Erhebliche Schäden festgestellt
Frankenschnellwegbrücke muss bis zum Abbruch gesperrt bleiben

Die Frankenschnellwegbrücke bleibt bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt. Verkehrsteilnehmer auf dem Frankenschnellweg können die Sperrung über die Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost umfahren. Sör erarbeitet zur Zeit - unter Mithilfe des Verkehrsplanungsamts - ein Konzept, wie der Verkehr im Umfeld der Hafenbrücken spürbar entlastet werden kann. 
 | Foto: Moritz Utili, Studio Höhn / Stadt Nürnberg
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NÜRNBERG (pm/nf) - Nach einer Brückenprüfung hat der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) die Frankenschnellwegbrücke über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente am Kreuz Nürnberg-Hafen am Mittwoch, 18. März 2026, für den Verkehr gesperrt. Nun liegt das endgültige Prüfergebnis vor. Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss die Frankenschnellwegbrücke bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt bleiben. Sie kann nicht mehr befahren werden.

Verkehrsteilnehmer auf dem Frankenschnellweg können die Sperrung über die Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost umfahren. Sör erarbeitet zur Zeit – unter Mithilfe des Verkehrsplanungsamts – ein Konzept, wie der Verkehr im Umfeld der Hafenbrücken spürbar entlastet werden kann.

Der Neubau der Brücke läuft bereits seit Ende 2024. Der Abbruch des nördlichen Brückenteils wurde im Sommer 2025 abgeschlossen. Die Fertigstellung dieses ersten neuen Brückenteils ist für August 2027 vorgesehen. Danach kann dieser Teil für den Verkehr freigegeben werden. Im Anschluss folgen der Abbruch und Neubau der zweiten Brückenhälfte.

Die Frankenschnellwegbrücke bleibt aus Gründen der Verkehrssicherheit bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt. Die bereits im Bau befindliche neue Brücke (rechts im Bild) wird im August 2027 fertiggestellt. 

 | Foto: Moritz Utili, Studio Höhn / Stadt Nürnber
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Deutliche Verschärfung des Schadensbilds

Im Vergleich zur zuletzt durchgeführten Sonderprüfung im August 2025 wurden erhebliche neue Schäden festgestellt. In der Feldmitte an der Unterseite der Plattenbalken zeigten sich eine deutliche Zunahme von Kiesnestern und Hohlstellen sowie freiliegende und teilweise verbundlose Hüllrohre der Spannglieder. Zudem wurde festgestellt, dass der Verbund zwischen Spannstahl und umgebendem Beton stellenweise fehlt. Mehrere Betonabschnitte ließen sich durch Abklopfen sehr leicht mechanisch lösen. Darüber hinaus wurde in der Feldmitte ein Durchhang mit optisch erkennbarer Absenkung festgestellt.

Auch an den Stützen wurden neue Schäden sichtbar. Dort traten Querrisse im unteren Bereich der Platte auf, die auf eine Durchbiegung hindeuten. Zudem wurde ein Riss im Fahrbahnbelag quer zur Fahrtrichtung festgestellt. Nach dem Abtrag von Asphaltbelag und Abdichtung am Donnerstag, 19. März 2026, bestätigte sich, dass dieser Riss auch in der Betonplatte weiter verläuft.

Innerhalb der vergangenen sechs Monate haben die Schäden massiv zugenommen. Der Schädigungsverlauf hat sich im Vergleich zum bisherigen Zustand deutlich beschleunigt. Das Ergebnis der Prüfung ist eindeutig: Die Standsicherheit der Brücke ist unter Verkehr nicht mehr gegeben. Die unverzügliche Sperrung für den Verkehr über die Brücke war notwendig. Die Kanalschifffahrt und der Verkehr auf der Südwesttangente sind von der Sperrung nicht beeinflusst.

Der festgestellte Riss an den Stützen bestätigt zudem die bereits in einem Gutachten aus dem Jahr 2012 prognostizierte Schadensentwicklung.

Christoph Miller, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Brückenexperte bei Sör, erläutert: „Die Schäden haben sich in den vergangenen Monaten deutlich schneller entwickelt als zuvor. Bei der aktuellen Prüfung haben wir Hinweise festgestellt, dass die Tragstruktur der Brücke erheblich geschwächt ist. Aus ingenieurfachlicher Sicht war die sofortige Sperrung daher konsequent und notwendig.“

Sicherheit hat oberste Priorität

Marco Daume, Technischer Sör-Werkleiter, sagt: „Das vorliegende Prüfergebnis ist eindeutig: Die Standsicherheit der Brücke ist unter Verkehr nicht mehr gegeben. In einer solchen Situation gibt es für uns keine Abwägung zulasten der Sicherheit. Die Sperrung war deshalb zwingend und unverzüglich erforderlich. Sicherheit hat oberste Priorität – für alle Verkehrsteilnehmenden ebenso wie für die Menschen, die an und unter der Brücke arbeiten.“

Die Frankenschnellwegbrücke ist Teil der Hafenbrücken aus den 1970er-Jahren, die aufgrund ihres Alters und Zustands schrittweise durch Neubauten ersetzt werden.

Kristina Kellenberger, Sör-Projektleiterin, sagt: „Uns ist bewusst, dass die Sperrung für viele Menschen spürbare Folgen im Alltag hat. Der Verkehr wird sich auf die umliegenden Strecken verlagern, damit sind auch längere Fahrzeiten und Staus verbunden. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig es ist, dass der Ersatzneubau bereits läuft. Wir setzen alles daran, die nächsten Bauphasen so verlässlich wie möglich umzusetzen.“

Die Frankenschnellwegbrücke bleibt bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt. Verkehrsteilnehmer auf dem Frankenschnellweg können die Sperrung über die Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost umfahren. Sör erarbeitet zur Zeit - unter Mithilfe des Verkehrsplanungsamts - ein Konzept, wie der Verkehr im Umfeld der Hafenbrücken spürbar entlastet werden kann. 
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Die Frankenschnellwegbrücke bleibt aus Gründen der Verkehrssicherheit bis zu ihrem Abbruch vollständig gesperrt. Die bereits im Bau befindliche neue Brücke (rechts im Bild) wird im August 2027 fertiggestellt. 

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Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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