Polizei fahndet jetzt nach dem Täter
UPDATE 3: Bei Tempo 200 öffnete sich plötzlich die ICE-Tür!
- Hilfskräfte versorgten die ausgestiegenen Fahrgäste des Zuges.
- Foto: Pascal Höfig/NEWS5/dpa
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- Während ein Schnellzug mit Tempo 200 durch Unterfranken rauscht, öffnet sich plötzlich eine Tür.
- Der Lokführer handelt sofort.
- Es folgt ein Sucheinsatz bei Dunkelheit.
UPDATE 3:
Karlstadt (dpa) - Nach der gefährlichen Öffnung einer ICE-Waggontür bei Tempo 200 in Unterfranken fahndet die Bundespolizei nach einem Täter. Nach ersten Ermittlungen wurde die Notentriegelung der Tür geöffnet, wie die Bundespolizeiinspektion Würzburg mitteilte.
Die Deutsche Bahn hatte eine technische Panne zuvor bereits ausgeschlossen. Die Beamten ermitteln nun wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen. Der Lokführer stoppte den ICE 528 auf der Fahrt von München nach Dortmund kurz nach 19.30 Uhr, der Zug kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen. Verletzt wurde niemand.
Fast 300 Rettungskräfte und Polizisten im Einsatz
Die Notknöpfe für die Öffnung der Zugtüren sind durch Plexiglasscheiben gesichert – in dem betreffenden ICE war diese laut Polizei eingeschlagen. Ob böser Wille oder Missgeschick, ist ungeklärt. An Bord befanden sich 238 Reisende und acht DB-Mitarbeiter, die Tür öffnete sich im hinteren Zugteil.
Die DB beorderte ihren Rettungszug aus Würzburg mit Notärzten, medizinischem Fachpersonal und Feuerwehr an Ort und Stelle, wie die Kreisbrandinspektion Main-Spessart mitteilte. Insgesamt rückte ein Großaufgebot von fast 300 Feuerwehrleuten, Rettungskräften, Polizisten und DB-Mitarbeitern aus.
DB: Türen öffnen sich nicht einfach während der Fahrt
Für Fahrgäste und Personal hatte der Vorfall eine stundenlange Zwangspause zur Folge. Zunächst war unklar, ob jemand aus dem Zug gestürzt war. Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdienste suchten die Strecke vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildkamera ab. Gefunden wurde niemand.
Der Zug wurde überprüft, eine technische Störung gab es nach Angaben einer Bahn-Sprecherin nicht. «Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt.» Zur Frage, ob jemand die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die DB nicht Stellung. Erst gut fünf Stunden später fuhr der ICE schließlich gegen 1 Uhr morgens aus eigener Kraft nach Lohr am Main.
Polizei stellt Identitäten der Fahrgäste fest
Die Polizei nahm dort die Personalien der gut 120 Passagiere auf, die im hinteren Zugteil gesessen hatten, und fragte nach Hinweisen und etwaigen Beobachtungen. Die Strecke wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben. Der absichtliche oder wissentliche «Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln» ist eine Straftat.
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UPDATE 2:
Karlstadt (pm/nf) – Am Dienstagabend (1. September) kam es am Eingangsportal des Schönrain-Tunnels hinter Wiesenfeld zu einem Großeinsatz verschiedenster Blaulichtorganisationen. Auf der Fahrt von München nach Dortmund öffnete sich gegen 19:32 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache eine Tür im hinteren Teil des ICE 528. Die bisherigen Ermittlungen ergaben, dass die Notentriegelung dieser Tür betätigt worden ist. Aus welchen Gründen dies geschah ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Würzburg.
Die Absuchmaßnahmen entlang der Strecke und im Tunnel verliefen negativ. Während der Absuche verblieben die ca. 230 Reisenden im Zug. Eine Betreuung durch die Rettungsdienste wurde sichergestellt.
