Grenzen des Wachstums erreicht
Sehr gutes Zeugnis für die Kleeblattstadt
- Einkaufen, Freizeit, Lebensqualität - damit kann Fürth punkten.
- Foto: Nicole Fuchsbauer
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FÜRTH (pm/ak) – Nun liegen die Zahlen zur statistischen Einordnung des abgelaufenen Jahres und seiner Entwicklungen in der Stadt Fürth vor.
Zunächst ist festzustellen, dass die Bevölkerung weiter zunimmt, jedoch nur noch um wenige neue Fürtherinnen und Fürther. Der amtlichen Statistik zufolge zählen wir derzeit 132.300 Bürgerinnen und Bürger. In den Jahren 2014 bis 2016 wuchs die Stadt jeweils um rund 2.000 Menschen. Diese Entwicklung hat sich deutlich abgeschwächt, sodass sich das Wachstum aktuell auf 300 Bürgerinnen und Bürger mehr pro Jahr eingependelt hat.
Dabei ist anzumerken, dass die Zahl der Menschen aus dem EU-Ausland im Jahr 2024 um fast 500 zurückgegangen ist, darunter hauptsächlich Kroaten und Bulgaren. Dagegen wächst die Zahl der ankommenden Menschen aus Afghanistan und Syrien. Hier ist jedoch aufgrund der geplanten Entscheidungen der künftigen Bundesregierung ein Ende der Zunahme dieser Bevölkerungsgruppe anzunehmen.
Im Jahr 2024 sind mehr Fürtherinnen und Fürther gestorben als geboren: Die Zahl der Geburten sank dabei um fast 100 auf 1.075; gestorben sind 1.343 Menschen. Somit gibt es keinen Geburtenüberschuss, die Stadt verliert fast 300 Menschen. Diese Lücke wird jedoch durch den Einwanderungsgewinn von etwa 650 Personen ausgeglichen. Weiterhin ist festzustellen, dass es mehr Zuzüge als Wegzüge gibt. Der Wanderungsgewinn gegenüber der Nachbarstadt Nürnberg liegt immerhin bei 286 Menschen.
2024 hat der Wohnungsbestand erfreulicherweise gegenüber 2023 um 677 Wohnungen zugenommen. Das entspricht einem Anstieg von 1 Prozent - die Bevölkerung ist dagegen nur um 0,3 Prozent gewachsen. Noch immer nimmt die Anzahl der Autos im Stadtgebiet zu: Der Zuwachs von 462 zugelassenen PKW bedeutet ein Plus von 0,6 Prozent und ist folglich stärker gestiegen als die Wohnbevölkerung.
Besonders erfreulich ist die Zunahme der Tourismuszahlen: Neun Prozent mehr Betten, neun Prozent mehr Hotels und etwa zehn Prozent mehr Gäste. Bei den Fürth-Touristen fallen besonders diejenigen mit ausländischem Wohnsitz auf, hier ist sogar eine Steigerung um 20 Prozent zu verzeichnen.
Oberbürgermeister Thomas Jung bewertet die Entwicklung mit den Worten: „So kann es weitergehen. Die Zeiten ungebremsten Wachstums über Jahre hinweg und der damit verbundenen Probleme, wie beispielsweise ausreichend Wohnraum, sind vorbei. Für das laufende Jahr gehe ich davon aus, dass sich die Bevölkerungsentwicklung weiter abschwächt. Allerdings befürchte ich, dass die Geburtenzahlen weiter stagnieren werden. Unser Land braucht wieder mehr Optimismus und Zuversicht, da hoffe ich auf die neue Regierung. Wir in Fürth haben aber bei stabilen Finanzen, stabiler Wirtschaft und stabilen Verhältnissen im Stadtrat viel Anlass zu Optimismus und Zuversicht.“
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