Medikamentenrückstände
Rückrufaktion bei Trinkmilch
- Gesundheitsgefährdende Stoffe sind in einer Milch entdeckt worden. (Symbolbild)
- Foto: Lukas Schulze/dpa
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HERRENBERG (dpa/ak) – Eine Charge der Trinkmilchmarke „Ferma“ sorgt derzeit für Unruhe im Lebensmittelhandel. Wie das Portal lebensmittel.de berichtet, wurden bei einer Untersuchung Rückstände des Tierarzneimittels Triclabendazol festgestellt – und zwar in einer Konzentration, die den zulässigen Höchstwert überschreitet. Betroffen ist die UHT-Trinkmilch mit 2,5 Prozent Fett und einem Gewicht von 900 Gramm, versehen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 08.12.2025.
Das Produkt wurde über den Hersteller Monolith mit Sitz in Herrenberg vertrieben und gelangte in Filialen von Mix Markt sowie in Spezialitätengeschäfte. Geliefert wurde die betroffene Milch unter anderem nach Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Triclabendazol ist ein zugelassenes Mittel zur Behandlung von Leberegeln bei Nutztieren, darf jedoch nur in streng kontrollierten Mengen in Lebensmitteln vorkommen. Die Überschreitung der Rückstandshöchstmenge gilt als potenziell gesundheitsschädlich, weshalb die betroffene Charge nun aus dem Verkehr gezogen wird.
Verbraucherinnen und Verbraucher, die das Produkt gekauft haben, können es in den jeweiligen Märkten zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet. Der Hersteller zeigte sich in einer Stellungnahme betroffen und erklärte: „Wir bedauern, dass es trotz größtmöglicher Sorgfalt bei der Herstellung zu diesem Vorfall gekommen ist und entschuldigen uns für die daraus entstandenen Unannehmlichkeiten.“
Die zuständigen Behörden überwachen die Rückrufaktion und prüfen, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Für Kundinnen und Kunden gilt: Ein Blick auf das Mindesthaltbarkeitsdatum kann Klarheit verschaffen – und im Zweifel sollte die Milch nicht konsumiert werden.
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