Kinderlachen vor Eigenbedarf: Stadt will Spielplatz Komotauer Straße erhalten und erneuern

Momentan befindet sich der Spielplatz an der Komotauer Straße eher im Winterschlaf. Geht es nach dem Willen der Stadt, wird die Anlage als Paradies für Kinder erhalten und modernisiert. Foto: © Uwe Müller

ERLANGEN (pm/mue) - Der Kultur- und Freizeitausschuss des Erlanger Stadtrats hat einem Vorentwurf für die Generalsanierung des Spielplatzes an der Komotauer Straße zugestimmt.

Vorausgesetzt, die Stadt kann den Grund des Spielplatzes vom Freistaat Bayern erwerben oder langfristig pachten, soll die rund 600.000 Euro teure Maßnahme durchgeführt werden. Das von der Abteilung Stadtgrün und dem Spielplatzbüro im Amt für Soziokultur entwickelte Konzept sieht neben einer Seilbahn unter anderem Tischtennisplatten sowie ein Fußball- und ein Streetballfeld vor. Entstehen sollen zudem eine Kletteranlage für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren und ein großer Sandspielbereich mit einer Matschanlage für jüngere Kinder. Eingriffe in den geschützten Baumbestand sind nicht vorgesehen.

Janik: „Freistaat steht im Wort“

Für Unklarheit sorgen aktuell jedoch die Eigentumsverhältnisse, da die Stadt den Spielplatzgrund vom Freistaat Bayern gepachtet hat. Das Staatliche Bauamt plant auf dem an den Spielplatz angrenzenden Parkplatz ein Wohnbauprojekt; in intensiven Diskussionen wurde dieses Bauvorhaben des Freistaates so verändert, dass die Spielplatzfläche nicht wie ursprünglich vorgesehen geringfügig verkleinert werden muss. Parallel hat die Stadt Erlangen die langfristige Verlängerung des Ende 2018 auslaufenden Pachtvertrages für das Gelände des Spielplatzes bereits 2014 beantragt, 2015 wurde seitens der Stadt zudem Kaufinteresse bekundet. Aktuell liegt der Stadt aber lediglich ein Angebot vom Freistaat bezüglich einer Verlängerung des Pachtvertrags um ein Jahr vor – begründet wurde dies mit dem möglichen Eigenbedarf. „Die Stadt hält an ihrem Kaufinteresse bzw. an dem Interesse fest, das Gelände des Spielplatzes langfristig zu pachten“, erklärte Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens. Oberbürgermeister Florian Janik hat sich deshalb in der Angelegenheit bereits im Dezember vergangenen Jahres auch an den zuständigen Staatsminister für Bau und Verkehr, Hans Reichart, gewandt: „Der Freistaat steht gegenüber Stadt und Anwohnern im Wort, dass der Spielplatz dauerhaft als Grünfläche gesichert wird. Im Stadtsüden werden gerade viele Wohnungen gebaut, und dieser Spielplatz ist wichtig, um die Lebensqualität im Quartier zu erhalten. Im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes Soziale-Stadt / Gebiet Erlangen-Südost wollen wir deshalb weiter den Spielplatz an der Komotauer Straße generalsanieren und aufwerten.“

In Kürze ist ein Gespräch zwischen Stadt und Freistaat zu dem Thema geplant. Erst wenn die Grundstücksfrage geklärt ist, kann die Stadt tatsächlich mit Ausschreibungen für die Generalsanierung des Spielplatzes und den Bau beginnen.
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