Bayern fordert Steuervergünstigungen
Start-Up-Szene soll entlastet werden

Albert Füracker (CSU), Finanzminister von Bayern, will Gründerszene steuerlich entlasten.
  • Albert Füracker (CSU), Finanzminister von Bayern, will Gründerszene steuerlich entlasten.
  • Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
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MÜNCHEN/BERLIN (dpa) - Mit neuen Steuervergünstigungen will Bayern die Bedingungen für Unternehmensneugründer in Deutschland verbessern. "Gerade nach der Corona-Krise brauchen wir Start-ups um innovativ durchstarten zu können. Die kreativen Köpfe brauchen dazu Kapital", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Freistaat habe daher vorgeschlagen, dass Geldgeber von Start-ups ihre Investitionen künftig sofort komplett und in unbegrenzter Höhe bei der Steuer abschreiben könnten. "So verlagern wir einen maßgeblichen Teil des finanziellen Risikos."

"Wir müssen Investitionen in junge Unternehmen attraktiver machen", saget Füracker weiter. Zwar habe der Bund anlässlich der anstehenden Beratungen im Finanzausschuss des Bundesrates an diesem Donnerstag zum Fondsstandortgesetz Vorschläge unterbreitet, aus bayerischer Sicht gehen die Lösungsansätze aber nicht weit genug.

Nach dem Willen Fürackers sollten auch mögliche Gewinne von Privatinvestoren steuerlich begünstigt werden, sofern diese wieder investiert würden. Zudem müssten auch die Steuerfreibeträge für die finanzielle Beteiligung von Mitarbeitern an den Start-ups verbessert werden. Konkret schlägt Bayern vor, die Grenze dafür von derzeit 360 Euro auf 3000 Euro zu erhöhen. "Das erhöht die Chance, dass hoch qualifizierte Beschäftigte sich noch mehr an ein Start-up binden, auch wenn noch keine hohen Gehälter bezahlt werden", sagte Füracker.

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Arthur Kreklau aus Fürth

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