Durch die Gefahrenbremsung wurde niemand verletzt. Nach Beendigung der Suchmaßnahmen fuhr der ICE 528 nach Lohr am Main. Hier führte die Bundespolizeiinspektion Würzburg, mit Unterstützung benachbarter Dienststellen und der Bayerischen Landespolizei, bei 120 Reisenden, die sich im betroffenen hinteren Zugteil aufhielten, erkennungsdienstliche Maßnahmen durch. Die polizeilichen Maßnahmen dauerten bis ca. 02:30 Uhr an. Die Deutsche Bahn stellte einen Schienenersatzverkehr bereit und organisierte den Weitertransport aller Passagiere nach Aschaffenburg und Frankfurt am Main.
Die Streckensperrung dauerte bis 02:40 Uhr und verursachte bei 125 Zügen eine Gesamtverspätung von 5826 Minuten. Zu Zugausfällen kam es nicht.
Während des Einsatzes waren ca. 300 Kräfte der Bundespolizei, der Bayerischen Landespolizei, der Feuerwehren und Rettungsdienste sowie der Deutschen Bahn AG im Einsatz.
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UPDATE:
Karlstadt (dpa) - Nach dem Notstopp eines ICE wegen einer bei Tempo 200 geöffneten Tür hat die DB ein Problem am Zug ausgeschlossen. Eine technische Störung am Zug lag nicht vor, wie eine Bahn-Sprecherin mitteilte.
Zur Frage, ob jemand an Bord des Zuges die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die DB nicht Stellung. «Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt», hieß es in der kurzen Stellungnahme. «Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden.» Aussagen zu weiteren Details seien erst nach Abschuss der Ermittlungen möglich.
Der Lokführer hatte den ICE 528 von München nach Dortmund am Dienstagabend wegen der offenen Tür in der Nähe von Karlstadt (Kreis Main-Spessart) vor einem Tunnel gestoppt. Die Fahrgäste konnten später in Lohr am Main aussteigen.
Die Bundespolizei nahm sofortige Ermittlungen auf, unter anderem befragten die Beamten Fahrgäste und nahm deren Personalien auf. An Bord befanden sich demnach 238 Reisende. Die Bahnstrecke am Einsatzort wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben.
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Karlstadt (dpa) - Auf einer Fahrt durch Unterfranken mit rund 200 Kilometern pro Stunde hat sich bei einem ICE aus ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet. Der Lokführer habe den Schnellzug sofort gestoppt, teilte die Bundespolizei mit. Der ICE 528 auf der Fahrt von München nach Dortmund kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen. Verletzt wurde niemand. Die DB schloss ein Problem am Zug aus, die Bundespolizei nahm sofortige Ermittlungen auf.
- Nach dem Nothalt durften die Reisenden den ICE verlassen.
- Foto: Pascal Höfig/NEWS5/dpa
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
Türen öffnen sich nicht einfach während der Fahrt
Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend. An Bord befanden sich 238 Reisende. Eine technische Störung am Zug lag demnach nicht vor, wie eine Bahn-Sprecherin mitteilte. Zur Frage, ob jemand an Bord des Zugs die Tür mutwillig geöffnet haben könnte, nahm die DB nicht Stellung. «Türen im ICE öffnen sich nicht einfach während der Fahrt», hieß es in der kurzen Stellungnahme. «Die konkrete Ursache ist Gegenstand der ermittelnden Behörden.» Aussagen zu weiteren Details seien erst nach Abschluss der Ermittlungen möglich.
Polizei stellt Identitäten der Fahrgäste fest
Der Lokführer hatte seinen Zug in der Nähe von Karlstadt vor einem Tunnel gestoppt. Die Fahrgäste konnten später in Lohr am Main aussteigen. Die Bundespolizei befragte dort die Passagiere und nahm die Personalien auf. Außerdem überprüften die Beamten, ob Gepäck aus dem Zug gefallen war. Die Bahnstrecke wurde gegen 2.30 Uhr wieder freigegeben.
Niemand aus dem Zug gestürzt
Weil laut Bundespolizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war, suchte ein Großaufgebot von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten die Strecke vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab. Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand. Am Vormittag sollte die Strecke erneut abgesucht werden.
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