Reduzierte Einfahrten von Reisebussen in die Altstadt
Situation in der Augustinerstraße ist noch nicht optimal

Die Zahl der einfahrenden Reisebusse in die Augustinerstraße hat sich reduziert, zufrieden ist die Stadt noch nicht.
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  • Foto: © polack/stock.adobe.com
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (pm/nf) - Seit 1. Mai 2019 regeln neue Bestimmungen die Zufahrt von Reisebussen in die Augustinerstraße. Diese besagen, dass dort lediglich Busse einfahren dürfen, die mobilitätseingeschränkte Gäste an Bord haben, um diese vor Ort ein- und aussteigen zu lassen. Die Stadt Nürnberg zieht sechs Monate nach Einführung der Neuregelung eine gemischte Bilanz.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen 2019 ist es gelungen, die Zahl der monatlich einfahrenden Busse in die Augustinerstraße im Vergleich zum Vorjahr, um 34 Prozent zu reduzieren und damit das gesetzte Ziel zu erreichen. Von Mai bis September 2018 fuhren monatlich rund1.300 Busse ein, 2019 waren es monatlich rund 850 Einfahrten. Allerdings konnte eine Entzerrung zur Stoßzeit mittags um 12 Uhr bislang nur in einem begrenzten Umfang erreicht werden. Zu dieser Zeit ist eine Reduzierung um etwas über zehn Prozent gelungen, zu anderen Zeiten sank die Zahl der Einfahrten um bis zu 50 Prozent.

Die Ergebnisse wurden im November in einem erneuten Runden Tisch Augustinerstraße mit Vertretern der Congress- und Tourismus-Zentrale Nürnberg (CTZ), des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (Sör), des Verkehrsplanungsamts, der Wirtschaftsförderung Nürnberg, des Bürgermeisteramts sowie der Busunternehmen, von Reiseveranstaltern und Anbietern von Gästeführungen besprochen.„Der Trend stimmt, es geht erkennbar in die richtige Richtung, aber wir sind noch nicht zufrieden und arbeiten gemeinsam an weiteren Verbesserungen für die Zukunft“, betonen alle beteiligten Akteure. Eine große Herausforderung war auch die Baustellensituation 2019 in der Augustinerstraße.

Bürgermeister Christian Vogel empfindet die Ergebnisse als ersten wichtigen Schritt zur Verbesserung der Situation. „Mit der Reduzierung um ein Drittel an einfahrenden Bussen konnten wir zwar ein erstes gestecktes Ziel erreichen, aber es reicht mir so noch nicht aus. Das will ich so direkt sagen. Deshalb ruhen wir uns auch nicht darauf aus, denn für die Zukunft ist eine weitere Entzerrung der touristischen Stoßzeiten aus meiner Sicht zwingend erforderlich. Dazu werden derzeit neue Maßnahmen für 2020 erarbeitet, beispielsweise die Einführung eines Buchungssystems für Bus-Slots, die ganzjährige Bewachung durch eine Sicherheitsfirma ab Mai 2020 und die Kontrolle der Einfahrtsgenehmigungen durch die Kommunale Verkehrsüberwachung.“

Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas sagt hierzu: „Eine lebendige Stadt ist ein wichtiger Standortfaktor. Deshalb setzen wir darauf, dass wir gemeinsam an einem qualitätsvollen Tourismus arbeiten, der auf die hier in der Altstadt wohnenden Menschen Rücksicht nimmt und gleichzeitig Nürnberg als einen attraktiven Standort erlebbar macht. Ein wichtiges Signal ist, dass alle Akteure an einem Strang ziehen.“„Wir haben gemeinsam mit allen Beteiligten die durchgeführten Maßnahmen der letzten sechs Monate ausgewertet und konnten hier die Situation in der Augustinerstraße entspannen. Wir wollen aber die Einfahrten im kommenden Jahr zur Stoßzeit noch weiter reduzieren“, sagt Yvonne Coulin, Geschäftsführerin der CTZ.

Die Informations-Broschüre „Wichtige Hinweise für Reisebusse in Nürnberg“ gibt eine Übersicht über alle Regularien sowie die Busparkplätze und Ein- und Ausstiegsstellen im Stadtgebiet. Sie ist ebenso wie das Antragsformular auf der Webseite der CTZ unter https://tourismus.nuernberg.de/reiseindustrie/ sowie auf der Webseite des Personenschifffahrtshafens unter www.personenschifffahrtshafen.nuernberg.de erhältlich.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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