Somalier tötete drei Frauen im Kaufhaus
Würzburger Messerangreifer wird nicht abgeschoben - zu gefährlich

Aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft München ist die Gefahr zu groß, dass der Messerangreifer von Würzburg nach einer Abschiebung wieder nach Deutschland einreist. | Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft München ist die Gefahr zu groß, dass der Messerangreifer von Würzburg nach einer Abschiebung wieder nach Deutschland einreist.
  • Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer
  • Ein Somalier griff in einem Kaufhaus 2021 wahllos Passanten an und tötete drei Frauen
  • Die Stadt Würzburg wollte ihn abschieben lassen
  • Doch Staatsanwälte halten das für zu gefährlich
  • Psychisch krank und schuldunfähig

München/Würzburg (dpa/nf) ) - Eine Abschiebung des Messerangreifers von Würzburg kommt laut einem Gutachten derzeit nicht in Betracht. Der dauerhaft in einer Psychiatrie untergebrachte Mann hatte 2021 drei Frauen getötet und mehrere weitere Menschen verletzt.

UPDATES: Brutale Messerattacken in Würzburg ++ Ermittler werten Handydaten aus

Im Falle einer Abschiebung bestehe eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Wiedereinreise des Somaliers nach Deutschland und damit eine sehr große Gefahr dafür, dass er erneut schwerste Straftaten begehen werde, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München mit.

In seinem Heimatland käme der Mann laut Generalstaatsanwaltschaft auf freien Fuß und könnte somit wieder nach Deutschland einreisen. Die Generalstaatsanwaltschaft kam nach umfassender Prüfung zu dem Ergebnis, dass es derzeit nicht in Betracht komme, von der weiteren Vollstreckung der Maßregel abzusehen.

Gutachten: Mann ist nach wie vor gefährlich

Zuvor hatte die Ausländerbehörde bei der Stadt Würzburg eine Ausweisung des Mannes angeordnet. Um eine Abschiebung zu ermöglichen, hätte aber die Generalstaatsanwaltschaft München von der weiteren Vollstreckung der dauerhaften Unterbringung in der psychiatrischen Klinik absehen müssen.

Der Mann sei laut einem Gutachten für die Allgemeinheit nach wie vor gefährlich, so die Generalstaatsanwaltschaft. Diese Gefahr könne auch nicht durch andere Maßnahmen wie etwa eine Ausschreibung zur Festnahme abgewendet werden, so dass der Somalier weiterhin in der angeordneten Unterbringung bleiben müsse.

Wahllos auf Passanten eingestochen

Der Migrant Mitte 30 - sein genaues Alter ist den Behörden nicht bekannt - hatte am 25. Juni 2021 in der Würzburger Innenstadt wahllos auf arglose Passanten eingestochen. Der Mann ist mehreren Gutachten zufolge psychisch krank und war demnach bei dem Verbrechen schuldunfähig. Innere Stimmen sollen ihm die Tat befohlen haben - ähnlich wie bei dem Messermörder der Kindegartenkinder in Aschaffenburg. 

UPDATE: Der Fall Aschaffenburg: Wieder ein schuldunfähiger Täter!

Im Juli 2022 hatte das Landgericht Würzburg geurteilt, dass der Somalier zeitlich unbefristet in einer Psychiatrie unterkommen muss. Solange die Erkrankung des Mannes, paranoide Schizophrenie, fortbesteht und er als gefährlich eingestuft wird, ist eine Freilassung ausgeschlossen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

Webseite von Nicole Fuchsbauer
Nicole Fuchsbauer auf Facebook
Nicole Fuchsbauer auf Instagram
Nicole Fuchsbauer auf X (vormals Twitter)

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

29 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.