Impfschutz für den Winter

Bei allen Fragen rund um die Impfung sind Hausärzte die richtigen Ansprechpartner.
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Einer Pneumokokken-Infektion rechtzeitig vorbeugen

REGION (djd) - Husten, Schnupfen, Halsschmerzen - um die typischen Erkältungsbeschwerden kommt im Winter kaum jemand herum. Doch Vorsicht, aus einem harmlosen Infekt kann sich unter Umständen eine gefährliche Lungenentzündung entwickeln.

Lungenentzündung - die unterschätzte Gefahr

Einer der häufigsten Auslöser für Lungenentzündungen sind sogenannte Pneumokokken. Die bakteriellen Erreger besiedeln bei einem Großteil der Menschen den Nasen-Rachen-Raum, ohne Beschwerden hervorzurufen. Ist das Immunsystem jedoch - etwa durch eine Erkältung - geschwächt, können die Erreger sich ungehindert ausbreiten. Hohes Fieber, Brustschmerzen und Atemnot gehören zu den ersten Anzeichen einer sogenannten Pneumokokken-Lungenentzündung. Unter Umständen kann sie einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Und selbst, wenn die akuten Symptome abgeklungen sind, kämpfen Betroffene oft noch Wochen bis Monate später mit Schwächegefühl und Leistungsabfall.

Die Pneumokokken-Impfung als Prävention

Ein erhöhtes Risiko für eine durch Pneumokokken verursachte Infektion haben vor allem Menschen ab 60 Jahren, da die Leistung des Immunsystems im Alter abnimmt. Besonders gefährdet sind darüber hinaus Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, COPD oder chronischen Herzerkrankungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt daher Menschen ab 60 Jahren sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen die einmalige Impfung gegen Pneumokokken durch den Hausarzt. Neben Lungenentzündungen können Pneumokokken zudem andere lebensbedrohliche Erkrankungen wie Hirnhautentzündungen und Blutvergiftungen verursachen. Bei Kindern lösen die Bakterien häufig schmerzhafte Mittelohrentzündungen aus. Daher wird die Pneumokokken-Impfung auch für Kinder bis zwei Jahre empfohlen und für diese sowie für alle Menschen ab 60 Jahre sowie für Patienten mit chronischen Erkrankungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Informationen zum Thema gibt es unter www.impftipp.de

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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