Reaktion vor dem Derby
Kleeblatt trennt sich von Coach Kleine!
- Die Wege der Fürther Verantwortlichen und von Trainer Kleine (rechts) haben sich getrennt. (Archivbild)
- Foto: Andreas Gora/dpa
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UPDATE: FÜRTH (pm/ak) – Die SpVgg Greuther Fürth hat sich Trainer Thomas Kleine und seinen Assistenten Milorad Pekovic und Marco Konrad getrennt. Das Kleeblatt war zuletzt in einer sportlichen Misere, fiel auf einen Abstiegsplatz zurück: Mit 13 Punkten aus 14 Spielen belegt die SpVgg den vorletzten Tabellenplatz.
Die Niederlage am Wochenende gegen den VfL Bochum (0:3) war die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Partien. Mit 37 Gegentoren stellen die Fürther die Schießbude der Liga.
Von Sportdirektor Stephan Fürstner hatte es nach der Bochum-Pleite keine öffentliche Rückendeckung für den Trainer gegeben. Kleine hatte gehofft, für das Derby gegen den 1. FC Nürnberg eine weitere Chance auf der Trainerbank zu bekommen.
Er hatte als Kapitän mit der Spielvereinigung im Jahr 2012 den ersten Bundesliga-Aufstieg des Vereins mitgefeiert. Seine erfolgreiche Rettungsmission als Trainer in der Vorsaison hatte die Zuversicht bei den Verantwortlichen geweckt, wieder eine ruhigere Spielzeit zu erleben. Das glückte nicht.
FÜRTH (dpa/ak) – Die SpVgg Greuther Fürth steckt nach dem 0:3 gegen den VfL Bochum tiefer in der Krise. Es war bereits die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Spielen, die Mannschaft fiel in der Tabelle weiter zurück. Sportdirektor Stephan Fürstner sprach von einer „knallharten Analyse“, die nun notwendig sei, und stellte klar, dass die Argumente für alle Beteiligten weniger würden. Eine offene Rückendeckung für Trainer Thomas Kleine blieb aus.
Kleine selbst zeigte sich kämpferisch und betonte, er gehe davon aus, auch im Derby gegen den 1. FC Nürnberg auf der Bank zu sitzen. Verteidiger Philipp Ziereis forderte, jeder solle bei sich selbst anfangen, und sah im Derby eine Chance zur Wende. Die Fans im Sportpark Ronhof machten ihren Unmut deutlich, nachdem die Mannschaft schon nach 17 Minuten mit 0:3 zurücklag.
Fürths Defensive offenbarte erneut große Schwächen. Zwei Treffer von Ibrahima Sissoko nach Standards sowie ein Tor von Philipp Hofmann entschieden die Partie früh. Besonders bitter war die Niederlage für Kleine, der im Trainerduell auf seinen früheren Kollegen Uwe Rösler traf. Rösler sprach sich für seinen ehemaligen Assistenten aus und appellierte, Kleine mehr Zeit zu geben.
Mit inzwischen 37 Gegentoren stellt Fürth die anfälligste Abwehr der Liga. Dennoch bleibt Kleine überzeugt, dass seine Mannschaft zweitligatauglich ist. „Weiterarbeiten, das hört sich immer doof an, aber das ist der einzige Weg“, sagte der 47-Jährige. Das Derby gegen Nürnberg wird nun zum entscheidenden Prüfstein.
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