Brücken im Pegnitztal marode
Bahnstrecke Nürnberg–Bayreuth bleibt deutlich länger dicht
- Wegen zahlreicher maroder Brücken im Pegnitztal wird die Bahnstrecke zwischen Hersbruck im Nürnberger Land und Pegnitz im Landkreis Bayreuth noch mehrere Monate gesperrt bleiben. (Archivbild)
- Foto: Daniel Karmann/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
Bayreuth/Nürnberg (dpa/lby/ak) – Für Pendler zwischen Nürnberg und Bayreuth wird die Geduldsprobe noch einmal verlängert. Die Deutsche Bahn rechnet inzwischen damit, dass die wichtige Verbindung durch das Pegnitztal erst Mitte 2026 wieder vollständig befahrbar sein wird. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte, dass die Sperrung zwischen Hersbruck und Pegnitz damit weit länger dauert als ursprünglich geplant.
Auslöser der Vollsperrung im September 2025 waren insgesamt 18 Eisenbahnbrücken über die Pegnitz, deren Zustand sich als deutlich schlechter herausgestellt hatte als angenommen. Die DB-Tochter InfraGO war zunächst davon ausgegangen, die Strecke bereits im Februar wieder freigeben zu können. Doch schon die ersten Eingriffe an einem der Bauwerke zeigten, dass die Sanierung der teils über hundert Jahre alten Brücken wegen der geologischen Bedingungen erheblich komplizierter wird. Die Bahn spricht von einem Aufwand, der weit über die ursprünglichen Annahmen hinausgeht.
Für die Fahrgäste bedeutet das weiterhin Umwege und längere Reisezeiten. Zwischen Hersbruck rechts der Pegnitz und Pegnitz verkehren täglich mehr als 60 Ersatzbusse, die den gesperrten Abschnitt überbrücken. Züge aus Bayreuth und Hof enden in Pegnitz, während Verbindungen aus Nürnberg bereits in Hersbruck stoppen. Zusätzlich setzt die Bahn auf mehreren Relationen stündliche Direktbusse ohne Zwischenhalt ein, um die wichtigsten Pendlerströme aufzufangen.
Auch der Fern- und Regionalverkehr in Richtung Marktredwitz und Hof ist betroffen. Diese Züge werden großräumig über Weiden in der Oberpfalz umgeleitet, was ebenfalls zu verlängerten Fahrzeiten führt.
Bis die Brücken im Pegnitztal erneuert und die Strecke wieder freigegeben ist, bleibt die Region auf Provisorien angewiesen – und viele Reisende müssen sich auf weitere Monate eingeschränkter Mobilität einstellen.
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.