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Apotheken beraten zum Medikationsplan

V.l. Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Nürnberg, Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen  Apothekerverbandes (BAV) und Dr. Sonja Wunder, AOK-Beratungsapothekerin, gaben gemeinsam den Startschuss für die Initiative „Arzneimittel sicher einnehmen“ mit dem Schwerpunktthema 2017 „Medikationsplan“.
  • V.l. Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Nürnberg, Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV) und Dr. Sonja Wunder, AOK-Beratungsapothekerin, gaben gemeinsam den Startschuss für die Initiative „Arzneimittel sicher einnehmen“ mit dem Schwerpunktthema 2017 „Medikationsplan“.
  • hochgeladen von Anna Schabesberger

AOK-Informationskampagne „Arzneimittel sicher einnehmen“ startet

Im achten Jahr in Folge initiiert die AOK in Mittelfranken gemeinsam mit dem Bayerischen Apothekerverband (BAV) die Informationskampagne „Arzneimittel sicher einnehmen“. 2017 liegt der Beratungsschwerpunkt der Apotheken auf dem Thema „Medikationsplan“. Seit Oktober vergangenen Jahres haben gesetzlich Versicherte, die dauerhaft mehr als drei Medikamente einnehmen, Anspruch darauf. „Vom 1. Juni bis zum 31. Juli 2017 sind AOK-Versicherte eingeladen, ihre verabreichten Arzneimittel auf Wechselwirkung untersuchen und sich individuell zum Thema Medikationsplan beraten zu lassen“, erklärt Christine Brummer, Pressesprecherin der AOK in Nürnberg. „Insgesamt 251 mittelfränkische Apotheken beteiligen sich dieses Jahr an der Beratungsoffensive.“

Arzneimitteltherapie verbessern

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit der Einführung des Medikationsplans einen wichtigen Baustein in der Therapiesicherheit auf den Weg gebracht. „Wer viele Krankheiten hat, geht zu verschiedenen Fachärzten. Jeder Arzt verschreibt Medikamente gemäß den ärztlichen Leitlinien, aber in Summe sind es dann oft zu viele. Als Apotheker ist es unser Auftrag, die Arzneimittelversorgung unserer Patienten zu verbessern und Wechselwirkungen zu verhindern. Mit dem Medikationsplan haben wir hier ein wichtiges Instrument an der Hand“, so Dr. Hans-Peter Hubmann, 1. Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes (BAV). Der Medikationsplan dokumentiert übersichtlich und verständlich idealerweise alle Arzneimittel, die der Patient anwendet mit Dosierungs- und Einnahmehinweisen – sowohl die verschreibungspflichtigen als auch die nicht verschreibungspflichtigen. Wenn sich die Medikation ändert, können Patienten auf Wunsch den Plan von ihrem Arzt oder Apotheker aktualisieren lassen. Nicht nur der Patient behält so den Überblick. Auch der Arzt oder
Apotheker weiß sofort, welche Arzneimittel gerade anwendet werden. Dadurch können Einnahmefehler oder gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden.

Disease-Management-Programm als Ergänzung

Auch außerhalb der Aktion engagiert sich die AOK für die richtige Medikation bei der Therapie ihrer Versicherten. „Wer unter Asthma, chronischer atemwegsverengender Lungenerkrankung (COPD), Brustkrebs, Diabetes mellitus Typ 1 und 2 oder koronarer Herzkrankheit inklusive Herzinsuffizienz leidet, kann sich beispielsweise in das Disease-Management-Programm (DMP) der AOK Bayern einschreiben“, weiß Dr. Sonja Wunder, AOK-Beratungsapothekerin. Das spezielle Behandlungsprogramm, auch „AOK-Curaplan“ genannt, stärkt den eigenverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung und ist für Versicherte kostenfrei. DMP beinhaltet unter anderem die Kostenübernahme von Schulungen und Gesundheitskursen sowie die individuelle Beratung über die Curaplan-Hotline 0800 033 6704. Weitere Informationen zu AOK-Curaplan gibt es online unter aok.de/bayern/curaplan.

Autor:

Anna Schabesberger aus Nürnberg

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