Giorgia Meloni besuchte Verletzte in Klinik
Linksradikale Krawalle in Turin: Sie gingen mit Hammer auf Polizisten los
- Mindestens 100 Sicherheitskräfte wurden bei den Krawallen verletzt.
- Foto: Marco Alpozzi/LaPresse via ZUMA Press/dpa
- hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
- In der norditalienischen Großstadt protestieren Tausende gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums
- Es kommt zu schweren Ausschreitungen
Turin (dpa/nf) - Bei Protesten gegen die Schließung eines linken Kulturzentrums in der norditalienischen Großstadt Turin ist es zu schweren Krawallen gekommen. Bei den Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und teils vermummten, gewalttätigen Angreifern wurden nach Angaben der Behörden mehr als 100 Sicherheitskräfte verletzt.
Zehn Menschen wurden demnach festgenommen, gegen zwei wurde Haftbefehl erlassen. Zur Zahl der verletzten Demonstranten gab es zunächst keine genaueren Angaben.
Die Proteste richteten sich gegen die Räumung des Kulturzentrums Askatasuna kurz vor Weihnachten, das in Turin über Jahrzehnte hinweg ein Treffpunkt der linken Szene war. Nach Schätzungen beteiligten sich am Samstag etwa 15.000 Menschen an einer Demonstration durch die Innenstadt. Dabei waren auch zahlreiche Palästinenserfahnen zu sehen. Anfangs verlief alles friedlich. Dann kam es zu den Krawallen.
Aus der Menge flogen Steine, Molotowcocktails und andere Gegenstände in Richtung der Polizei. Mehrere Müllcontainer standen in Brand. Auch ein Einsatzwagen brannte. Die Ordnungskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Ein Demonstrant wurde mit Kopfverletzungen weggebracht.
Auf einem Video ist zu sehen, wie ein am Boden liegender Polizist von Vermummten mit Fußtritten traktiert und geschlagen wird. Dabei kam auch ein Hammer zum Einsatz. Der 29 Jahre alte Mann wurde nach Angaben der Behörden erheblich verletzt, ist aber nicht in Lebensgefahr.
"Sie waren da, um uns zu töten", sagte ein Polizist zu Georgia Meloni. Die Ministerpräsidentin besuchte im Krankenhaus Le Molinette die schwer verletzten Polizisten (28 und 29) und dankte ihnen für ihren Einsatz.
Aus der Politik wurden die Krawalle verurteilt. Die Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach von einem «Angriff auf den Staat». Meloni selbst sprach von versuchter Tötung.
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