Fürther Spielwarenriese expandiert in die USA
Simba Dickie übernimmt Mehrheit an Sunny Days Entertainment

Simba Dickie schnappt sich einen Konkurrenten in den USA. (Archivbild) | Foto: Daniel Karmann/dpa
  • Simba Dickie schnappt sich einen Konkurrenten in den USA. (Archivbild)
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Fürth (dpa/ak) – Die Simba‑Dickie‑Gruppe setzt trotz eines herausfordernden Marktumfelds auf Wachstum und wagt einen größeren Schritt über den Atlantik. Der Fürther Spielwarenhersteller hat die Mehrheit am US-Unternehmen Sunny Days Entertainment übernommen. Die Amerikaner, deren Sortiment von Tierfiguren bis zu Sandkästen reicht, verzeichneten in den vergangenen fünf Jahren eine beachtliche Wachstumsrate von 25 Prozent. Für Simba Dickie ist der Einstieg ein strategischer Baustein, um sich auf dem wichtigen US-Markt breiter aufzustellen.

Zur Unternehmensgruppe gehören bereits bekannte Marken wie Märklin in Göppingen und der Bobby-Car-Hersteller Big. Doch auch an diesen Traditionsfirmen ging das vergangene Jahr nicht spurlos vorbei. Sinkende Geburtenraten und die weiterhin spürbaren US‑Zölle belasteten das Geschäft. Der Gesamtumsatz der Gruppe sank um knapp drei Prozent auf 690,8 Millionen Euro und blieb damit hinter den Erwartungen zurück.

Nach Angaben des Unternehmens ist der Rückgang jedoch vor allem auf die Abwertung des US‑Dollars zurückzuführen. Operativ habe sich die Ertrags- und Finanzlage positiv entwickelt, konkrete Ergebniszahlen veröffentlicht die Gruppe traditionell nicht. Besonders Märklin bekam die Kaufzurückhaltung vieler Kunden zu spüren. Der Umsatz des Modelleisenbahnherstellers fiel im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 119,2 Millionen Euro, nach 130,4 Millionen im Vorjahr. Für das laufende Jahr rechnet Märklin mit einem leichten Anstieg auf 120,5 Millionen Euro.

Für die gesamte Simba‑Dickie‑Gruppe zeichnet sich ab 2026 wieder ein Aufwärtstrend ab – vorausgesetzt, die US‑Zölle bleiben stabil. Dann könnte der Umsatz auf rund 720 Millionen Euro steigen. Mit der Übernahme von Sunny Days setzt das Familienunternehmen jedenfalls ein deutliches Signal, dass es trotz schwieriger Rahmenbedingungen an seine internationale Zukunft glaubt.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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