Honda CR-V Hybrid: spielerisch kombinierter Beschleuniger

Das System funktioniert unauffällig und reibungslos: Der erzielte Durchschnittsverbrauch spricht dafür, dass der CR-V Hybrid im Stadtverkehr, wo der Diesel mit höheren Verbrauchswerten ins Hintertreffen gerät, seine Stärken voll ausspielen kann. Foto: © Auto-Medienportal.Net/Honda

(ampnet/mue) - Als Benziner steht der Honda CR-V schon bei den Händlern, angetrieben von einem 1,5 Liter-Turbobenziner. Einen Diesel wird es in der fünften Generation des Honda CR-V nicht geben, dafür aber eine Hybridversion.

Wie bei Honda oft schon erlebt, ist das nicht nur noch irgend so ein Hybrid, sondern eine bisher noch nicht gekannte Spielart der Kombination zwischen konventionellem Verbrennungsmotor und Elektroantrieb. Entsprechend stolz fällt der Name des Systems aus: Intelligent Multi-Mode Drive (i-MMD). Doch unabhängig vom Antrieb ist dies ein ganz normaler Honda CR-V, von außen nur durch den Hybridschriftzug und von innen nur durch seine angepassten Anzeigen und den Verzicht auf den Keller in Kofferraum, in dem die Lithiumionen-Batterie untergebracht wurde, erkennbar. Der Innenraum zeigt dieselbe sportiv-elegante Gestaltung und dieselbe gute Materialauswahl, die Sicherheitsausstattung erweist sich – je nach Ausstattung – als vollständig. Die aktiven Honda Sensing Sicherheitstechnologien umfassen das Kollisionswarnsystem mit Bremsassistent, den akustischen und den aktiven Spurhalteassistenten, die adaptive Geschwindigkeitsregelung, den aktiven Geschwindigkeitsbegrenzer, der die Geschwindigkeit an das aktuelle Tempolimit anpasst, die adaptive Geschwindigkeitsregelung und – nur in Europa – die Verkehrszeichenerkennung per Kamera. So kann es geschehen, dass zwei unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten angezeigt werden. Ein Verkehrszeichen gerät aus dem Kartenmaterial auf den Infotainmentbildschirm, das andere liefert die Kamera ins Blickfeld des Fahrers. Unter dem Blech hat der Hybrid einen Zwei Liter-Vierzylinder-Benziner, der immer in seinem günstigsten Betriebsbereich läuft, so etwa wie beim ersten Opel Ampera oder Chevrolet Volt. Dort hatte der Motor keine Verbindung zum Antrieb, sondern lieferte über einen Generator Strom an die Batterie – und nur an die Batterie. Diese versorgte den Elektroantrieb. Anders beim Honda: Der hat zwei Elektromotoren – einer wird vom Benziner angetrieben und liefert den Strom für den zweiten. Wenn dessen Leistung die Lithiumionenbatterie überfordert, schaltet eine Kupplung den Benziner ebenfalls auf die Räder, sodass die erwartete Beschleunigung eintritt. Das reicht für Spurtzeiten unter zehn Sekunden von Null auf 100 km/h und für eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Insgesamt bietet die Technik drei Betriebsmodi: EV-Betrieb aus der Batterie für rund zwei km; im Hybridbetrieb bis rund 80 km/h arbeitet der Verbrenner als Rangeextender, bei höheren Geschwindigkeiten werden Verbrenner und E-Motor über die Kupplung zusammengeschaltet. Nach den Erfahrungen der Honda-Mannschaft mit dem eigenen System stammen auch bei Geschwindigkeiten zwischen 80 km/h und 120 km/h in der Summe immer noch fast 40 Prozent der benötigten Energie aus der Elektroabteilung.


Honda CR-V Hybrid 4WD Executive  –  Daten kompakt

Länge x Breite x Höhe (m): 4,60 x 2,12 x 1,69
Radstand (m): 2,66
Motor: R4-Benziner, 1.993 ccm, i-VTEC, Atkinson-Zyklus
Leistung: 107 kW/145 PS bei 6.200 U/min
Max. Drehmoment: 175 Nm bei 4.000 U/min
Elektromotor: 135 kW/184 PS PS
Drehmoment E-Motor: 314 Nm
Batterie: Hochvolt-Lithiumionenbatterie
Systemleistung: 135 kW / 184 PS
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h
Null auf 100 km/h: 9,2 Sek.
Elektr. Reichweite: ca. 2 km
NEFZ-Durchschnittsverbrauch: 5,5 Liter
CO2-Emissionen: 126 g/km
Testverbrauch: 6,6 Liter
Leergewicht / Zuladung: min. 1.672 kg / max. 661 kg
Kofferraumvolumen: 497 Liter, erweiterbar auf 1.689
Max. Anhängelast: 600 kg
Wendekreis: 11,0 m
Bodenfreiheit: 192 mm
Bereifung: 236/60 R 18
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