MarktSpiegel enthüllt 7 aktuelle Fälle
Polizei warnt! Kriminelle zocken mit neuen Tricks ab

Die Polizei warnt vor neuen Betrugsmaschen.
  • Die Polizei warnt vor neuen Betrugsmaschen.
  • Foto: Arne Dedert/dpa
  • hochgeladen von Victor Schlampp

REGION – Skrupellose Profi-Betrüger zocken gerade hilfsbereite und gutgläubige Mitmenschen in Mittefranken ab! Der MarktSpiegel dokumentiert die sieben aktuellsten Fälle aus dem Polizeibericht.

1. Die Microsoft-Masche

Bei einem 57-Jährigen aus Fürth klingelte das Telefon. Der Anrufer meldete sich als Microsoft-Mitarbeiter, gab an, dass der Computer des Mannes mit Viren verseucht sei. Auch gebe es eine Reihe von Sicherheitsmängeln. Die könnten behoben werden, wenn der Fürther sich eine Software aus dem Internet laden und dem Anrufer Zugriff auf den Rechner ermöglichen würde. Ahnungslos ging der Mann darauf ein, gab wie angewiesen verschiedene Codes ein, u.a. für eine angeblich erforderliche neue Microsoft-Lizenz. In Wahrheit hatten die Täter es aufs Onlinebanking des Mannes abgesehen, buchten mehrere hundert Euro ab.

2. Die Bankmitarbeiter-Nummer

Ein Schwabacher erhielt den Anruf eines vermeintlichen Bank-Mitarbeiters. Aufgrund der Pandemie müssten alle EC-Karten ausgetauscht werden. Benötigt würden die letzten fünf Ziffern der EC-Kartennummer, Personal- und Ausweisdaten. Die Masche: die Betrüger rufen im Anschluss an das Gespräch bei der echten Bank an und veranlassen die telefonische Überweisung eines Betrags. Dabei verifizieren sie sich mit den abgefragten Daten des Opfers. Im Falle des Schwabachers fehlte ein hoher dreistelliger Betrag.

3. Der ahnungslose Lockvogel

Bei einem Rentner aus Fürth klingelte um 10.15 Uhr das Telefon. Der Anrufer gab sich als Polizeibeamter aus, fragte den alten Mann, ob er als Lockvogel mithelfen wolle, eine rumänische Diebesbande zu fassen. Zwar war der Senior skeptisch, ließ sich aber durch die professionellen Überredungskünste überzeugen. Wie angewiesen ging er zu seiner Bank in Stadeln, hob einen fünfstelligen Betrag ab, steckte das Geld in einen Umschlag. Telefonisch lotsten ihn die Täter zum Parkplatz eines Supermarktes, wo er das Geld gegen 13 Uhr auf einem Reifen seines Autos deponierte und in den Supermarkt ging. Als er zurückkehrte, war das Geld schon weg – abgeholt von einem echten Täter...

4. Der „drohende Einbruch“

Ebenfalls falsche Polizisten riefen bei einem hochbetagten Mann in Fürth an. Sie gaben vor, dass ein krimineller Bankmitarbeiter gerade sämtliche Konten des Mannes plündern würde. Um das Geld zu retten, müsse er sofort zur Bank fahren und seine Ersparnisse abheben. Der alte Mann ließ sich von den geschickt argumentierenden Betrügern überzeugen. Allerdings scheiterte die Geldabholung, da einem aufmerksamen Bankmitarbeiter die Angelegenheit merkwürdig vorkam. Doch die Täter gaben nicht auf und wechselten frech die Masche: Dem überraschten Senioren teilten sie nun mit, dass ein Einbruch in seinem Haus bevorstehen würde. Um seine Wertsachen zu sichern, müsse er diese einem Polizisten übergeben. Tatsächlich ließ sich der unter Druck gesetzte alte Herr zur Übergabe von Wertsachen überreden.

5. Die miese Heilerin

Eine Rentnerin wurde mittags gegen 14 Uhr in der Fürther Soldnerstraße auf Russisch von einer Frau angesprochen. Es ging um Gesundheit und Familie. Geschickt nutzte die Unbekannte die in Erfahrung gebrachten Informationen und redete der Seniorin ein, dass ihrem Sohn etwas Schlimmes bevorstehe! Die angebliche Seherin und Heilerin bot auch gleich die Lösung an: mit Ritualen und Gebeten könne sie alles noch abwenden. Nun kam eine weitere Betrügerin hinzu. Sie bekräftigte, dass die „Wunderheilerin“ auch ihr schon geholfen habe. Das überzeugte die Seniorin, sie holte einen hohen Betrag von Zuhause. Die Scheine gab sie der miesen Wahrsagerin. Die wickelte das Geld in ein Tuch und gab vor, das Geld von bösen Einflüssen zu reinigen. Allerdings dürfe die Frau das Päckchen 40 Tage nicht öffnen, um die Wirkung des Rituals nicht zu stören. Auf dem Weg nach Hause kamen der Rentnerin doch Zweifel und sie öffnete das Tuch. Darin fand sie statt des Geldes nur wertlose Papierschnipsel...

6. Frank Pohlmann und Herr Krambach

Gegen 11 Uhr klingelte das Telefon eines Rentners aus Nürnberg. Der Anrufer gab sich als „Frank Pohlmann“ vom „Kommissariat 4“ aus und verwickelte den überraschten Senioren in ein Gespräch. Während des Telefonats übergab er an einen weiteren Betrüger, der sich „Herr Krambach“ nannte. Geschickt überzeugte der Täter den Mann davon, dass dieser dringend sein Bankschließfach leeren solle. Das dort sicher verwahrte Gold sowie Bargeld im Wert von mehreren zehntausend Euro händigte der alte Mann gegen 12 Uhr auf Anweisung des falschen Kommissars einem unbekannten jungen Mann aus – und weg war‘s.

7. Der Handwerker-Klassiker

Zwei Mann klingelten gegen 15 Uhr an der Tür einer Seniorin (93) im Nürnberger Stadtteil Hasenbuck. Angebliche Handwerker! Weil es in der Wohnung darüber zu einem Wasserschaden gekommen sei, müsse geprüft werden, ob auch bei der Frau Wasser von der Decke tropfe. Dies konnte die alte Dame mit einem der Täter zwar ausschließen. Derweil machte sich jedoch der zweite Mann an den Wertgegenständen zu schaffen. Als das Duo die Wohnung verlassen hatte, fehlten mehrere tausend Euro.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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