Hilfe für benachteiligte Jugendliche

(Foto: Stefan Schweihofer)

Der Landkreis Forchheim will benachteiligte Jugendliche stärken.

FORCHHEIM (pm/rr) – Seit September 2015 wird im Landkreis Forchheim – vorwiegend im Fördergebiet Forchheim Stadt – das vom Europäischen Sozialfonds, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderte Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier – Perspektive Schulabschluss“ durchgeführt. Mitarbeiter des Projekts werden auch bei der Ausbildungsmesse am 3. März am Stand der Bildungsregion vertreten sein.

Das Programm „JUGEND STÄRKEN im Quartier – Perspektive Schulabschluss“ richtet sich an benachteiligte Jugendliche ab 12 Jahren, die Probleme bei der Erreichung des Schulabschlusses haben oder Unterstützung beim Übergang von der Schule in den Beruf benötigen.

Perspektive für Schulverweigerer

Auch Schüler und Schülerinnen, die Anzeichen eines Ausstiegsverhaltens zeigen bzw. den Schulbesuch verweigern, werden angeleitet, eine Perspektive für Ihre Zukunft zu entwickeln und motiviert, wieder aktiv am Unterricht teil zu nehmen.

Das Projekt wird von iSo e.V. durchgeführt und von der Kommunalen Koordinierungsstelle „JUGEND STÄRKEN im Quartier“ des Landratsamtes Forchheim begleitet. Die Casemanager von iSo e.V. nehmen sich Zeit für die Jugendlichen, erstellen mit ihnen gemeinsam einen Entwicklungsplan, beraten und begleiten sie in der Umsetzung ihrer Ziele. Sie arbeiten dabei eng mit anderen Stellen (z.B. Schulen, Berufsberatung, Jugendamt, Handwerkskammer) zusammen.

Bisher wurden 90 Jugendliche ins Programm aufgenommen, davon 28 aufgrund ihres schulverweigernden Verhaltens. 17 Teilnehmer haben die Teilnahme bisher beendet, 81 Prozent davon konnten in die Schule reintegriert, bzw. in Ausbildung oder in Maßnahmen (z.B. der Arbeitsagentur) vermittelt werden.
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