Preis-Irrsinn!
Wer kann sich das noch leisten?

(Symbolbild) | Foto: © Oliver Berg/dpa
  • (Symbolbild)
  • Foto: © Oliver Berg/dpa
  • hochgeladen von Uwe Müller

WIESBADEN (dpa/mue) - Wer soll das noch bezahlen? Im Schnitt haben die Verbraucherpreise in Deutschland im Juli mit 2,0 Prozent zum Vorjahresmonat ebenso stark angezogen wie im Juni des laufenden Jahres.

Das Statistische Bundesamt bestätigte vorläufige Berechnungen. Von Juni auf Juli stiegen die Preise nach Angaben der Wiesbadener Behörde um 0,3 Prozent. «Die Inflationsrate hat sich seit Jahresbeginn stabilisiert und blieb erneut zwei Monate in Folge unverändert», so die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand. Nach Einschätzung von Volkswirten ist die Teuerungswelle der vergangenen Jahre, in der die Inflationsrate in der Spitze bei fast neun Prozent lag, zwar ausgelaufen, allerdings ist die sogenannte Kerninflation - also die Rate ohne die schwankungsanfälligen Preise für Nahrungsmittel und Energie - den jüngsten Zahlen zufolge mit 2,7 Prozent unverändert erhöht.

Der tägliche Einkauf ist teurer geworden

Die Preissteigerungen für Lebensmittel fielen im Juli mit 2,2 Prozent wieder etwas größer aus als im Juni. Obst (plus 7,6 Prozent), Zucker und Süßwaren (plus 5,6 Prozent) sowie Molkereiprodukte und Eier (plus 4,1 Prozent) waren teurer als ein Jahr zuvor, Schokolade verteuerte sich um 18,6 Prozent.

Energie war nach Berechnungen der Wiesbadener Statistiker im Juli 3,4 Prozent günstiger als letztes Jahr. Das dämpft zwar die Teuerungsrate, allerdings war die Differenz zum Vorjahresmonat in den Monaten zuvor noch größer. Binnen Jahresfrist gingen im Juli 2025 die Preise für Kraftstoffe um 4,5 Prozent zurück. Brennstoffe wie Heizöl (minus 5,0 Prozent) und Holzpellets (minus 5,3 Prozent) waren für Verbraucher ebenfalls günstiger. Die Strompreise lagen um 2,0 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Preise für Dienstleistungen steigen weiter

Hartnäckig überdurchschnittlich hält sich die Teuerung bei Dienstleistungen, für die die Menschen hierzulande unter anderem wegen gestiegener Löhne mehr zahlen müssen als vor Jahresfrist. Im Juli waren Dienstleistungen 3,1 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Immerhin schwächte sich der Preisauftrieb in diesem Bereich, der zu Jahresbeginn noch 4,0 Prozent betragen hatte, weiter ab.

Für das Gesamtjahr erwarten Volkswirte für Europas größte Volkswirtschaft im Schnitt eine Inflationsrate um die zwei Prozent; bei diesem Wert sehe die Europäische Zentralbank (EZB) für den Euroraum als Ganzes ihr Ziel stabiler Preise und somit einer stabilen Währung erfüllt.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

13 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.