Tracker an der Rückenflosse befestigt
Krimi um Timmy: Diese Karte soll den Weg des Wals zeigen
- Er hat die Chance nicht nutzen können, sagte Backhaus bei der Präsentation von Trackerdaten über den Buckelwal.
- Foto: Jens Büttner/dpa
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- Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erläuterte nun doch vorhandene Trackerdaten
Schwerin/Anholt (dpa/nf) - Die Freiheit in der Nordsee konnte der mehrfach an Ostseeküsten gestrandete Buckelwal nicht lange genießen: Das Tier habe nach seiner Freisetzung am 2. Mai wohl nur noch bis zum 6. oder 7. Mai gelebt, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin. Damit geht er davon aus, dass es sich bei dem weiblichen Wal um den Buckelwal Timmy/Hope handelt, der seit Monaten die Menschen beschäftigt.
Darauf wiesen die ausgewerteten Daten des Senders hin, den das Tier zuletzt getragen hatte. Danach sei er mehr oder weniger gedriftet beziehungsweise das Signal sei abgebrochen.
Auch Tierärztin Dr. Kirsten Toennis, die bei der Rettung von Timmy dabei war, berichtete kürzlich auf ihrem Facbook-Kanal, dass die bei der Insel Poel entnommenen Gewebeproben des Wales Timmy/Hope in en Labor versendet wurden. Das kann allerdings vier Wochen dauern. "Dann wissen wir definitiv - in meiner Verantwortung - ist es dasselbe Tier (gestandeter Wal auf Anholt) ja oder nein."
Mehr als 200 Kilometer geschwommen
Der Tracker habe bis zum 7. Mai Daten geliefert - darunter Wassertiefe, Temperaturen, Bewegungsabläufe und Geschwindigkeit. Laut Backhaus hatte er etwa 215 Kilometer zurückgelegt - und war direkt wieder auf Kurs Richtung Ostsee. Alle Daten sollen noch der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden, hieß es.Dort war er Backhaus zufolge auch wieder langsamer geschwommen und war auch nicht mehr so tief wie zuvor getaucht. Es sei traurig, wie es für es Tier ausgegangen ist. «Er hat die Chance nicht nutzen können», sagte Backhaus.
Der Tracker der Firma Wildlife Computers war an der Rückenfinne des geschwächten und beim Transport verletzten Tieres befestigt worden, kurz bevor es im Zuge der Transportaktion der privat finanzierten Initiative ins offene Meer gesetzt wurde.
Der Wal hatte zuvor wochenlang vor der mecklenburgischen Insel Poel gelegen. Die Privatinitiative transportierte ihn mit einem Lastkahn Richtung Nordsee, etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt wurde er im Skagerrak am 2. Mai ausgesetzt.
Nach Verlautbarung der Initiative waren anfangs zumindest einige Bewegungsdaten wie Tauchtiefen erfasst worden. Ortsdaten hatte das Gerät demnach nie geschickt, wohl, weil es vorab nicht wie eigentlich vorgesehen getestet und initialisiert wurde. Vitalzeichen im medizinischen Sinne wie Herz- oder Atemfrequenz erfasste der Sender gar nicht, dafür wäre spezielle Sensorik nötig gewesen.
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