50.000 Zuschauerplätze
Vorzugsvariante: Das neue Stadion-Achteck nimmt Gestalt an

Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg in seinem heutigen Ausbauzustand (Archivbild) | Foto: .Daniel Karmann/dpa
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  • Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg in seinem heutigen Ausbauzustand (Archivbild)
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NÜRNBERG  (dpa/lby/nf) - Die Stadt Nürnberg treibt den Vollumbau des Max-Morlock-Stadions, Heimstätte des Fußball-Zweitligisten 1. FC Nürnberg, voran. Den Planungen des zuständigen Architekturbüros aus Stuttgart zufolge sollen unter anderem die Leichtathletik-Laufbahn verschwinden, die Tribünen näher an das Spielfeld rücken, mehr Räume für Fans und günstigere Bedingungen für die Sicherheitskräfte entstehen.

Auch ein «Club»-Museum soll es geben, wie die Stadt mitteilte. Am 22. Juli will der Stadtrat entscheiden, um die Pläne vorantreiben zu können. Das neue Stadion soll weiterhin um die 50.000 Zuschauer fassen - und bei internationalen Spielen 40.000 Sitzplätze bieten. Nürnberg will damit auch Spielort für eine mögliche deutsche Heim-WM werden.

Kosten von mindestens 200 Millionen Euro

Wird der Umbau realisiert, könnte es eines der teuersten Stadionprojekte in der Geschichte der Bundesrepublik werden. Als teuersten Stadionbau gilt bisher die Münchner Allianz Arena mit 340 Millionen Euro. In Nürnberg sind bisher rund 200 Millionen Euro veranschlagt. Eigentümer wird die Stadt Nürnberg sein, der 1. FC Nürnberg soll Hauptmieter werden. «Das Träger- und Finanzierungsmodell eines neuen Stadions steht noch nicht fest», hieß es aber auch von der Stadt Nürnberg.

Die Inbetriebnahme der neuen Spielstätte, die dann auch für Events von Unternehmen und für Konzerte genutzt werden soll, ist für 2032 geplant. Während der Bauphase müsste der «Club» seine Heimspiele in einer Ausweich-Spielstätte austragen. Der Bau eines vorübergehenden Interims sei vorstellbar, hieß es von der Stadt Nürnberg.

Namensgebung nach WM-Held von 1954

Das heutige Max-Morlock-Stadion entstand in den 1920er Jahren, ehe es von den Nationalsozialisten vereinnahmt wurde. Nach dem Krieg gab es mehrere Umbau- und Modernisierungsphasen und teilweise auch Namenswechsel - «Städtisches Stadion», «Grundig-Stadion», «Frankenstadion».

Der heutige Ausbauzustand beruht auf der Modernisierung für die Fußball-WM 2006, die damals gut 50 Millionen Euro gekostet hatte. Die Spielstätte trägt den Namen des Fußball-Nationalspielers Max Morlock (1925 - 1994), der in Nürnberg als Vereinslegende gilt und 1954 mit der deutschen Mannschaft in Bern Weltmeister wurde.

Stefan Heim, Finanzvorstand beim 1. FC Nürnberg: „Wir sind der Stadt sehr dankbar, dass unsere Fans aktiv in die Gestaltung ihrer neuen Heimat eingebunden wurden. Gleichzeitig eröffnet die Vorzugsvariante Möglichkeiten für Nutzungen, die weit über den Fußball hinaus einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Deshalb sind wir überzeugt, dass dieses Projekt ein großer Gewinn für Nürnberg, die Region und den 1. FC Nürnberg sein wird.“

Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg in seinem heutigen Ausbauzustand (Archivbild) | Foto: .Daniel Karmann/dpa
Die Vorzugsvariante des Stadtionumbaus wurde auf der Pressekonzerenz vom 3. Juli vorgestellt.  | Foto: © Stadt Nürnberg
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Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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