Passt ihr Schuh?

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  • hochgeladen von Jenny Reichenbacher
Immer wieder findet man in der Presse Meldungen über Füße und die dazu passenden Schuhe. Die Daten des Deutschen Fußreports, der mehr als 10.000 Füße vermessen hat, sind erschreckend: Nur jeder fünfte Deutsche trägt danach Schuhe in der für ihn anatomisch richtigen Größe. Bei drei Vierteln der Männer und drei Fünfteln der Frauen sind die Schuhe zu groß oder zu weit gewählt. Auch wenn die Motive solcher Erhebungen häufig verkaufsfördernd sind, bleibt doch festzuhalten, dass schlecht sitzendes Schuhwerk sich negativ auf unsere Gesundheit auswirkt. Sind die Schuhe zu klein werden Zehen gestaucht, die Beine schlechter durchblutet und langfristig können sogar Schief- und Hammerzehen entstehen. Bei zu großen Schuhen hat man wenig Halt, das natürliche Abrollen wird eingeschränkt und die Gelenke gegebenenfalls überanstrengt. Der passende Schuh ist daher nicht nur eine Frage der Optik, sondern insbesondere der Gesundheit! Diese Erkenntnis betrifft nicht nur unsere Freizeit, sondern findet auch im Arbeitsschutz Anwendung. Hier muss der Schuh nicht nur passen, sondern auch gleichzeitig den Sicherheitsanforderungen des Arbeitsplatzes genüge tragen. Der deutsche Gesetzgeber regelt den Einsatz persönlicher Schutzausrüstung am Arbeitsplatz im sogenannten Arbeitsschutzgesetz. Hier wird der Arbeitgeber verpflichtet, die mit den Arbeitsbedingungen verbundenen Gefahren zu ermitteln und entsprechende Maßnahmen zu treffen, während der Arbeitnehmer seinerseits verpflichtet ist, sich an diese Schutzmaßnahmen zu halten. Daher muss im Arbeitsschutz der Schuh nicht nur richtig passen, sondern er muss auch den Sicherheitsanforderungen des Arbeitsplatzes entsprechen. Damit es hier nicht zu Verwirrungen kommt, wurden Sicherheitsschuhklassen von S1 bis S5 entworfen, die Aufschluss über die Schutzwirkungen und die Anforderung diverser Berufsgruppen gibt. Angefangen bei einem Grundschutz gegen Fußverletzungen, können Zehenklappen für mittelstarke und auch starke Belastungen Schutz bieten. In den höheren Sicherheitsklassen sind die Schuhe weitgehend wasserdicht, teilweise feuerfest, isolierend und sogar Durchtrittsicher. Für manche Berufsgruppen müssen die Schuhe sogar Säurebeständig sein. All diese Anforderungen haben in früheren Zeiten die Schuhe unbequem gemacht und sie zeichneten sich durch besonders hohes Gewicht aus, wodurch Sicherheitsschuhe auch in der heutigen Zeit noch mit negativen Assoziationen behaftet sind. Dabei sind heutzutage quasi alle Sicherheitsschuhe metallfrei, beugen durch ihr geringes Gewicht Ermüdungserscheinungen vor und können teilweise bei Bedarf orthopädisch angepasst werden. Des Weiteren verfügen sie über eine gute Belüftung während ein Durchtrittschutz aus Gewebesohle die Schuhe trotzdem biegsam macht und sie gleichzeitig kälte- und wärmeisolierend sind. Zudem erfüllen sie alle modischen Trends – von Halbschuhen über Sandalen bis hin zu Damenschuhen mit Absatz - im farbenfrohen Sortiment der Sicherheitsschuhe werden auch modisch anspruchsvolle Geschmäcker fündig. Liegt am Arbeitsplatz eine Gefährdung vor, die das Tragen von Sicherheitsschuhen erfordert, ist der Arbeitgeber in der Regel in der Pflicht, die nicht unerheblichen Kosten für das Sicherheitsschuhwerk zu tragen. Wer dazu weitere Informationen erhalten möchte, kann hier mehr erfahren Grundsätzlich lässt sich zusammenfassend sagen, dass sich im Bereich der Sicherheitsschuhe in den vergangen Jahren einiges getan hat. Nicht nur bezüglich der Funktion und der verarbeiteten Materialien, sondern auch hinsichtlich der Optik. In vielen Betrieben ist das Tragen von Sicherheitsschuhen nicht unbedingt Vorschrift, aber meist eine Notwendigkeit. Sorgen auch Sie an Ihrem Arbeitsplatz für das geeignete Schuhwerk. Ihre Füße werden Ihnen dankbar sein!

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