Pflegeheimplätze in Bayern
Kosten steigen, aber nicht so stark wie in DIESEN Bundesländern

Wer in einem Pflegeheim in Bayern lebt, muss im laufenden Jahr deutlich mehr Geld zahlen als in früheren Jahren. | Foto: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-tmn (Ilustration)
  • Wer in einem Pflegeheim in Bayern lebt, muss im laufenden Jahr deutlich mehr Geld zahlen als in früheren Jahren.
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München/Berlin (dpa/lby) - Der Gang ins Heim fällt wohl nur den wenigsten Menschen leicht. Zu den persönlichen Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner kommen hohe Kosten. Der Trend kennt hier seit Jahren nur eine Richtung, auch in Bayern. Der Freistaat steht in der Mitte: In einigen Bundesländern sind die Zuzahlungen deutlich geringer, in anderen aber auch deutlich höher.

München/Berlin (dpa/lby) - Erneut sind die Kosten in Bayern für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen deutlich gestiegen. Die Zahlungen aus eigener Tasche im ersten Aufenthaltsjahr lagen im landesweiten Schnitt bei 3.196 Euro im Monat, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zum Stand 1. Januar ergab. Damit waren die Zuzahlungen monatlich 102 Euro höher als zum 1. Juli 2025, wie die daten zeigen, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Seit Jahren steigen die Kostenanteile bundesweit spürbar an.

In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten, denn die Pflegeversicherung trägt nur einen Teil der Kosten. Für Bewohnerinnen und Bewohner im Heim kommen noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Ausbildungskosten hinzu.

Bayern unter dem Mittel

Bundesweit gibt es weiter große Unterschiede bei den Eigenanteilen. Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Jahr im Heim zum 1. Januar in Bremen mit durchschnittlich 3.637 Euro im Monat und im Saarland mit 3.601 Euro.

Am niedrigsten war die monatliche Belastung im ersten Jahr im Heim in Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit je 2.903 Euro. Bundesweit lag der Schnitt bei 3.245 Euro, was einen Anstieg um 137 Euro zum 1. Juli und sogar um 261 Euro im Vergleich zum 1. Januar 2025 bedeutet.

Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit.

Bei den selbst zu zahlenden Summen kommt es auf die Aufenthaltsdauer an, weil sich danach Entlastungszuschläge richten, die Pflegebedürftige neben den Leistungen der Pflegekassen bekommen. Der Eigenanteil für die reine Pflege wird damit im ersten Jahr im Heim um 15 Prozent gedrückt, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent.

Autor:

Victor Schlampp aus Schwabach

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