Stabwechsel im Polizeipräsidium Mittelfranken: Johann Rast geht in den ,,Unruhestand"

Mittelfränkischer Stabwechsel im Historischen Rathaussaal (v.l.): Polizeivizepräsident Adolf Blöchl, neuer Polizeipräsident Roman Fertinger, der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der bisherige Polizeipräsident Johann Rast.
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  • Mittelfränkischer Stabwechsel im Historischen Rathaussaal (v.l.): Polizeivizepräsident Adolf Blöchl, neuer Polizeipräsident Roman Fertinger, der bayerische Innenminister Joachim Herrmann und der bisherige Polizeipräsident Johann Rast.
  • Foto: Arthur Kreklau
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (nf) - Führungswechsel im Polizeipräsidium Mittelfranken: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verabschiedete gestern im Historischen Rathaussaal vor rund 300 Gästen (u.a. aus Polizei, Politik, Gericht, Kirchen, Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Bundeswehr, US-Armee, Gewerkschaft u.v.m.) Polizeipräsident Johann Rast in den Ruhestand und führte Roman Fertinger als neuen Polizeipräsidenten ins Amt ein - Adolf Blöchl wird neuer mittelfränkischer Polizeivizepräsident. 

Der beliebte Polizeipräsident Johann Rast hat sich nun nach insgesamt mehr als 33 Dienstjahren bei der Bayerischen Polizei offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Neuer Polizeipräsident wird zum 1. Juli 2018 der mittelfränkische Polizeivizepräsident Roman Fertinger. Der bisherige Polizeivizepräsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, Adolf Blöchl, folgt Fertinger als neuer mittelfränkischer Polizeivizepräsident. 

Wie Herrmann erklärte, hat Polizeipräsident Rast die mittelfränkische Polizei knapp siebeneinhalb Jahre lang vorbildlich geführt und sich durch seine hervorragenden Leistungen allseits große Anerkennung erworben. Das Polizeipräsidium stehe ausgezeichnet da. ,,Das zeigen nicht zuletzt die sehr guten Eckdaten der Polizeilichen Kriminalstatistik", lobte der Innenminister. Rast habe es in seiner Amtszeit geschafft, die Kriminalitätsbelastung um mehr als sechs Prozent auf unter 5.000 Straftaten pro 100.000 Einwohner in 2017 zu senken und gleichzeitig die Aufklärungsquote um mehr als drei Prozentpunkte auf exzellente 67,1 Prozent zu steigern. Herrmann verwies auch auf eine Reihe schwieriger Einsatzlagen, die Rast mit Bravour zu bewältigen hatte, beispielsweise den Terroranschlag in Ansbach im Sommer 2016. ,,Ich habe mich immer 100-prozentig auf Sie verlassen können", hob der Minister hervor. ,,Trotz Ihrer hohen Belastung waren Sie ein sehr menschlicher und für alle Anliegen der Kolleginnen und Kollegen offener Präsident." Herrmann dankte Rast im Namen der gesamten Bayerischen Staatsregierung für seinen großartigen Einsatz für mehr Sicherheit in Bayern. Der begeisterte Musiker (u.a. Polizeichor Nürnberg) Johann Rast sagte schmunzelnd, ,,er sei froh, dass er in all den Jahren nie ernsthaft krank war. Dafür danke ich dem Herrgott und meiner Frau!" Ein bißchen sei er traurig, dass die spannende Zeit seines Lebens so schnell verging: ,,Langweilig war es nie", erzählt er, das Familienleben kam oft zu kurz. Doch Rast genoss die volle Unterstützung seiner Frau Angelika: ,,Mein lieber Hans, Dienst geht vor". Bewegend: der tosende Applaus nach seiner Abschlussrede. 

Nun übernimmt Roman Fertinger. Er und Rast kennen sich seit über 20 Jahren. OB Maly freut sich auf den ,,Neuen", der ja weder in Nürnberg noch Fürth ein Unbekannter ist: ,,Der Mann ist Hobbykoch mit einer Vorliebe für die italienische Küche – das kann kein schlechter Mensch sein!" und auf gut fränkisch ,,Mir seeng si – hoffendlich ned so oft". Vorher hatte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly eine Skulptur zum Abschied an Hans Rast übergeben. Weil Innenmninister Joachim Herrmann einen bayerischen Löwen überbracht hat, so Maly, habe er auch zum Porzellan gegriffen. ,,Unsere Figur ist etwas größer...das ist aber reiner Zufall. Die Nürnberger Figur soll halt das Wuchtige der Burg symbolisieren."

Herrmann selbst ist froh, dass mit Roman Fertinger als neuer mittelfränkischer Polizeipräsident ein nahtloser Übergang an der Führungsspitze des Präsidiums gewährleistet ist. Er bezeichnete Fertinger als eine ,,ausgesprochen innovative und ideenreiche Führungskraft mit strategischem Weitblick". Fertingers Fachkompetenz werde hoch geschätzt. ,,Roman Fertinger ist für das verantwortungsvolle Amt des Polizeipräsidenten bestens geeignet", fasste Herrmann zusammen. Das habe er zuletzt in seinen mehr als sechs Jahren als mittelfränkischer Polizeivizepräsident deutlich unter Beweis gestellt. Er könne auf einen enormen Erfahrungsschatz in allen Hierarchieebenen zurückgreifen. Fertinger habe unter anderem als Streifenpolizist, Sachbearbeiter beim Landeskriminalamt, Dienstgruppenleiter und Dienststellenleiter sowie in verschiedensten Funktionen im Führungsstab des Polizeipräsidiums gearbeitet. Der beachtliche Werdegang von Roman Fertinger sei auch ein eindrucksvolles Beispiel für die einmaligen Aufstiegschancen bei der Bayerischen Polizei, so Herrmann.

Zu Adolf Blöchl als neuen mittelfränkischen Polizeivizepräsidenten sagte der Innenminister: ,,Sie sind ein ausgefuchster Einsatzspezialist und damit bestens gerüstet für das neue Amt." Das habe Blöchl nicht zuletzt seit März 2017 als unterfränkischer Polizeivizepräsident bewiesen. ,,Polizeivizepräsident Blöchl ist ein Mann der Praxis und der Tat, der stets gut vorbereitet ist und sich der Verantwortung stellt", erklärte Herrmann. Blöchl agiere besonnen und überlegt und sei gleichzeitig auch sehr führungsstark. Auch aufgrund seiner aufgeschlossenen menschlichen Art werde Blöchl hochgeschätzt.

Das Polizeipräsidium Mittelfranken ist mit rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Sicherheit von rund 1,7 Millionen Bürgerinnen und Bürgern auf einer Fläche von mehr als 7.000 Quadratkilometern zuständig.

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