Kampagne läuft seit 2022
Innenminister Herrmann und ADAC Nordbayern gegen rücksichtslose Motorrad- und Autofahrer

Der ADAC-Nordbayern mit den Vorstandmitgliedern Peter Hübner (l.) und Wolfgang Lieberth (4.v.l.), Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2.v.l.) und die Polizei Oberfranken mit Polizeipräsident Armin Schmelzer (r.) stellten Maßnahmen gegen Verkehrslärm und zum Schutz der Anwohner vor.  | Foto: Nicole Fuchsbauer
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  • Der ADAC-Nordbayern mit den Vorstandmitgliedern Peter Hübner (l.) und Wolfgang Lieberth (4.v.l.), Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (2.v.l.) und die Polizei Oberfranken mit Polizeipräsident Armin Schmelzer (r.) stellten Maßnahmen gegen Verkehrslärm und zum Schutz der Anwohner vor.
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  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und ADAC Nordbayern stellen Maßnahmen gegen Verkehrslärm durch rücksichtslose Motorrad- und Autofahrer vor - 
  • inweistafeln und Lärmdisplays appellieren zur Rücksichtnahme - 
  • Verstärkte Polizeikontrollen


HECKENHOF/AUFSESS (pm/nf) -  
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und der ADAC Nordbayern im haben erneut im oberfränkischen Aufseß wichtige Maßnahmen zur Reduzierung von Verkehrslärm vorgestellt. An DEM Treffpunkt für alle Motorradfahrer bei Kathi Bräu in Heckenhof zeigten sie spezielle Schilder und elektronische Lärmdisplays, die der ADAC für beliebte Ausflugsstrecken entworfen hat.

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Diese Tafeln tragen Botschaften wie "Leise fahren. Lärm ersparen!" und "Respekt zeigen. Leise fahren!" und rufen alle Fahrer zur Rücksichtnahme auf. Herrmann bezeichnete die Initiative des ADAC als wichtigen Schritt für mehr Lärmschutz. Er kündigte zudem an: "Die Bayerische Polizei wird weiterhin gezielt gegen rücksichtslose Verkehrsteilnehmer vorgehen, egal ob es sich um Biker oder Autofahrer handelt." 

Kampagne der Vernunft bei Kati Bräu bei Aufseß: Elisabeth Brunner (Zoll) unterstützte die Polizei-Kollegen bei der Verkehrsinitiative für weniger Lärm.  | Foto: Nicole Fuchsbauer
  • Kampagne der Vernunft bei Kati Bräu bei Aufseß: Elisabeth Brunner (Zoll) unterstützte die Polizei-Kollegen bei der Verkehrsinitiative für weniger Lärm.
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Der ADAC hat 2022 die Initiative für weniger Verkehrslärm gestartet. Ziel ist es, Anwohner, Erholungssuchende und Gäste vor übermäßigem Lärm durch laute Fahrzeuge zu schützen. Herrmann erklärte: "Die Initiative ergänzt hervorragend unsere Kampagne 'Mehr Sicherheit auf dem Motorrad', die im bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm 2030 verankert ist. Motorradfahren bleibt beliebt, doch rücksichtsloses Verhalten einiger 'schwarzer Schafe' trübt oft die Freude, wenn sie laut durch Ortschaften und kurvenreiche Straßen fahren." Um diesem Problem entgegenzuwirken, setzt der Minister auf die Motorradkontrollgruppen der Bayerischen Polizei. Diese nutzen moderne Technik zur Verkehrsüberwachung, um Verhaltensverstöße und unzulässige technische Veränderungen aufzudecken. "Unsere Spezialisten der Motorradkontrollgruppen bilden sich kontinuierlich fort und tauschen sich regelmäßig über die Landesgrenzen hinweg aus", so Herrmann.

