Innenminister Herrmann beim Festakt 70. Jahrestag der Gründung Israels

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei seiner Ansprache.
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  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei seiner Ansprache.
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Selbstverständnis und historische Verplichtung zugleich

NÜRNBERG (nf) - Rund 400 Gäste besuchten den Festakt zum 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel am vergangenen Sonntag im Musiksaal der Nürnberger Symphoniker. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, in Vertretung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder, betonte ausdrücklich: ,,Existenzrecht Israels gehört zu unserem Selbstverständnis und zu unserer historischen Verpflichtung - kein Millimeter Platz für Antisemitismus in unserem Land!“

Man dürfe deshalb nicht zulassen, so der Bayerische Innenminister, dass Antisemitismus auf rechts- und linksextremer oder islamistischer Seite zunehmend wieder salonfähig wird. „Wir dürfen auch nicht zulassen, dass muslimische Migranten Hass gegen Juden ungehindert mit in unser Land bringen. Und wir dürfen nicht zulassen, dass jüdische Kinder an deutschen Schulen immer wieder bedroht und drangsaliert werden. Das Credo lautet deshalb: Null Toleranz für Intoleranz!“

Der bayerische Innen- und Integrationsminister nannte die bayerisch-israelische Freundschaft, mehr als 70 Jahre nach Kriegsende und mehr als 50 Jahre nach Aufnahme der diplomatischen Beziehungen, ein kostbares Geschenk für uns Deutsche. Staatsmänner wie David Ben Gurion und Konrad Adenauer, Franz Josef Strauß, Shimon Perez und Ezer Weizmann hätten die Grundlagen für die enge Partnerschaft zwischen Bayern, Deutschland und Israel gelegt. Aus der Zusammenarbeit sei eine einzigartige Freundschaft geworden. Herrmann: „Darauf können wir alle stolz sein.“
Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, der sich auch dafür aussprach, Nürnberg und Deutschland müssten deutlich Haltung gegen Antisemitismus zeigen, sprachen Sandra Simovich, Generalkonsulin des Staates Israel sowie Dr. Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München-Oberbayern, Grußworte. Knobloch stellte fest: „Meine Heimat ist Deutschland, meine Heimat ist Bayern. Ich sage das mit Selbstverständlichkeit, ich sage das von Herzen und aus Überzeugung. Selbst an diesem Ort der unvollendet gebliebenen NS-Kongresshalle, die als Monument des menschenverachtenden Größenwahns ihre Zeit überdauert hat.“
Das Schlusswort hatten Jo-Achim Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg, und André Freud, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft für Nürnberg und Mittelfranken.
Der Festakt wurde musikalisch von den Nürnberger Symphonikern und Kindern der Israelitischen Kultusgemeinde Nürnberg sowie künstlerisch von der Tanzgruppe Givatayim Dance Group aus Israel umrahmt.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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