Heftige Erdbeben in Italien
Supervulkan reißt Menschen in Neapel aus dem Schlaf

Die Region Neapel ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Dort befindet sich ein Supervulkan, die Phlegräischen Felder. (Archivfoto) | Foto: Christoph Sator/dpa
  • Die Region Neapel ist von einem Erdbeben erschüttert worden. Dort befindet sich ein Supervulkan, die Phlegräischen Felder. (Archivfoto)
  • Foto: Christoph Sator/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
  • In der süditalienischen Großstadt werden kurz vor 6.00 Uhr mehrere heftige Erdstöße registriert.
  • Vorortzüge stehen still, Schulen bleiben geschlossen. 
  • Größere Schäden gibt es glücklicherweise nicht.

Neapel (dpa) - Die süditalienische Großstadt Neapel und ihre Umgebung sind von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Kurz vor 6.00 Uhr wurden zahlreiche Bewohner durch heftige Erdstöße aus dem Schlaf gerissen. Viele flüchteten auf die Straßen.

Die Beben dauerten etwa eine halbe Stunde. Ihr Epizentrum lag nach offiziellen Angaben in den Phlegräischen Feldern, einem sogenannten Supervulkan, der sich über den Westen der Stadt hinaus aufs Mittelmeer erstreckt. Größere Schäden wurden zunächst nicht bekannt.

Nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab es die heftigsten Erschütterungen um 05.51 Uhr. Sie hatten eine Stärke von 4,4. Damit war es eines der stärksten Beben der vergangenen Jahre. Ein Anwohner berichtete der Nachrichtenagentur Ansa: «Alle Möbel haben gewackelt. Die Erde hat so stark gebebt, dass meine Frau es nicht mehr ausgehalten hat: Sie ist zu Verwandten geflüchtet.» Eine Anwohnerin klagte: «Das Beben war stark und von Dauer. Es hat überhaupt nicht mehr aufgehört.»

Berufsverkehr am Morgen durch Beben beeinträchtigt

Die Phlegräischen Felder - ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität - werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie manchmal auch starken Erdbeben heimgesucht. Vor einem Jahr wurde in den Campi Flegrei - wörtlich: brennende Felder - sogar ein Beben der Stärke 4,6 gemessen, so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Befürchtet wird, dass es eines Tages zu einem sehr viel heftigeren Beben kommen könnte - ohne dass jemand weiß, wann.

Das jetzige Beben hatte sein Zentrum im Meer, in den Gewässern zwischen den Vororten Pozzuoli und Bacoli. Die Erschütterungen waren an Land in verschiedenen Stadtteilen zu spüren. Mehrere Schulen blieben sicherheitshalber den Tag über geschlossen. Im Nahverkehr fielen am Morgen zahlreiche Zugverbindungen aus, weil Strecken gesperrt wurden. An Häusern waren neue Risse zu erkennen. An einem Aussichtspunkt mit Panoramablick über die Bucht von Neapel stürzte ein Torbogen teilweise ein.

In Neapel und der näheren Umgebung leben etwa drei Millionen Menschen. Die Großstadt liegt am Fuße des Vulkans Vesuv, der mit den Phlegräischen Feldern keine Verbindung hat.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

Webseite von Nicole Fuchsbauer
Nicole Fuchsbauer auf Facebook
Nicole Fuchsbauer auf Instagram
Nicole Fuchsbauer auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.