Elf Mal zum Mond und zurück: Winterdienst bringt sich in Stellung

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (l.) zum Thema Winterdienst in der Autobahnmeisterei Fischbach.
  • Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (l.) zum Thema Winterdienst in der Autobahnmeisterei Fischbach.
  • Foto: stmi.bayern.de
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Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann: ,,600.000 Tonnen Streusalz werden reichen"

REGION/NÜRNBERG (pm/nf) - Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann sorgt dafür, dass die Bayern nicht aufs Glatteis geführt werden. „Wir sind gewappnet für Schnee und Eis. Von Hof bis Sonthofen im Allgäu sind unsere Salzlager randvoll mit Salz. Unsere Frauen und Männer in Orange sorgen dafür, dass der Verkehr möglichst reibungsfrei läuft“, so der Verkehrsminister bei einem Ortstermin in der Autobahnmeisterei Fischbach bei Nürnberg.

,,Bereits im Sommer haben wir die Lagerhallen zu günstigeren Preisen als in der Hoch­sai­son mit rund 600.000 Ton­nen Streu­gut gefüllt. Mit Beginn der kalten Jahreszeit halten die Straßen- und Autobahnmeistereien das verkehrlich wichtige Netz von knapp 23.000 Kilo­me­tern an Auto­bah­nen, Bundes- und Staats­straßen in Bayern befahr­bar." Herrmann weiter: „Fast 8,5 Milli­o­nen Kilometer ha­ben sie dafür in der ver­gan­genen Winter­sai­son mit dem käl­tes­ten Januar seit mehr als 30 Jahren zu­rück­gelegt. Das ist mehr als elf Mal zum Mond und wie­der zu­rück!“ 

Wie Herrmann weiter mitteilte, verteilten die rund 2.500 Frauen und Männer in Orange in der Wintersaison 2016/2017 dabei etwa 260.000 Ton­nen Salz und 90 Mil­li­o­nen Liter Salzsole. Rund 21,5 Millionen Euro investierte der Freistaat Bayern letztes Jahr – nur in Salz. „Da­zu kommen noch die Kosten für die pri­va­ten Fuhrunternehmen, die eigenen Lohn- und Gerätekosten sowie weitere Kos­ten etwa für das Aufbauen von Schnee­zäunen und die Winterdienst-Einsatzleitung“, informierte Joachim Herrmann.

Doch trockenes Streusalz allein reicht nicht aus. Wie Bayerns Innenminister erläuterte, können bei trockener Witterung die aufgestreuten Salzkörner durch Fahrtwind von der Fahrbahn geweht werden. Deshalb setzt der Freistaat Bayern bei entsprechender Witterung auch reine Salzsole ein, die länger auf der Straßenoberfläche haften bleibt. „Wir haben festgestellt, dass wir bei gleichbleibender Qualität für den Autofahrer hierbei deutlich weniger Salz aufbringen müssen. Das spart zum einen Kosten und zum anderen wird die Umwelt geschont.

Abschließend appellierte Herrmann an alle Verkehrsteilnehmer: „Die beste Technik hilft nichts, wenn die Autofahrer ihr Fahrverhalten nicht an die Straßen- und Witterungsverhältnisse anpassen. Deshalb: Planen Sie ausreichend Zeit für Ihren Weg ein und ziehen Sie Ihrem Fahrzeug Winterreifen auf. In Ihrem ei­ge­nen Interesse und auch zur Si­cherheit der anderen Verkehrsteilnehmer. Und neh­men Sie bitte Rücksicht auf unsere Einsatzfahrzeuge.“

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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