Stadt Erlangen
Konzept gegen Wohnungslosigkeit

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ERLANGEN (pm/mue) - Der Sozialausschuss des Stadtrats hat ein umfassendes Handlungskonzept zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Wohnungslosigkeit (NAP-W) verabschiedet.

Die Stadt legt damit erstmals eine langfristige, ganzheitliche Strategie vor, die Wohnungslosigkeit frühzeitig verhindern, Hilfen gezielter auf individuelle Bedarfe ausrichten und die Rückkehr in regulären Wohnraum stärken soll. Zentrale Bausteine sind Prävention, intensive Sozialarbeit, ein ausgebautes Netzwerk von Unterstützungsangeboten sowie eine engere regionale Zusammenarbeit.

In Erlangen ist das Thema Wohnungslosigkeit trotz eines gut ausgebauten Netzes an Verfügungswohnungen, Notunterkünften und sozialpädagogischen Angeboten eine Herausforderung. Zum Stichtag 31. Januar 2025 waren 316 Menschen ordnungsrechtlich untergebracht, darunter etwa ein Viertel Kinder und Jugendliche. Neben dieser sichtbaren Wohnungslosigkeit wächst die verdeckte Form, wenn Betroffene vorübergehend bei Freunden oder Bekannten unterkommen. Besonders betroffen sind einkommensschwache Haushalte, Alleinstehende, Alleinerziehende und Kinder – letztere sind laut Angaben aus dem Rathaus im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung deutlich überrepräsentiert. Hauptursache sei der Mangel an bezahlbarem Wohnraum, insbesondere im unteren und geförderten Mietsegment, bei gleichzeitig hoher Nachfrage und geringer Bautätigkeit.

Derzeit stellt die Stadt etwa 415 Plätze in Verfügungswohnungen und Notunterkünften bereit. Diese dienen jedoch als kurzfristiger Schutz und nicht als Dauerlösung. Ergänzt wird das Engagement durch den Sozialpädagogischen Dienst für Wohnungsnotfälle, der Betroffene berät, bei Schulden unterstützt oder auch Rückführungen in eigene Wohnungen begleitet.
www.erlangen.de

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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