2014 zum Zweiten Bürgermeister gewählt
Christian Vogel verabschiedet sich aus der Politik
- Bereits seiner frühen Jugend begann Christian Vogels Weg in der SPD.
- Foto: Nicole Fuchsbauer
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NÜRNBERG (pm/nf) – Mit Christian Vogel verabschiedet sich einer der prägendsten und zugleich populärsten Kommunalpolitiker Nürnbergs aus dem aktiven politischen Leben. Nach Jahrzehnten des Engagements für die SPD Nürnberg und die Stadt zieht sich der langjährige Bürgermeister vollständig aus der Politik zurück.
- Nürnbergs langjähriger Zweiter Bürgermeister zieht sich aus der Politik zurück.
- Foto: SPD Fraktion Nürnberg
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Vogels politischer Weg begann früh – und mit einer Geschichte, die in Nürnberg bis heute erzählt wird: Als 13-Jähriger betrat er das Karl-Bröger-Haus mit dem festen Entschluss, in die SPD einzutreten. „Bub, hast der des gut überlegt?“, fragte ihn damals eine Mitarbeiterin. Die Antwort gab er über Jahrzehnte hinweg selbst – mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und einem tiefen Verständnis für die Anliegen der Menschen in seiner Stadt.
Vom engagierten Ortsvereinsmitglied in Worzeldorf über Funktionen im Unterbezirk bis hin zum Vorsitzenden der Nürnberger SPD: Vogel übernahm früh Verantwortung. Maßgeblich geprägt wurde sein Weg von politischen Persönlichkeiten wie Horst Schmidbauer. 2003 wurde er selbst zum Vorsitzenden der Nürnberger SPD gewählt – in einer Zeit des Aufbruchs und der politischen Erneuerung.
Auch in der Stadtpolitik übernahm Vogel zentrale Rollen: 2008 wurde er in den Nürnberger Stadtrat gewählt, 2010 übernahm er den Vorsitz der SPD-Stadtratsfraktion. 2014 wurde er zum Zweiten Bürgermeister der Stadt Nürnberg gewählt, seit 2020 ist er Dritter Bürgermeister. Über all diese Jahre hinweg prägte er die kommunalpolitische Arbeit der Sozialdemokratie maßgeblich.
Was Christian Vogel auszeichnet, ist sein unbedingter Wille zur Umsetzung. „Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, dann habe ich daran gearbeitet – Tag und Nacht“, beschreibt er selbst seinen Antrieb. Dieser Anspruch spiegelt sich in zahlreichen sichtbaren Projekten wider, die eng mit seinem Namen verbunden bleiben: die Würdigung verfolgter Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, der Schriftzug am Karl-Bröger-Haus, die Umbenennung des Stadions in Max-Morlock-Stadion sowie die bevorstehende Wiedereröffnung des Volksbads.
Gerade das Volksbad und die Weiterentwicklung der Nürnberger Feuerwehr zählen zu seinen Herzensprojekten – Bereiche, in denen Vogel nicht nur verwaltete, sondern gestaltete und nachhaltig prägte.
Mit seinem Rückzug verliert Nürnberg einen Politiker, der wie kaum ein anderer für Verlässlichkeit, Bodenständigkeit und Tatkraft stand.
Für viele Bürgerinnen und Bürger bleibt er der „Bürgermeister der Herzen“ – ein Titel, der weit über ein einzelnes Projekt hinausgeht und für eine Politik steht, die nah bei den Menschen ist und konkrete Verbesserungen schafft.
Die SPD Nürnberg und die Stadt Nürnberg danken Christian Vogel für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen prägenden Beitrag zur Entwicklung der Stadt. „Die Sozis brauchen dich“, hatte ihm einst Hans-Jochen Vogel geraten.
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