Engagierter und leidenschaftlicher Lehrer wurde geehrt
Louis-Kissinger-Preis für den Theaterpädagogen Daniel Burghart!

Daniel Burghart (3.v.r.) ist bereits der fünfte Fürther Pädagoge, der sich über den Louis-Kissinger-Preis freuen darf. Bei der Verleihung ehrten (v.l.) Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Evi Kurz, Dana Kissinger Matray, Staatsminister Joachim Herrmann und Bürgermeister Markus Braun den Preisträger.
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  • Daniel Burghart (3.v.r.) ist bereits der fünfte Fürther Pädagoge, der sich über den Louis-Kissinger-Preis freuen darf. Bei der Verleihung ehrten (v.l.) Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Evi Kurz, Dana Kissinger Matray, Staatsminister Joachim Herrmann und Bürgermeister Markus Braun den Preisträger.
  • Foto: tom
  • hochgeladen von Victor Schlampp

FÜRTH (tom) – Der von der Stadt Fürth alle zwei Jahre für vorbildhaft engagierte Pädagoginnen und Pädagogen jeglicher Schularten ausgelobte Louis-Kissinger-Preis ging in diesem Jahr an Daniel Burghart. Der Studienrat und leidenschaftlicher Theaterpädagoge unterrichtet an der Hans-Böckler-Schule und ist bereits der fünfte Lehrer, der sich über diese Auszeichnung freuen darf, die nach dem Vater von Henry Kissinger benannt ist.
Louis Kissinger hatte während seiner Tätigkeit an dem Mädchenlyzeum – dem heutigen Helene-Lange-Gymnasium – eine besondere Vorbildfunktion für seine Schülerinnen und Schüler, aber auch für andere Lehrkräfte verkörpert. Zum Schuljahresbeginn 1933/34 wurde er wegen seines jüdischen Glaubens zunächst beurlaubt und später dann mit einem Berufsverbot belegt. Im August 1938 musste Louis Kissinger mit seiner Frau und den beiden Söhnen Henry und Walter Fürth und Deutschland verlassen um zunächst nach London und anschließend in die USA zu fliehen, wo der überzeugte und hingebungsvolle Pädagoge 1982 verstarb. Auf Initiative von Evi Kurz, die sich intensiv mit der Familiengeschichte der Kissingers beschäftigt, rief der Fürther Stadtrat 2012 den aus Mitteln aus einer Lebensversicherung Louis Kissingers finanzierten Louis-Kissinger-Preis ins Leben.
Dieser wurde nun von Fürths Bürgermeister Markus Braun, Dana Kissinger, der Enkelin von Louis Kissinger, und Staatsminister Joachim Herrmann im Ludwig-Erhard-Zentrum überreicht. Herrmann nahm die Verleihung auch Angesichts aktueller Vorkommnisse zum Anlass, deutlich Position gegen Intoleranz und Extremismus zu beziehen: „Wir müssen unsere Werte wie Nächstenliebe, Menschlichkeit und Toleranz konsequent hochhalten und wo nötig auch verteidigen“, machte der Minister deutlich und betonte dabei die entscheidende Rolle der Lehrer, die in ihrem Beruf solche Werte und fundamentalen Grundüberzeugungen vermitteln und vorleben. Dem diesjährigen Preisträger Daniel Burghart dankte Herrmann ausdrücklich für sein Engagement: „Als leidenschaftlicher Theaterpädagoge begeistern Sie Ihre Schülerinnen und Schüler. Sie bringen ihnen bei, sich in andere Menschen und ihre Lebenssituationen einzufühlen und empathisch zu sein. Das ist eine großartige Schule für Mitgefühl, Menschlichkeit und Solidarität.“
Eingerahmt wurde die Veranstaltung, bei der neben Herrmann auch Fürths Bürgermeister Markus Braun, die Initiatorin des Preises Evi Kurz, die Enkelin von Louis Kissinger Dana Kissinger-Matray und – aus der Jury – Prof. Dr. Annette Scheunpflug zu Wort kamen, durch das Schulorchester des Helene-Lange-Gymnasiums und durch die Theatergruppe der Hans-Böckler-Schule, die einen Ausschnitt aus dem Stück „Arbeiterkinder“ präsentierte.

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