Brillentrends 2014 – Bekenntnis zur Natürlichkeit

Trend: Hornbrillen.
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Angesagt sind natürliche oder ungewöhnliche Materialien sowie innovative Verarbeitung bei minimalem Gewicht

NÜRNBERG (pm/nf) - Design dient immer auch dem Ausdruck von Zeitgeist. Selbst wenn der Großteil der Fassungen nicht „100% öko“ ist, spiegelt sich der Trend zur Nachhaltigkeit im steigenden Anteil von Natur-, naturnahen Materialien und -Optiken wieder. So bestimmen Celluloseacetate weite Teile der Kollektionen. Für Querdenker gilt: aus alt mach neu! Neben Horn, Holz, Bambus oder Stein fallen Papier- und baumwollbeschichtete Fassungen sowie ungewöhnliche Materialkombinationen ins Auge. Gläser der neuen Generation sorgen für Leichtigkeit.

Nach den auffallend farbigen Fassungen der vergangenen Jahre ist der Trend zur Natürlichkeit nicht mehr zu übersehen. Oberflächen in Horn-, Holz-, oder Steinoptik, matt, schimmernd oder hochglanzpoliert, bestechen durch fließende Farbübergänge und organisch-gewachsene Strukturen.

In diesem Jahr scheint kaum eine Kollektion um Acetat herum zu kommen. Das leichte, sehr angenehm zu tragende Material wird vorzugsweise aus Baumwoll- oder Holzzellulose hergestellt und ermöglicht sogar ein Vintage-Finish in Horn- oder Schildpattoptik. Die Formen bleiben groß. Allerdings werden die Linien schmal und elegant. Auffällig ist die Interpretation der Metall-Pilotenbrille auf Acetatbasis. Dabei sind doppelte Nasenstege oder Brücken üblich, welche die obere Brillenkontur zu einer Geraden verschmelzen lassen.

Nicht zu übersehen ist zudem der steigende Anteil an sehr leichten Naturfassungen, die aus Holz, Horn, Bambus, Leder oder sogar Haaren gefertigt werden. Das Design reicht von holzschnittartigen Silhouetten bis hin zu fließenden, plastischen Modellen. Das Besondere an allen Naturmaterialien: Handwerkliche Leistung, Maserungen, die charakteristischen Eigenschaften des Materials und spannende Kombinationen etwa mit Karbon, Seide oder Stein machen jede Brille zu einem wertvollen Unikat.

Vordenker kreieren 2014 aus recyceltem Material individuelle und ausdrucksstarke Fassungen. Dabei wird z.B. ein Edelstahlkern mit Vintage-Baumwollstoff ummantelt oder Papier mit Holzkleber zu Brillen verarbeitet. Wer jetzt an Wegwerfprodukte denkt, liegt falsch: Auch diese Brillen sind leicht und robust.

Bei allen Strömungswechseln hält der Trend zu immer leichteren und dünneren Hightech-Brillengläsern an. 93 Prozent der im Jahr 2013 in Deutschland verkauften Gläser waren aus Kunststoff, rund 80 Prozent waren entspiegelt. Der Natur entlehnte, innovative Beschichtungen oder Antireflex-Entspiegelungen sorgen für entspannte Augen. Bei Gläsern geht der Trend hin zu neuen Verfahren, die jeden Punkt des Auges exakt berechnen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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