Neuschnee, Glätte, Unfälle
Bayern rutscht ins nächste Schneechaos
- Auch am Freitag und Samstag kann es wieder glatt werden. Neben weiteren Schneefällen sei auch gefrierender Regen möglich, berichteten die Meteorologen.
- Foto: Sven Hoppe/dpa
- hochgeladen von Arthur Kreklau
BAYERN (dpa/lby/ak) – Der Winter zeigt sich in Bayern weiterhin von seiner hartnäckigen Seite. Am Donnerstag ziehen erneut kräftige Schneefälle über den Freistaat, diesmal aus südwestlicher Richtung. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ist vielerorts mit bis zu fünf Zentimetern Neuschnee zu rechnen, im Alpenvorland sogar mit rund zehn. Besonders im Allgäu dürfte es noch deutlich mehr werden: Dort sind innerhalb von 24 Stunden bis zu 25 Zentimeter möglich.
Die Folgen ließen am Morgen nicht lange auf sich warten. In Würzburg musste der Busverkehr auf mehreren Linien pausieren, weil steilere Abschnitte schlicht nicht mehr sicher befahrbar waren. Auch andernorts sorgte die Glätte für Probleme. Auf der B85 bei Edelsfeld im Landkreis Amberg-Sulzbach kippte ein Lastwagen auf spiegelglatter Fahrbahn um. Die Straße blieb wegen der aufwendigen Bergung bis in den Nachmittag hinein gesperrt, der Fahrer erlitt leichte Verletzungen.
Abseits dieses Unfalls blieb es zunächst bei Blechschäden. Einsatzkräfte meldeten Fahrzeuge, die in Gräben rutschten oder Verkehrsschilder touchierten. In Schwaben registrierte die Polizei mit Beginn des Berufsverkehrs eine steigende Zahl witterungsbedingter Unfälle, bislang ohne schwerere Verletzungen. Die Beamten rechnen jedoch damit, dass die Zahl der Vorfälle im Laufe des Vormittags weiter zunimmt.
In Mittelfranken hatte ein Autofahrer besonderes Glück im Unglück. Sein Wagen war in einen Graben gerutscht und gegen einen Baum geprallt. Der Stamm stürzte daraufhin auf das Auto, doch nach ersten Erkenntnissen blieb der Fahrer unverletzt.
Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Auch am Freitag und Samstag drohen erneut glatte Straßen. Neben weiterem Schneefall kann gefrierender Regen hinzukommen. Die Temperaturen pendeln in den kommenden Tagen um den Gefrierpunkt, zwischen minus sechs und plus fünf Grad.
Im Allgäu verschärft sich zudem die Lage in den Bergen. Der bayerische Lawinenwarndienst meldet für einige Regionen rund um Oberstdorf die Warnstufe drei von fünf – ein erhebliches Risiko. In den übrigen Teilen der bayerischen Alpen bleibt die Gefahr dagegen gering bis mäßig.
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