Fahndungsfotos der Polizei
UPDATE 5 / Dreister Bankraub Gelsenkirchen: Nummernschilder gefunden

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
21Bilder
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
  • Nach dem spektakulären Millionen-Coup im Tresorraum einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen sucht die Polizei die dreisten Panzerknacker
  • Vor der Filiale ist die Verzweiflung der Betroffenen spürbar
  • Mittlwerweile wird der Wert der Beute aus Gelsenkirchen auf über 100 Mio Euro geschätzt 
  • Viele Fragen offen - handelt es sich um eine Serie von Einbrüchen?

UPDATE: 5. Januar

Gelsenkirchen/Dortmund (dpa) - Nach dem millionenschweren Einbruch in die Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen gibt es womöglich eine Spur: Die Polizei hat Autokennzeichen gefunden, die zu einem der Fluchtfahrzeuge passen könnten.

 Nach dem spektakulären Einbruch in eine Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen haben Ermittler Autokennzeichen sichergestellt, die womöglich zu einem der Fluchtfahrzeuge gehören. Die Kennzeichen wurden nach dpa-Informationen in Dortmund gefunden. Ob sie tatsächlich von den Fluchtfahrzeugen der Täter stammen, wird nun geprüft.

Nach Informationen der «Bild» hatte ein Zeuge die Polizei am Sonntagnachmittag alarmiert. Die Kennzeichen seien in einem Abfallbehälter am Taxistand des Dortmunder Hauptbahnhofs entsorgt worden.

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten zuvor Fotos der beiden mutmaßlichen Fluchtfahrzeuge veröffentlicht, auf denen auch die Kennzeichen zu sehen waren.

Täter brachen Tausende Schließfächer auf

Die Täter waren bei ihrem spektakulären Coup durch ein großes Loch in den Tresorraum der Bank gelangt. Fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen. Die Tat könnte sich über mehrere Tage hingezogen haben. Der Schaden liegt möglicherweise bei mehr als 100 Millionen Euro, wie die dpa aus Sicherheitskreisen erfuhr.

Einsatzkräfte hatten den Einbruch am 29. Dezember nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt.

++

UPDATE 4: 2. Januar, 21.39 Uhr

Gelsenkirchen (dpa/nf) - Wer kann Angaben zu den Personen und den Fahrzeugen sowie den Aufenthaltsort der Fahrzeuge vor und nach der Tat am 29.12.2025 in Gelsenkirchen machen? Hinweise können direkt über das Fahndungsportal sowie unter den Rufnummern 0209/365-8112 (zu Bürodienstzeiten) oder 0209/365-8240 (außerhalb der Bürozeiten) übermittelt werden.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Und schon wieder sind Schließfächer in einer Bankfiliale in Nordrhein-Westfalen aufgebrochen worden. Nach einem Fall in Bonn und dem spektakulären Tresor-Coup in Gelsenkirchen ist binnen weniger Tage in Halle in Westfalen bei Bielefeld der dritte Fall bekanntgeworden.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Aufbruch während der Geschäftszeit in Halle

Vier Schließfächer sind dort nach ersten Erkenntnissen am Dienstagmittag während der Geschäftszeit der Filiale aufgebrochen worden. Wie der oder die Täter in den Schließfachbereich gelangt ist beziehungsweise sind, sei noch unklar. Die Polizei bittet Zeugen, verdächtige Beobachtungen zu melden.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Verdacht gegen Ex-Mitarbeiter in Bonn

Nach einem Golddiebstahl aus zwei Schließfächern einer Sparkassenfiliale in Bonn verdächtigen die dortigen Ermittler einen 22-jährigen Ex-Mitarbeiter. Am 17. Dezember erhielt die Polizei Kenntnis von dem Aufbruch der Schließfächer, aus denen Gold mit einem hohen Gesamtwert entwendet worden sei.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Flut an Hinweisen in Gelsenkirchen

Im Einbruchsfall in Gelsenkirchen, bei dem Täter fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer einer Sparkasse-Filiale aufgebrochen haben, gehen die Ermittler einer «Flut» an Hinweisen nach. Eine heiße Spur zu den unbekannten Tätern gibt es den Angaben der dortigen Ermittler zufolge bislang aber nicht.

