Sicher durch die „Nebelsuppe“

Bei einer Fahrt durch Nebel gelten für Autofahrer gesetzlich festgelegte Verhaltensweisen. Foto: Auto-Medienportal.Net/ARCD
  • Bei einer Fahrt durch Nebel gelten für Autofahrer gesetzlich festgelegte Verhaltensweisen. Foto: Auto-Medienportal.Net/ARCD
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(ampnet) - Im vergangenen Jahr ereigneten sich nach Angaben des Auto- und Reiseclubs Deutschland (ARCD) 420 Unfälle mit Personenschaden auf deutschen Straßen aufgrund von schlechter Sicht durch Nebel – rund drei Viertel davon außerorts.


Um bei den schwierigen Sichtverhältnissen im Herbst besser gesehen zu werden, nutzen viele Autofahrer Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten. Die Unsicherheit ist jedoch groß, wenn es um die Frage geht, wann man Nebelscheinwerfer und -schlussleuchten einschalten darf. Genau geregelt ist das in der Straßenverkehrsordnung in Paragraph17 Absatz 3: Behindert Nebel, Schneefall oder Regen die Sicht erheblich, dürfen Nebelscheinwerfer eingeschaltet werden. Ebenfalls festgelegt ist dort, dass bei solchen Witterungsbedingungen auch bei Tag mit Abblendlicht gefahren werden muss. Da die Lichtautomatik Nebel nicht erkennt, muss das Abblendlicht also rechtzeitig manuell eingeschaltet werden. Das Tagfahrlicht reicht im Herbst oft nicht aus, weil dabei meist die Heckbeleuchtung fehlt, betont der ARCD. Wird außerhalb geschlossener Ortschaften ohne Licht bei erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel gefahren, drohen zusätzlich zum Sicherheitsrisiko 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Glasklare Richtlinien

Anders als die Nebelscheinwerfer dürfen Nebelschlussleuchten nur dann benutzt werden, wenn die Sichtweite durch Nebel weniger als 50 Meter beträgt – dann darf jedoch auch nicht schneller als 50 km/h gefahren werden. Ein guter Anhaltspunkt für die Sichtweite sind Leitpfosten auf Autobahnen und Landstraßen, denn sie stehen in einem Abstand von 50 Metern. Sobald aus der Nebelbank herausgefahren wird, muss die Nebelschlussleuchte wieder ausgeschaltet werden, um nachfolgende Fahrer nicht zu blenden. Fernlicht bringt bei Nebel übrigens nichts, denn die Wassertropfen reflektieren das Licht und beeinträchtigen so die Sicht noch mehr.

Zusätzlich zur Beleuchtung müssen natürlich Geschwindigkeit und Abstand an die Sichtverhältnisse angepasst werden; häufig wird durch nasse und rutschige Fahrbahnen auch der Bremsweg länger. Neben einer gereinigten Scheibe ist es wichtig, die Scheibenwischer zu betätigen, um die Feuchtigkeit des Nebels wegzuwischen, sowie Scheinwerfer und Leuchten entsprechend sauber zu halten.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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