A 73 bei Forchheim: Reduzierung des Verkehrslärms bis zu 75 Prozent

Spatenstich zum Lärmschutz an der A-73 in Forchheim an der Lände: Thorsten Glauber (MdL), Reinhard Pirner (Präsident Autobahndirektion Nordbayern), Dorothee Bär (MdB), Staatsminister Joachim Herrmann, Thomas Silberhorn (MdB), Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf, Michael Hofmann (MdL) und der Forchheimer Landrat Herrmann Ulm (v.l.n.r.).
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  • Spatenstich zum Lärmschutz an der A-73 in Forchheim an der Lände: Thorsten Glauber (MdL), Reinhard Pirner (Präsident Autobahndirektion Nordbayern), Dorothee Bär (MdB), Staatsminister Joachim Herrmann, Thomas Silberhorn (MdB), Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf, Michael Hofmann (MdL) und der Forchheimer Landrat Herrmann Ulm (v.l.n.r.).
  • Foto: Roland Rosenbauer
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Fertigstellung 2018 - Rund 43 Millionen Euro Baukosten

REGION (pm/nf) - ,,Verkehrslärm darf nicht die Lebenqualität der betroffenen Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen. Ihn soweit wie möglich zu reduzieren, ist mir daher eine Herzensangelegenheit", hat Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann heute beim Spatenstich für die Lärmschutzoptimierungen auf Grundlage nachträglicher Lärmvorsorge an der A 73 bei Forchheim betont.

Zusammen mit der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär, informierte Herrmann über die geplanten Bauarbeiten an der A 73. Das Lärmschutzkonzept besteht aus insgesamt drei Komponenten. Herrmann: ,,An der Westseite der A 73 errichten unsere Straßenbauer auf einer Länge von 1,7 Kilometern bis zu sieben Meter hohe Lärmschutzwände. An der Ostseite schirmen den Lärm auf rund 3,5 Kilometern bis zu 8,5 Meter hohe Wälle und Wände ab. Zudem wird auf rund 2,4 Kilometern ein lärmmindernder Straßenbelag aufgebracht, der den Lärm zusätzlich um fünf Dezibel verringert." Die drei Baumaßnahmen führen zu einer Geräuschreduzierung, die einem Verkehrsrückgang von bis zu 75 Prozent entspricht. Herrmann: ,,Die rund 43 Millionen Euro sind also hervorragend investiert."

Innerhalb einer Frist von 30 Jahren kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf nachträgliche Anordnung von Schutzauflagen nach den strengen Vorgaben der Lärmvorsorge bestehen, die sonst nur für Neubauvorhaben gelten. In der Regel werde den Anwohnern bei bestehenden Autobahnen im Unterschied zu Neubauten eine deutlich höhere Lärmbelastung vom Bund zugemutet. Dem Bayerischen Verkehrsminister ist es deshalb ein besonderes Anliegen, die Lärmschutzmöglichkeiten weiter zu verbessern. Herrmann: ,,Auf meine Initiative hin ist es gelungen, die vom Bund angesetzten Grenzwerte um drei Dezibel abzusenken. Das entspricht akustisch der Halbierung der Verkehrsmenge."

In einem ersten Bauabschnitt werden auf der Westseite bis November 2016 die Lärmschutzwände errichtet. Nächstes Jahr folgen die Lärmschutzwände auf der Ostseite sowie die lärmmindernde Fahrbahnoberfläche in Richtung Bamberg. 2018 wird die lärmmindernde Fahrbahnoberfläche in Richtung Erlangen realisiert.

Die A 73 ist eine wichtige Verkehrsachse zwischen Thüringen und Mittelfranken. Bei Forchheim sind täglich rund 48.000 Fahrzeuge auf ihr unterwegs. Das entspricht etwa dreimal so viel, wie bei ihrer Fertigstellung im Jahr 1980 prognostiziert wurden.

Spatenstich zum Lärmschutz an der A-73 in Forchheim an der Lände: Thorsten Glauber (MdL), Reinhard Pirner (Präsident Autobahndirektion Nordbayern), Dorothee Bär (MdB), Staatsminister Joachim Herrmann, Thomas Silberhorn (MdB), Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf, Michael Hofmann (MdL) und der Forchheimer Landrat Herrmann Ulm (v.l.n.r.).
Baubeginn für nachträgliche Lärmvorsorge an der A 73 bei Forchheim.
Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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