«Das reißt gar nicht mehr ab», sagte ein Polizeisprecher zu den Hinweisen. Dabei gebe es ein breites Spektrum. So meldeten sich auch Sachverständige und Ermittler aus anderen Bundesländern. Anderen Hinweisgebern seien Kleinigkeiten auf kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage aufgefallen.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Auch weißer Transporter im Fokus

«Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen», sagte der Polizeisprecher. Die Ermittler prüften, ob die Täter auch einen weißen Transporter bei dem spektakulären Einbruch in die Filiale eingesetzt haben. «Wir halten es für möglich, dass der Transporter an der Tat beteiligt war», erklärte der Sprecher.

Ihren großen Spezialbohrer für das gewaltige Loch in der Wand zum Tresorraum ließen die Täter nicht am Tatort zurück. Die Polizei hatte am Dienstag von einem schwarzen hochmotorisierten Auto mit maskierten Männern berichtet, das auf Videoaufnahmen im angrenzenden Parkhaus zur Bankfiliale zu sehen sei.

Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute. | Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • Am 29.12.2025 gegen 04:00 Uhr wurde aufgrund einer Alarmauslösung festgestellt, dass sich bislang unbekannte Tatverdächtige mittels Bohrer Zutritt in den Tresorraum des dortigen Geldinstituts verschafft haben. Anschließend öffneten diese die Schließfächer, nahmen den Inhalt an sich und entfernten sich mit der Tatbeute.
  • Foto: Polizei Gelsenkirchen
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Einbruch über mehrere Tage?

Die Täter drangen in einen Archivraum ein, wo sie das große Loch hin zum Tresorraum bohrten. Den Einbruch entdeckten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen infolge eines Alarms der Brandmeldeanlage. Die Beutetour zog sich möglicherweise über Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses.

Einbrecher haben sich mit Hilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Einbrecher haben sich mit Hilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben, könnte aber auch deutlich darüber liegen. Die Sparkassenfiliale ist vorerst geschlossen. Anfang der Woche hatten sich vor der Filiale viele besorgte Kunden versammelt, die Informationen einforderten.

Filiale immer noch geschlossen

Wann die Sparkassenfiliale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer wieder öffnet, war kurz vor dem Wochenende weiter unklar. «Wir prüfen gerade, wann wir sie öffnen können», sagte ein Sprecher der Bank. Dabei seien mehrere Aspekte zu beachten. Die Hotline für Kunden werde sehr gut angenommen. Mit mehr als 1.000 Kunden sei bereits auf diesem Weg gesprochen worden, erklärte er.
++

UPDATE 3: 2. Januar

Gelsenkirchen (dpa) - Nach dem spektakulären Bankeinbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen gehen die Ermittler einer Flut an Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht. Die Filiale ist weiterhin geschlossen.

Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

«Das reißt gar nicht mehr ab», sagte ein Polizeisprecher zu den Hinweisen. Dabei gebe es ein breites Spektrum. So meldeten sich auch Sachverständige und Ermittler aus anderen Bundesländern, um Hinweise in dem Fall zu geben.

Anderen Hinweisgebern seien Kleinigkeiten auf kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage aufgefallen. «Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen», sagte der Polizeisprecher. Eine Festnahme stehe derzeit aber nicht an.

Die Ermittler prüften, ob die Täter auch einen weißen Transporter bei dem spektakulären Einbruch in die Filiale eingesetzt haben. «Wir halten es für möglich, dass der Transporter an der Tat beteiligt war», erklärte der Sprecher.

Die Polizei hatte am Dienstag von einem schwarzen hochmotorisierten Auto mit maskierten Männern berichtet, das auf Videoaufnahmen im angrenzenden Parkhaus zu sehen sei. Das Kennzeichen war in Hannover entwendet worden.

Einbruch über mehrere Tage?

Bei dem Einbruch hatten die Täter fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkasse-Filiale im Stadtteil Buer aufgebrochen. Die Täter drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten.

Der große Spezialbohrer, ein sogenannter Kernbohrer, ist nicht am Tatort zurückgeblieben. Er sei nicht gefunden worden, man gehe davon aus, dass das Gerät von den Tätern wieder mitgenommen wurde, sagte der Polizeisprecher.

Den Einbruch hatten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen infolge eines Alarms der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Beutetour zog sich möglicherweise über Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses.

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben, könnte aber auch deutlich darüber liegen. Die Sparkassenfiliale ist vorerst geschlossen. Anfang der Woche hatten sich vor der Filiale viele besorgte Kunden versammelt, die Informationen einforderten.

