Brandschutzsanierung
Stadt sichert historischen Tiergärtnertorturm
- Der Tiergärtnertorturms, Beim Tiergärtnertor 4.
- Foto: Stadt Nürnberg/Hochbauamt
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
NÜRNBERG (pm/nf) Das Hochbauamt der Stadt Nürnberg führt eine umfassende Brandschutzsanierung des Tiergärtnertorturms, Beim Tiergärtnertor 4, durch. Diese soll die sichere und langfristige Nutzung des historischen Bauwerks gewährleisten.
Auch dessen Funktion als Ort des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens soll erhalten bleiben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 300 000 Euro. Der Baubeginn ist für Anfang August 2026 vorgesehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis in das erste Quartal 2027 andauern.
„Der Tiergärtnertorturm ist ein Stück Nürnberger Geschichte und zugleich ein lebendiger Ort des kulturellen Miteinanders. Mit der Brandschutzsanierung erhalten wir wertvolle historische Bausubstanz, schaffen Sicherheit und ermöglichen der Künstlerklause wieder mehr Nutzungsperspektiven. Das zeigt: Denkmalschutz und zeitgemäße Anforderungen lassen sich verbinden, wenn man sorgfältig plant und gemeinsam Lösungen findet“, so Nürnbergs Bürgermeister für Wohnen, Bauen, Stadtentwicklung und die Feuerwehr, Dr. Nasser Ahmed
Der mittelalterliche Stadtmauerturm konnten in den vergangenen Jahren aufgrund brandschutzrechtlicher Anforderungen nur sehr eingeschränkt vom Verein Künstlerklause Nürnberg e. V. genutzt werden. Insbesondere fehlten ein ausreichender zweiter Rettungsweg sowie notwendige Brandabschnitte innerhalb des Gebäudes. Das neue Brandschutzkonzept wird nun sowohl den Anforderungen des modernen Baurechts als auch den Belangen des Denkmalschutzes gerecht. Künftig können nicht nur zwei Geschosse von der Künstlerklause genutzt werden, sondern auch die beiden obersten Geschosse des Turms wieder in Betrieb genommen werden.
Mit der Sanierung entstehen in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege sogenannte horizontale Brandabschnitte. Ziel ist es, die wertvolle mittelalterliche Bausubstanz bestmöglich zu erhalten und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Zentral sind unter anderem der Einbau einer modernen Brandmeldeanlage sowie die Schaffung eines zweiten Rettungswegs. Dieser wird über ein neues Fluchtfenster sichergestellt, das im Ernstfall eine Rettung durch die Feuerwehr mittels einer Drehleiter ermöglicht. Während der Bauarbeiten muss die Künstlerklause Nürnberg e. V. den Turm vorübergehend verlassen. Danach kann der Verein dort sein aktives Vereinsleben fortführen.
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