Auszählung abgeschlossen
Bürgerentscheid: Kreuzungsfreier Frankenschnellweg kommt!
- Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König verfolgt die Auszählung der Stimmen.
- Foto: Jürgen Friedrich
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NÜRNBERG (pm/nf) – Bei dem Bürgerentscheid zum kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs hat am heutigen Sonntag, 28. Juni 2026, eine Mehrheit für die geplanten Maßnahmen gestimmt.
In Summe votierten 53,1 Prozent eindeutig für den Ausbau des Frankenschnellwegs in seiner geplanten Form. 152 623 Stimmberechtigte haben sich an dieser Abstimmung beteiligt, 40,3 Prozent der stimmberechtigten Nürnbergerinnen und Nürnberger. Die große Mehrheit hat ihre Stimme per Briefwahl abgegeben (89 Prozent), nur 11 Prozent haben an diesem heißen Sonntag den Weg in ein Wahllokal gefunden.Oberbürgermeister Marcus König verfolgte mit der Stadtspitze das Ergebnis im Presseclub Nürnberg..
- Vorläufiges Endergebnis.
- Foto: Stadt Nürnberg
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Damit steht fest: Die bisherigen Pläne für einen kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs inklusive Tunnel werden weiter verfolgt. Der Bürgerentscheid ist für ein Jahr bindend und kommt einem Stadtratsentscheid gleich.
- Gute Stimmung beim Warten auf das Ergebnis des Bürgerbegehrens: Oberbürgermeister Marcus König, 2. Bürgermeistr (links), Andreas Krieglstein (2. v.l.) und 3. Bürgermeister Nasser Ahmed (r.).
- Foto: Jürgen Friedrich
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„Nach über 30 Jahren, zahlreichen politischen Beschlüssen und einigen Gerichtsentscheidungen hat nun auch die Mehrheit der Nürnbergerinnen und Nürnberger entschieden: der kreuzungsfreie Frankenschnellweg soll kommen“, sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König noch am Abend. „Ich freue mich sehr über dieses klare Votum. Nachdem politisch und juristisch der Weg längst vorgezeichnet war, gibt es nun auch ein eindeutiges Bürger-Votum. Jetzt müssen auch die Gegner endgültig akzeptieren, dass die Bevölkerung einen Ausbau und keine weiteren Verzögerungen mehr möchte.“ Das, so OB König, sei ein unmissverständlicher Auftrag an die Stadtverwaltung, mit dem Ausbau zu starten und damit für mehr Lärmschutz, besseren Verkehrsfluss und eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität entlang der Ausbauroute zu sorgen.
- Stadtrat Michael Ziegler (SPD, l.) und 3. Bürgermeister Nasser Ahmed (SPD).
- Foto: Jürgen Friedrich
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Der für Verkehr zuständige 2. Bürgermeister und Erster Werkleiter des mit dem Projekt befassten Servicebetriebs Öffentlicher Raum (Sör) Andreas Krieglstein bewertet den Ausgang wie folgt: „Mit dem Votum ist der Auftrag eindeutig: Nun gilt es, in die Umsetzung zu gehen. Unser Ziel ist es, bestehende Probleme nachhaltig zu lösen, dabei starten wir nun mit dem Abschnitt West. Der Frankenschnellweg ist weit mehr als eine Straße. Mit dem kreuzungsfreien Ausbau schaffen wir die Grundlage für eine zukunftsorientierte und lebenswerte Stadtgestaltung.“
Ministerpräsident Markus Söder: "Ja zum Ausbau des Frankenschnellweges. Der Bürgerentscheid hat endlich Klarheit gebracht....Es ist ein Votum für bessere Mobilität, weniger Stau und mehr Lebensqualität. Jetzt gilt: zügig umsetzen...Der Freistaat hält Wort und steht zu seinen finanziellen Zusagen. Herzlichen Dank allen Bürerinnen und Bürgern, die sich an der Abstimmung beteiligt haben."
Vorläufige Ergebnisse - Auszählung fast abgeschlossen
- Foto: Stadt Nürnberg
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Die Nürnberger Stadtratsmehrheit von CSU und SPD hat auf die Gefahr eines jahrelangen Stillstands im Falle eines Baustopps für den Frankenschnellweg hingewiesen - das ist die innerstädtische Verlängerung der Autobahn 73 in Nürnberg. Jede denkbare Alternative würde mindestens ein Jahrzehnt an Vorlauf brauchen, sagte Nürnbergers Verkehrsbürgermeister Andreas Kriegelstein (CSU).
- Blick auf die A73 stadteinwärts Richtung Nürnberg kurz vor einer Ampelkreuzung.
- Foto: Daniel Karmann/dpa
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Ausbau wird seit Jahren verzögert
Der Ausbau des stauanfälligen Frankenschnellwegs in Nürnberg sorgt seit vielen Jahren für Streit in der Stadt. Die Stadt möchte die Verkehrsachse kreuzungsfrei ausbauen. Kernstück ist ein 1,8 Kilometer langer Tunnel für den Durchgangsverkehr. Außerdem sind weitere Lärmschutzwände geplant und im Westen eine dritte Spur.
Die Gegner halten das Bauprojekt dagegen für zu teuer und für zu kurz gedacht. Aus ihrer Sicht wird es das Stauproblem nicht lösen, sondern noch mehr Verkehr - vor allem Lastwagen - auf die Strecke ziehen.
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