+++

UPDATE 2: 18.23 Uhr

In Bonn Gold aus Sparkasse gestohlen

BONN (dpa) - Wer ist für den Bankeinbruch in Gelsenkirchen verantwortlich? Neben vielen Hinweisen prüft die Polizei Überwachungsaufnahmen.

Die betroffene Sparkasse Köln/Bonn bestätigte den Vorfall. | Foto: Benjamin Westhoff/dpa
  • Die betroffene Sparkasse Köln/Bonn bestätigte den Vorfall.
  • Foto: Benjamin Westhoff/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Auch in Bonn wird ermittelt - dort fehlt in einer Sparkasse Gold.  Aus dem Schließfachbereich der Bank sind nach dpa-Informationen erhebliche Mengen Gold verschwunden. Ein Mitarbeiter steht demnach im Verdacht, sich unberechtigterweise Zugang zu zwei Schließfächern verschafft und den wertvollen Inhalt gestohlen zu haben.

Die betroffene Sparkasse Köln/Bonn bestätigte den Vorfall. Demnach sei es in der Filialdirektion am Bonner Friedensplatz zu einem internen Sicherheitsvorfall im Schließfachbereich gekommen, von dem zwei Schließfächer betroffen seien. «Seit dem Bekanntwerden am 17. Dezember 2025 laufen interne und polizeiliche Ermittlungen.» Die Bank stehe mit den betroffenen Kunden im Austausch, hieß es.

Ermittler und Bank machten zunächst keine Angaben, wie genau der unter Verdacht stehende Mitarbeiter möglicherweise an den Inhalt der Schließfächer gelangen konnte. Auch zum Wert der Beute und dem Stand der Ermittlungen nannten Behörden und Bank keine weiteren Details.

++

UPDATE:
Wer ist für den spektakulären Bankeinbruch in Gelsenkirchen verantwortlich? Bei der Polizei sind bereits zahlreiche Hinweise eingegangen. Intensiv geprüft werden Videoaufnahmen aus einem Parkhaus. Profis am Werk. 

Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Gelsenkirchen (dpa) - Nach dem spektakulären Millionen-Coup in einer Gelsenkirchener Sparkassenfiliale sind bei den Ermittlern mehrere Dutzend Hinweise auf die Täter eingegangen. Diesen werde derzeit nachgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Intensiv geprüft würden dabei Videosequenzen aus einem angrenzenden Parkhaus mit maskierten Personen und zwei Fahrzeugen.

Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Überwachungskameras erfassten demnach nicht nur einen hochmotorisierten schwarzen Wagen, sondern auch einen weißen Kleintransporter, den die Täter genutzt haben könnten. Auf Aufnahmen, über die die «WAZ» und die «Bild»-Zeitung berichten, ist unter anderem zu erkennen, wie ein Maskierter eine Parkhausschranke hochdrückt. Ein anderer Maskierter steht vor einem Parkscheinautomaten.

Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Videos sind den Ermittlern bekannt

«Die Videos sind bekannt und Teil der Ermittlungen», sagte der Polizeisprecher. Nach seinen Angaben haben sich die Sequenzen in einer Whatsapp-Gruppe verbreitet, in der sich Betroffene zusammengeschlossen haben. Weitere Details zu den Videos nannte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht. Sie appellierte an Zeugen, Hinweise nicht in den sozialen Medien zu veröffentlichen, sondern sich an die Ermittler zu wenden.

Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Aufgebrachte Kunden diskutieren vor der Sparkassenfiliale in Buer mit Polizeibeamten nach der Räumung des Vorraums der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Bereits am Dienstag hatten die Ermittler bekanntgegeben, dass Videokameras in dem Parkhaus am frühen Montagmorgen den hochmotorisierten schwarzen Wagen mit einem in Hannover gestohlenen Kennzeichen erfasst hätten. Im Auto saßen demnach maskierte Personen. Zeugen hatten zudem in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses beobachtet.

