten. (Archivbild) | Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Der Baustoffhersteller Knauf will ein großes Bergwerk für den Gips-Abbau errichten. (Archivbild)
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  • Der Baustoffhersteller plant den Abbau von Gips im großen Stil in Unterfranken. 
  • Doch es gibt Bedenken von Naturschützern und Gemeinden, vor allem wegen des Trinkwassers.

Iphofen (dpa/lby) - Kurz vor dem Ende der Frist sind beim Bergamt Nordbayern bereits 540 private Einwendungen gegen ein vom Baustoffhersteller Knauf geplantes Gips-Bergwerk nahe Würzburg eingegangen. «Dieses ist jedoch eine Momentaufnahme, da auch heute bereits eine größere Anzahl von Einwendungen eingegangen ist, die noch nicht erfasst wurden», teilte eine Sprecherin der Regierung von Oberfranken in Bayreuth mit.

«Erwartungsgemäß befasst sich der Großteil der Einwendungen mit der Sorge um eine sichere Trinkwasserversorgung.» Bedenken gebe es aber auch wegen der Belastung durch zusätzlichen Lastwagenverkehr oder eines möglichen Eingriffs ins Landschaftsbild.

Neben den Einwendungen lägen zudem 44 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange vor. Die Frist für Einwände endet an diesem Donnerstag.

Mit Wiederaufnahme des Genehmigungsverfahrens Ende 2024 hatte die Behörde mehr als 70 Träger öffentlicher Belange, insbesondere Fachbehörden, Kommunen und Verbände um Stellungnahme zu dem Projekt gebeten.

Was plant Knauf?

Das Unternehmen aus Iphofen (Landkreis Kitzingen) möchte das Bergwerk in der sogenannten Altertheimer Mulde südwestlich von Würzburg errichten und etwa 2027 mit dem Abbau beginnen. Das Bergwerk soll sich über etwa 7,1 Quadratkilometer erstrecken. Knauf rechnet mit Gipsvorkommen von 70 bis 75 Millionen Tonnen, etwa die Hälfte könne abgebaut werden.

Knauf zufolge hat ein unabhängiges Gutachten ergeben, dass durch den Abbau keine nachteiligen Auswirkungen auf die Trinkwassergewinnung sowohl in Menge als auch in Qualität zu erwarten ist. Eine mindestens neun Meter dicke Wasser abdichtende Tonschicht trenne das Bergwerk von den Wasser führenden Schichten.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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