Energie Campus Nürnberg als Vorzeigeprojekt in Bayern geht in die zweite Förderphase

Staffelstabübergabe am EnergieCampus Nürnberg (v.l.): Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Prof. Wolfgang Arlt (EnCN), Prof. Veronika Grimm (EnCN), Staatssekretär Bernd Sibler.
  • Staffelstabübergabe am EnergieCampus Nürnberg (v.l.): Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Prof. Wolfgang Arlt (EnCN), Prof. Veronika Grimm (EnCN), Staatssekretär Bernd Sibler.
  • Foto: Kurt Fuchs/EnCN
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NÜRNBERG (pm/nf) - Die Bayerische Staatsregierung unterstützt die interdisziplinäre und institutionsübergreifende Forschung des Energie Campus Nürnberg, um zukunftsorientierte Technologien und Produkte für die Energiewende schneller in den Markt zu bringen.

Der Energie Campus Nürnberg (EnCN) hat es geschafft. Nach erfolgreicher erster Förderphase finanziert die Bayerische Staatsregierung den EnCN auch in einer zweiten Periode bis 2021 mit rund 26 Mio. Euro. Der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Franz Josef Pschierer, betont: „Die Energiewende ist eine der zentralen Herausforderungen für Bayern, Deutschland und Europa. Diese komplexe Aufgabe kann nur gelingen, wenn innovative Technologien und Produkte zügig auf den Markt gebracht werden. Dafür bedarf es jedoch verschiedenster Disziplinen und Forschungseinrichtungen. Mit dem Energie Campus Nürnberg haben wir eine Forschungsgemeinschaft geschaffen, die die Zusammenarbeit aller relevanten Partner unter einem Dach bündelt. Durch den Austausch von Kompetenzen können noch schneller intelligente Lösungen entwickelt werden. Diese Erfolgsgeschichte setzen wir fort.“ Die Energieforschung entlang der gesamten Energiekette - von der Energiegewinnung über Transport und Speicherung bis hin zur effizienten Energienutzung - verfolgt der EnCN weiter.

Die sechs Gründungspartner - Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, die Fraunhofer-Institute für Integrierte Schaltungen IIS, Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie IISB, Bauphysik IBP und das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung - bleiben an Bord und werden zusätzlich durch die Hochschule Ansbach mit dem Thema „Industrielle Energieeffizienz“ ergänzt. Bernd Sibler, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, unterstreicht: „Der EnCN hat in der kurzen Zeit seines Bestehens sowohl in der wissenschaftlichen Spitze als auch in der thematischen Breite bereits sehr beachtliche Erfolge erzielt und sich zu einem herausragenden Standort für Energieforschung in Bayern entwickelt. Um diese Erfolge zu sichern und die engagierte Aufbauarbeit weiter zu unterstützen, fördert die Bayerische Staatsregierung den Energie Campus Nürnberg für weitere fünf Jahre mit rund 26 Millionen Euro.“ Mit einem langfristigen Mietvertrag „Auf AEG“ hat der EnCN auch Planungssicherheit in seinen Räumlichkeiten.

In der zweiten Förderphase kommt es zum Wechsel an der Spitze der Wissenschaftlichen Leitung. Prof. Dr. Wolfgang Arlt, Lehrstuhlinhaber für Thermische Verfahrenstechnik an der FAU und Gründungsvater des EnCN, übergab seinen Staffelstab zum 1. Mai 2017 an seine Kollegin Prof. Dr. Veronika Grimm, Lehrstuhlinhaberin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wirtschaftstheorie an der FAU. Veronika Grimm hat in der ersten Phase des EnCN bereits mit ihren Arbeiten zur Strommarktmodellierung und zu Investitionsanreizen im Energiemarkt zur regionalen und überregionalen Sichtbarkeit des EnCN beigetragen. In den vergangenen Jahren wurde sie in verschiedene namhafte Gremien und Positionen berufen, zum Beispiel in die hochrangig besetzte Expertenkommission des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur “Stärkung von Investitionen in Deutschland“. „Der Energie Campus Nürnberg hat, als eine der wenigen interdisziplinär arbeitenden Energieforschungseinrichtungen, ein hervorragendes Standing. Ich freue mich auf die Aufgabe, den Vorsitz der Wissenschaftlichen Leitung zu übernehmen und mit meinen Kollegen die Zukunft des EnCN zu gestalten“, erläutert Veronika Grimm.

Einen erheblichen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des EnCN hatte Wolfgang Arlt. Er erkannte frühzeitig die Chancen und Potentiale für eine Energieforschungskooperation in der Metropolregion Nürnberg und holte die notwendigen Partner an Bord. Nicht zuletzt durch sein Engagement konnte so eine beachtliche nationale und internationale Sichtbarkeit erzeugt werden. Zurecht zufrieden blickt Wolfgang Arlt auf das Erreichte: „Es war ein jahrelanger Prozess mit viel Überzeugungsarbeit, bis es zur Gründung des EnCN kam. Umso mehr bin ich stolz, dass das von uns ausgedachte und zum damaligen Zeitpunkt in Deutschland einzigartige wissenschaftliche Konzept bereits viele Früchte trägt. Jetzt ist der EnCN das Vorzeigeprojekt für institutionsübergreifende Energieforschung und weit über bayerische Grenzen hinaus bekannt.“
Innerhalb der ersten 5-jährigen Förderperiode (2011-2016) hat der EnCN sämtliche Ziele erreicht. Die Hauptaufgabe, Energieforschung in der Region zu bündeln und zu vernetzen und damit die Energiewende aktiv mitzugestalten, wurde dabei sehr erfolgreich umgesetzt. So konnten in der ersten Förderphase 44 Mio. Euro an Drittmitteln eingeworben werden – eine sehr beachtliche Bilanz. Durch verschiedene Leuchtturmprojekte, wie die Solarfabrik der Zukunft, die Beteiligung im Stromspeicherprojekt SWARM sowie mit der Errichtung von Energiespeicherhäusern auf der HerzoBase sind einige der erfolgreichen Entwicklungen auch für die Öffentlichkeit sichtbar.
Die Forscher sind hochmotiviert, den EnCN weiter voranzubringen und als festen Forschungspartner für Unternehmen zu etablieren. Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, betont die Bedeutung für die Region: „Der EnCN hat sich zum Leuchtturmprojekt der Energieforschung im Herzen der Metropolregion Nürnberg entwickelt. Ich freue mich, dass mit der aktuellen Förderzusage eine hervorragende Perspektive für die weitere Zusammenarbeit mit Unternehmen in der Region eröffnet wird.“

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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