Wie sicher sind unsere Flughäfen?
UPDATE: Drohne auf dem Flugfeld hatte Sprengstoff und Zünder
- Eine ukrainische Frachtmaschine vom Typ Antonow steht am Leipziger Flughafen.
- Foto: Hendrik Schmidt/dpa
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
- Drohnen, Sprengstoff und ein ukrainisches Flugzeug
- Zweite Drohne kollidierte mit Flugzeug
- Die Vorgänge am Leipziger Flughafen rufen die Polizei auf den Plan.
- Noch sind zentrale Fragen offen.
- Terror-Experten übernehmen
UPDATE:
Leipzig (dpa) - Nach dem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entschärft. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) wurde der Zünder einer noch unbekannten Sprengvorrichtung entfernt.
Terrorismus- und Extremismus-Ermittler übernehmen
Die Generalstaatsanwaltschaft in Dresden und das im LKA ansässige Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ), haben die Ermittlungen übernommen. Sie schließen eine politische Motivation nicht aus. Deshalb ist auch das PTAZ im Einsatz, hieß es. Der Flughafen gehöre zum Bereich der kritischen Infrastruktur.
- Am Flughafen kam auch ein Sprengroboter zum Einsatz.
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Nach Angaben des LKA wurde die Drohne mit der Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn «Südpiste» von einem Mitarbeiter des Flughafens gefunden. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchstartete. Bei der Maschine konnten nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt werden, hieß es.
Flugbetrieb vorübergehend eingestellt
Der Flugbetrieb wurde nach Feststellung der Drohne in der Nacht zunächst komplett eingestellt. Nach einer umfangreichen Kontrolle des Flughafens konnte die Start-/Landebahn «Nordpiste» noch in der Nacht wieder freigegeben werden. Die Start-/Landebahn »Südpiste« sollte aus Wartungsgründen am Mittwoch nicht genutzt werden.
«Es besteht keine Gefahr für Leib oder Leben von Passagieren oder Mitarbeitern des Flughafens. Der Flugverkehr für Passagiere ist nicht beeinträchtigt», stellten die Ermittler klar.
Zusammenhänge noch unklar
Unklar ist bislang noch, ob es einen Zusammenhang zwischen dem zuerst gesichteten Flugobjekt und der Drohne mit Sprengvorrichtung gibt, die am Boden gefunden wurde. Der Leipziger Polizeisprecher Olaf Hoppe stellte klar, dass Unbefugte nicht einfach auf das Rollfeld gelangen können. Es liege der Schluss nahe, dass das besagte Objekt aus der Luft auf den Boden gelangt sei.
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Leipzig (dpa/nf) - Eine Drohne am Leipziger Flughafen ruft die Polizei auf den Plan. Denn das Flugobjekt wurde in der Nähe einer ukrainischen Maschine gefunden. Nach Medienberichten, kollidierte ein zweites Flugzeug kurze Zeit später mutmaßlich mit einer weiteren Drohne. Man geht von einem Anschlag aus.
Was bekannt ist
Am Leipziger Flughafen wurde nach übereinstimmenden Angaben aus Sicherheitskreisen eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs sichergestellt. Das bestätigte auch ein Nato-Sprecher.
Die Drohne befand sich demnach nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor.
Die Drohne wurde kurz vor Mitternacht sichergestellt und mit einem Röntgengerät untersucht. Den Angaben zufolge war an der Drohne ein Sprengstoff mit Zünder befestigt.
Der Flughafen Leipzig/Halle stellte den Flugbetrieb in der Nacht vorübergehend ein, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens und zudem ein verdächtiger Gegenstand im Bereich der Südpiste gefunden wurden. Mehrere Maschinen wurden laut Polizeidirektion Leipzig umgeleitet.
Es ist nicht klar, ob es sich bei dem unbekannten Flugobjekt oder dem verdächtigen Gegenstand um die Drohne handelt. Zu Tätern und ihren Motiven ist bislang nichts bekannt.
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