So schützen Sie sich am besten vor EHEC

NÜRNBERG - In den letzten Wochen sind in Deutschland mehrere hundert Personen an blutigem Durchfall erkrankt, ausgelöst durch eine Infektion über EHEC-Bakterien (Enterohämorrhagische Escherichia coli). Auch in Nürnberg sind bereits drei Fälle bekannt. Der MarktSPiegel richtet deshalb am Freitag, den 3. Juni 2011 ein Expertentelefon zum Thema ein.

Das LGL (Landesamt für Gesundheit und Ernährung) hat mit Stand 28.05.2011 (17:30 Uhr) folgende HUS-Zahlen für Bayern gemeldet: 8 bestätigte HUS-Fälle, drei HUSVerdachtsfälle und 15 weitere EHEC-Fälle ohne HUS-Symptomatik. Aktuell sind in Nürnberg drei Fälle von EHEC bekannt. Alle Infektionen wurden aber in Norddeutschland erworben, sodass bisher in der Region keine Ansteckungsquellen vermutet werden. Dem Robert Koch-Institut wurden bis zum 29.Mai 2011, 15 Uhr gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) 329 Fälle mit hämolytisch- urämischem Syndrom (HUS) übermittelt. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt oral über den Kot von Nutztieren und damit kontaminierten Lebensmitteln oder Wasser; eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch über eine Schmierinfektion ist möglich. Die Infektionsquelle im Hinblick auf das derzeitige Geschehen ist noch nicht bekannt, nach der ersten Einschätzung des RKI gibt es bisher keinen Hinweis, dass rohes Fleisch oder Rohmilch eine Rolle spielen, sondern der Verdacht konzentriert sich auf mangelhaft gereinigtes Obst, Gemüse oder Salat (Gurken aus Spanien sind im Verdacht).

Forscher sind dem EHEC-Erregerstamm auf der Spur. Foto: ddp

Das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg empfiehlt:

-Konsequente Hände- und Küchenhygiene bei der Zubereitung von Speisen (Händewaschen und gründliches Reinigen von Brettern und Messern)

-Gründliches Abwaschen von pflanzlichen Lebensmitteln vor dem rohen Verzehr

-Lagerung tierischer Lebensmittel im Kühlschrank

-Kein Verzehr von Rohmilch und ausreichende Erhitzung (mindestens 70 Grad Celsius für zehn Minuten) bei der Zubereitung von Fleischprodukten

Bei Durchfallerkrankungen ist strikte Händehygiene zu beachten, um insbesondere Kleinkinder und immungeschwächte Personen nicht zu gefährden. Personen, bei denen starker, blutiger Durchfall auftritt, sollten unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Für alle Fragen rund um das Thema EHEC hat der MarktSpiegel am Freitag, den 03. Juni 2011 ein Expertentelefon eingerichtet. Zu dieser zeit erreichen Sie Dr. med. Michael Hubmann und Dr. med. Christian Seuß unter der Telefonnummer 0911 - 399 08 15.

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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