Dany Tollemer beim Soirée Nicoise

Andreas Rüsing und Dany Tollemer beim Soirée Nicoise
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Im großen Saal des Heilig-Geist-Hauses veranstalteten das Amt für Internationale Beziehungen und der Freundeskreis Nürnberg-Nizza den Soirée Nicoise in diesem Jahr am 20. Oktober in Erinnerung an den Vertrag, den im Oktober 1954 der Rat der Städte in Venedig mit 254 Bürgermeistern geschlossen hatte, unterschrieben von Venedig, Brügge, Locarno, Nürnberg und Nizza,  der die Grundlage für die Städtepartnerschaft Nürnberg-Nizza bildete.

Den ersten Teil des Abends gestaltete das Duo Nicolas de Renty (Gesang und Schlagzeug) und Selin Atalay (Gesang und Piano) aus Nizza mit "Brille", dieses französische Wort steht für Strahlen oder Glänzen.  Es beschreibt die Geschichte von Valer, der sein Leben mit Trinken verbringt, aber dann mit "Time to wake up" erwacht. Er singt ganz im Stil eines klassischen Tenors den Figarro und wechselt anschließend ans Schlagzeug mit Beat-Rhythmen. Es gelingt ihm, ein strahlendes Leben zu führen: Die Liebe wurde die wahre Quelle seiner Existenz. Das Publikum honorierte diese gesungene Biographie mit anhaltendem Applaus.

Danach wurde der Jugendaustausch mit Tandem-Sprachkurs vorgestellt. So wird die Städtepartnerschaft mit der jüngeren Generation belebt. In der anschließenden Pause konnte der Stand des Jugendaustausches besucht werden.

Nach der Pause ging zunächst Andreas Rüsing ans Klavier und Dany Tollemer kam wie ein erfrischender Wirbelwind von hinten aus dem Saal. Die aparte Französin, die seit 11 Jahren in Nürnberg lebt, liebt den Kontakt zum Publikum, ist präsent unter den Menschen.
"Je ne veux pas travailler" von Pink Martini war ein gelungener Einstieg. Vorne angekommen, fragte sie zunächst ab, wer des Französischen mächtig ist und wer alles Deutsch versteht. "Wir werden es zweisprachig halten", entschloss sie nach der Abstimmung.
"Formidable" folgte als Hommage an Charles Aznavour, der am 1. Oktober 2018 von uns gegangen ist, und für die vielen großen Sängerinnen und Sänger, die in diesem Jahr gestorben sind. "Wenn man verliebt ist, singt man dieses Lied", erklärte sie.  "La Bohéme" konnte das Publikum mit ausgelegtem Textblatt mitsingen. Es beschreibt die Zeit am Montmatre, die es so nicht mehr gibt, als Künstler und Frauen der Nacht dort lebten.

Sehr lustig wurde es mit "T'as pas tout dit" und der Eigenkomposition "Mazurka", gewidmet der Erinnerung an Danys Freundin Charlotte, die ihr das Tanzen beibrachte. Hier zeigte sie auch ihr tänzerisches Können. "Je veux" versetzte den ganzen Saal in großartige Stimmung. "Allmächt, was singen wir jetzt noch!", fränkelte Dany danach. Sie entschied sich für "Ella, elle l'a" von France Gall. Dany Tollemer ähnelt mit ihrer Erscheinung und ihrem Temperament den großen Chansonetten der 60er Jahre und bringt diese Stimmung herüber. "La chanson de vieux amants" von Jacques Brel verbindet sie mit ihren Erfahrungen als Klinikclown bei kranken Kindern oder auch in der Geriatrie, wo sie ein liebevolles altes Ehepaar besuchte. "Vom Morgenrot bis zur Abenddämmerung liebe ich dich ... am Ende braucht man viel Geschick und Takt um alt zu werden, aber nicht erwachsen."

"Pieds et Mains" verwandelt sie in ein Mitmachlied, bei dem das Publikum abwechselnd rechte und linke Hand hebt. "La vie en rose" von Edith Piaf und die Publikumswünsche "Padam" und "Milord" beschließen das mitreißende Konzert. Als letzte Zugabe gibt sie noch Jacques Brels "Ne me quittez pas" und ruft "Verlasst uns nicht!"

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