Fast schon Tradition: Beim Termin in Heckenhof gibt es Bierspezialitäten aus Aufseß von Bürgermeister Alexander Schrüfer (l.) für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.  | Foto: Nicole Fuchsbauer
  • Fast schon Tradition: Beim Termin in Heckenhof gibt es Bierspezialitäten aus Aufseß von Bürgermeister Alexander Schrüfer (l.) für Bayerns Innenminister Joachim Herrmann.
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Der Minister betonte, dass nicht nur Motorräder für unnötigen Lärm verantwortlich sind: "Auch einige Autos, insbesondere leistungsstarke Fahrzeuge mit lauten Auspuffanlagen, tragen zur Lärmbelästigung bei." Herrmann wies darauf hin, dass Manipulationen an den Auspuffanlagen oft zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen. "In solchen Fällen können schnell hohe Kosten entstehen, und es drohen weitere Konsequenzen, bis hin zur Beschlagnahmung des Fahrzeugs und des Führerscheins."

Maßnahmen gegen Verkehrslärm wurden erneut nach 2022 im oberfränkischen Aufseß (Heckenhof) vorgestellt.  | Foto: Nicole Fuchsbauer
  • Maßnahmen gegen Verkehrslärm wurden erneut nach 2022 im oberfränkischen Aufseß (Heckenhof) vorgestellt.
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Alexander Schrüfer, Bürgermeister von Aufseß, ist seit Jahren bemüht, vor allem die Gemüter der Anwohner zu beruhigen und einen Kompromiss zu finden. Durch rücksichtslose Motorrad- und Autofahrer ist die Lärmbelastung während der Saison tatsächlich sehr groß. Motoren mitten in den Dörfern und Wohngebieten mit Absicht aufheulen zu lassen - zeugt von von wenig Respekt und Rücksichtnahme. Auch an den Natur- und Tierschutz könnten einige der Raser denken, während sie die schöne Landschaft "genießen". 

  • Von 2022 bis 2024 zog die Bayerische Polizei zahlreiche Auto- und Motorradfahrer mit manipulierten Abgasanlagen aus dem Verkehr. 
  • Zudem ahndete sie rund 4.500 Fälle, in denen Fahrer durch ihr Verhalten unnötigen Lärm verursachten. 
  • Pauschale Fahrverbote für Motorräder an Sonn- und Feiertagen lehnt der bayerische Innenminister jedoch grundsätzlich ab: "Das Fehlverhalten Einzelner darf nicht zur pauschalen Verurteilung aller Verkehrsteilnehmer führen. Stattdessen setzen wir auf gezielte Maßnahmen gegen rücksichtslose Fahrer. Präventionsveranstaltungen und Informationskampagnen sind ebenfalls wichtig, um über die Folgen von Verkehrslärm aufzuklären und zur Rücksichtnahme zu motivieren."

Auch um die eigene Sicherheit - besonders auf den kurvenreichen Strecken der fränkischen Schweiz - sollten die Motorradfahrer bedacht sein. Neben schwersten Stürzen droht Lebensgefahr, wenn ein Mähdrescher oder Traktor in den  Kurven übersehen wird. 

Die aktuellsten Unfälle:

Eine Motorradfahrerin ist bei einem Sturz mit ihrer Maschine im Landkreis Eichstätt schwer verletzt worden. Die Frau kam mit ihrem Motorrad in einer Kurve bei Beilngries nach rechts von der Straße ab, wie die Polizei mitteilte. In einem Feld überschlug sie sich mit ihrer Maschine dreimal. Ein Rettungshubschrauber flog die 57-Jährige am Donnerstag in eine Klinik.

Ein Senior und ein Kind sind bei einem Motorradunfall auf der Bundesstraße 8 bei Postbauer-Heng (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) schwer verletzt worden. Der 72-Jährige sei beim Überholen mit dem Motorrad in einer Kurve ins Schlingern geraten, teilte die Polizei mit. Anschließend seien er und sein 13 Jahre alter Mitfahrer, ein Bekannter der Familie, gestürzt. Das Motorrad habe Feuer gefangen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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