Bauunterhalt und Restaurierungen
St. Sebald verlangt ab 17. Mai Eintritt

Die Einführung des Beitrags ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung der Pfarrei um ein lebendiges Gemeindeleben krisenfest abzusichern. Mit Initiativen wie der PachelbelChorakademie, dem Sebalder Pfarrhof und dem Café Maulbeere stärkt St. Sebald seine
geistliche, kulturelle und gesellschaftliche Präsenz im Herzen der Nürnberger Innenstadt. | Foto: Nicole Fuchsbauer
  • Die Einführung des Beitrags ist Teil einer strategischen Weiterentwicklung der Pfarrei um ein lebendiges Gemeindeleben krisenfest abzusichern. Mit Initiativen wie der PachelbelChorakademie, dem Sebalder Pfarrhof und dem Café Maulbeere stärkt St. Sebald seine
    geistliche, kulturelle und gesellschaftliche Präsenz im Herzen der Nürnberger Innenstadt.
  • Foto: Nicole Fuchsbauer
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NÜRNBERG (pm/nf) – Die Pfarrei St. Sebald & St. Egidien führt für die touristische Besichtigung der Sebalduskirche ab Sonntag, 17. Mai 2026, einen „Beitrag zur offenen Kirche St. Sebald“ ein. Damit reagiert die Gemeinde nach eigenen Angaben auf dauerhaft hohe Besucherzahlen, steigende Bau- und Unterhaltskosten und sinkende Zuschüsse.

Die neue Regelung ist Teil einer Gesamtstrategie der Pfarrei St. Sebald & St. Egidien: sie sichere verlässliche Öffnungszeiten und stärke die Zukunftsfähigkeit der Pfarrei. 

St. Sebald ist ein zentraler Anziehungspunkt in der Nürnberger Altstadt – in unmittelbarer Nähe zur Kaiserburg, zum Rathaus und Hauptmarkt. Viele Gäste aus dem In- und Ausland besuchen Nürnbergs älteste Pfarr- und Ratskirche mit dem Grab des Stadtpatrons Sebaldus als geistlichen und kulturhistorischen Ort. Im vergangenen Jahr waren es erstmals mehr als 500.000 Besucherinnen und Besucher.

Gebet und Gottesdienst sollen frei zugänglich bleiben

Für Gebet, Andachten, Gottesdienste und seelsorgerliche Anliegen bleibt die Kirche frei zugänglich. Der Beitrag betrifft ausschließlich die touristische Besichtigung außerhalb liturgischer Zeiten. „St. Sebald ist seit knapp 800 Jahren ein geistlicher Raum“, erklärt Pfarrer Dr. Martin Brons „und er bleibt zum Gebet frei zugänglich. Der Beitrag richtet sich an diejenigen, die die Kirche vor allem als kulturellen und historischen Ort besuchen und sich an ihrem Erhalt beteiligen möchten.“

Die über 700 Jahre alte Sebalduskirche verursacht durch Bauunterhalt, Restaurierungen, Energie, Reinigung, Sicherheit und Organisation der Öffnungszeiten jährlich erhebliche Kosten. Gleichzeitig zeigen die kürzlich veröffentlichten Kirchenaustrittszahlen, dass die Entwicklung eine neue Phase erreicht hat. Viele Gemeinden müssen sich überlegen, wie sie die Arbeit und den Erhalt der Kirchen angesichts von zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen und strukturellen Zuschüssen durch Kirche und Staat fortsetzen können.

Die offene Kirche St. Sebald wird bislang in hohem Maß durch ehrenamtliches Engagement ermöglicht, das auch weiterhin ein tragendes Fundament bleibt. Um die Öffnungszeiten jedoch dauerhaft verlässlich sicherzustellen und zwingend notwendige Erhaltungsmaßnahmen (u.a. Brandschutz) finanzieren zu können,
braucht es eigenständige Konzepte.

Mit dem neuen Beitrag wird ein bewusst einfaches Modell eingeführt: Kinder und Jugendliche können die Kirche jederzeit frei besichtigen. Besucher ab 18 Jahren zahlen künftig fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro (u.a. Schüler, Studierende, 65+ und Gruppen). Für 15 Euro ist eine Jahreskarte erhältlich.

Alternativ kann für denselben Betrag eine Jahresmitgliedschaft in der Bauhütte von St. Sebald erworben werden, die ebenfalls freien Zugang ermöglicht. Die gleiche Regelung gilt für Gemeindeglieder sowie Mitglieder der Chöre und Vereine der Pfarrei. Der Beitrag liegt im Vergleich zu vielen europäischen Innenstadtkirchen auf moderatem Niveau und ist bewusst solidarisch gestaltet. Zahlreiche europäische Innenstadtkirchen, darunter etwa der Berliner und der Salzburger Dom, sowie einzelne Bereiche im
Stephansdom in Wien erheben Beiträge für die touristische Besichtigung. „Wir möchten die Tür von St. Sebald dauerhaft offen halten“, so Brons. „Dafür verteilen wir die Verantwortung auf mehrere Schultern.“

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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