Die Ermittler prüfen Videosequenzen aus einem angrenzenden Parkhaus mit maskierten Personen und zwei Fahrzeugen. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Die Ermittler prüfen Videosequenzen aus einem angrenzenden Parkhaus mit maskierten Personen und zwei Fahrzeugen.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Da waren Profis am Werk

Den großangelegten Einbruch im Stadtteil Buer hatten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter waren nach ersten Erkenntnissen durch mehrere Türen über das Parkhaus zunächst in einen Archivraum eingebrochen, von dem sie sich mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vorarbeiteten. Dort brachen die Unbekannten dann fast alle der 3.250 Kunden-Schließfächer auf. «Da waren Profis am Werk», sagte der Polizeisprecher.

Die Beute war zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben worden, könnte aber auch deutlich darüber liegen. Die Zahl der Geschädigten wird auf mehr als 2.500 beziffert. «Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus», hatte der Polizeisprecher am Dienstag erklärt. Damit wäre es einer der größten Coups in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte.

++
Gelsenkirchen (dpa) - Nach dem spektakulären Millionen-Coup in einer Gelsenkirchener Sparkassenfiliale sucht die Polizei die flüchtigen Panzerknacker. Die hatten sich mit einem Spezialbohrer bis in den Tresorraum vorgebohrt und dann fast alle der 3.250 Kunden-Schließfächer aufgebrochen.

Nach dem Einbruch in den Tresorraum der Bank fordern besorgte Kunden Informationen. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Nach dem Einbruch in den Tresorraum der Bank fordern besorgte Kunden Informationen.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Die Beute war zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben worden, könnte aber auch deutlich darüber liegen. «Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus», sagte ein Sprecher der Polizei. Damit wäre es einer der größten Coups in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte.

Einbrecher haben sich mit Hilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer. | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Einbrecher haben sich mit Hilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Die Zahl der Geschädigten wird auf mehr als 2.500 beziffert. Etliche von ihnen hatten sich in den vergangenen zwei Tagen vor der Filiale versammelt und ihrem Unmut über die ausbleibenden Informationen ihres Geldinstituts Luft gemacht. Es kam zu tumultartigen Szenen.

Wie lief der Coup ab?

Den Einbruch im Stadtteil Buer hatten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage entdeckt. Die Täter waren durch mehrere Türen zunächst in einen Archivraum eingebrochen, von dem sie sich mit dem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank vorarbeiteten.

Zeugen hatten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus eines angrenzenden Parkhauses beobachtet. Videokameras in dem Parkhaus erfassten am frühen Montagmorgen einen hochmotorisierten schwarzen Wagen mit einem in Hannover gestohlenen Kennzeichen. Im Auto saßen maskierte Personen.

Beute kann noch viel größer sein

Wie viel Bargeld, Gold und Wertgegenstände die Täter davonschleppten, das muss erst noch ermittelt werden. Denn die Banken wissen nicht, was in den Schließfächern gelagert wird. Die Betroffenen müssen nun kontaktiert werden. Jedes Schließfach ist nach Angaben der Sparkasse Gelsenkirchen mit 10.300 Euro versichert.

Polizeieinsatz an der Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer. Eine große Menschenmenge versammelte sich vor der Filiale.
 | Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • Polizeieinsatz an der Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer. Eine große Menschenmenge versammelte sich vor der Filiale.
  • Foto: Christoph Reichwein/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

Tumult vor der Bankfiliale

Unter den besorgten Kunden wuchs am Dienstag sichtbar der Unmut. Am zweiten Tag infolge versammelte sich eine Menschenmenge vor der Filiale. Rund 200 Menschen warteten zeitweise vor der Filiale. «Wir wollen rein, wir wollen rein!», forderte lautstark ein Sprechchor. Als Menschen in den Vorraum stürmten, musste die Polizei einschreiten.

Im Tagesverlauf schaltete die Bank einige Informationen im Internet frei. «Je nach Sicherheitslage wird über die Öffnung der Filiale Buer entschieden», hieß es. Früherer Brandmeldealarm

Hätte der Einbruch möglicherweise schon früher bemerkt werden können? Wie die Polizei jetzt mitteilt, gab es bereits am Samstag einen Brandmeldealarm in dem Bankgebäude. Damals waren Polizei und Feuerwehr gegen 6.15 Uhr vor Ort, «konnten aber nichts feststellen, was auf einen Schaden schließen ließ», heißt es in der jüngsten Mitteilung. Die genauen Abläufe dieses Einsatzes sind den Angaben zufolge auch Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

Webseite von Nicole Fuchsbauer
Nicole Fuchsbauer auf Facebook
Nicole Fuchsbauer auf Instagram
Nicole Fuchsbauer auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.