Verfolgungsjagd endet in Weißenburg
Drei Festnahmen nach Schüssen auf Spezialkräfte

Die Verfolgungsjagd endete mit einem Unfall in Weißenburg in Bayern. | Foto: Goppelt/Vifogra GmbH/dpa
  • Die Verfolgungsjagd endete mit einem Unfall in Weißenburg in Bayern.
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ABSBERG/WEIßENBURG (dpa/ak) – Ein Polizeieinsatz, der am Abend in Absberg begann, hat in Mittelfranken eine dramatische Wendung genommen. Ein Spezialeinsatzkommando wollte dort drei Männer im Alter von 23, 24 und 30 Jahren festnehmen. Gegen sie lagen Hinweise vor, dass sie illegal Waffen besitzen. Doch nur einer der Verdächtigen konnte zunächst in der Wohnung gestellt werden. Die beiden anderen flüchteten mit einem Auto – und lösten damit eine Verfolgungsjagd aus, die sich bis nach Weißenburg zog.

Während der Fahrt eröffneten die Flüchtenden nach Angaben der Polizei das Feuer auf die SEK-Beamten. Verletzt wurde dabei niemand. Erst in Weißenburg fand die Flucht ein abruptes Ende: Der Wagen der Männer prallte mit einem unbeteiligten Fahrzeug zusammen. Beide Verdächtigen wurden im Auto eingeklemmt und konnten erst nach dem Unfall festgenommen werden.

Nach Darstellung eines Sprechers des Polizeipräsidiums Mittelfranken gaben die Einsatzkräfte anschließend einen gezielten Schuss auf die Reifen des Fluchtwagens ab, um eine Weiterfahrt auszuschließen. Insgesamt wurden drei Beamte sowie die beiden Verdächtigen leicht verletzt. Die Insassen des unbeteiligten Fahrzeugs kamen vorsorglich ins Krankenhaus.

Im Auto der Männer fand die Polizei eine Waffe. Ein Einschussloch im Einsatzfahrzeug deutet nach Angaben der Ermittler darauf hin, dass es sich um eine scharfe Schusswaffe handelt. Parallel suchten Beamte mit Hubschrauber und Suchhund im Umfeld der Wohnung in Absberg nach einer möglichen vierten Person, da dies zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte. Die Suche blieb ohne Ergebnis.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftantrag gegen den 24-jährigen Beifahrer wegen versuchten Mordes gestellt. Gegen den 23-jährigen Fahrer wird wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. Die Kriminalpolizei Ansbach führt die weiteren Ermittlungen und prüft dabei auch, ob die Männer Verbindungen zu gewaltbereiten Gruppierungen haben.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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