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Integrationsbeirat ruft zur Teilnahme auf
Demo "Gemeinsam gegen Sozialabbau"

Die Demonstration ist am Samstag, 12. September (11 Uhr), am Centaurenbrunnen vor dem Fürther Hauptbahnhof. (Symbolfoto) | Foto: Grand Warszawski/stock.adobe.com
  • Die Demonstration ist am Samstag, 12. September (11 Uhr), am Centaurenbrunnen vor dem Fürther Hauptbahnhof. (Symbolfoto)
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FÜRTH (pm/ak) – Der Integrationsbeirat der Stadt unterstützt den Aufruf des Bündnisses #unkürzbar Fürth zur Demonstration am Samstag, 12. September, um 11 Uhr am Centaurenbrunnen vor dem Hauptbahnhof. Unter dem Motto „Solidarität statt Sozialabbau“ wenden sich mehr als 20 Organisationen, Gewerkschaften und Parteien gegen die sozialpolitischen Pläne der Bundesregierung, die nach Einschätzung des Bündnisses spürbare Einschnitte im Gesundheits- und Sozialwesen zur Folge hätten.

Der Integrationsbeirat verweist auf Missstände, die bereits heute bestehen. Untersuchungen des Instituts Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen im Auftrag der Hans‑Böckler‑Stiftung sowie des Bundesarbeitsministeriums zeigen, dass zugewanderte Beschäftigte besonders häufig von Arbeitsausbeutung betroffen sind – etwa durch unbezahlte Überstunden, vorenthaltene Löhne oder die Missachtung arbeitsrechtlicher Vorgaben. Statt Schutzrechte wie die tägliche Höchstarbeitszeit weiter zu lockern, brauche es aus Sicht des Beirats eine konsequente Stärkung und Durchsetzung bestehender Regeln.

Die Kritik richtet sich jedoch nicht allein auf die Situation von Menschen mit Migrationsgeschichte. Sozialabbau treffe die gesamte Stadtgesellschaft, heißt es aus dem Gremium. Besonders gefährdet seien ältere Menschen, Familien, Kinder und Jugendliche, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung, Kranke und Personen in prekären Arbeitsverhältnissen. Sie alle seien auf eine verlässliche soziale Infrastruktur angewiesen.

Wie konkret die Auswirkungen sein können, zeigt nach Einschätzung des Bündnisses das Beispiel des Klinikums Fürth. Im Stadtrat war zuletzt von 20 Millionen Euro die Rede, die ab 2027 fehlen werden. Das hätte längere Wartezeiten, Einschränkungen in der Versorgung und fehlende Mittel für notwendige Investitionen zur Folge – mit Auswirkungen sowohl auf Beschäftigte als auch auf Patientinnen und Patienten.

Der Integrationsbeirat unterstützt daher die Forderung, soziale Sicherheit und öffentliche Daseinsvorsorge zu stärken. Gute medizinische Versorgung, bezahlbarer Wohnraum, Bildung, faire Arbeitsbedingungen und gesellschaftliche Teilhabe müssten für alle gewährleistet sein. Soziale Gerechtigkeit entstehe nicht, indem Gruppen gegeneinander ausgespielt würden. Deshalb ruft der Beirat die Fürther Bevölkerung dazu auf, sich an der Demonstration von #unkürzbar Fürth zu beteiligen und ein Zeichen für Solidarität und soziale Gerechtigkeit zu setzen.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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